Sozialversicherungsausweis

Wozu benöige ich den Sozialversicherungsausweis?

Der Sozialversicherungsausweis ist ein amtliches Dokument, welches in Deutschland von jedem Arbeitnehmer für die Arbeitsaufnahme benötigt wird.

Der Sozialversicherungsausweis

In Deutschland müssen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber Beiträge an die gesetzlichen Sozialversicherungen abführen. Diese werden wiederum direkt dem Versicherungsnehmer zugeordnet. Damit dies auch eindeutig möglich ist, erhält jeder Erwerbstätige eine Rentenversicherungsnummer. Diese gilt ein Leben lang und wird dem Versicherungsnehmer zumeist vor der Aufnahme der ersten Erwerbstätigkeit mitgeteilt.

Zu diesem Zweck bekommt der Versicherungsnehmer einen sogenannten Sozialversicherungsausweis zugeschickt. Dieser enthält neben der Versicherungsnummer noch folgende Daten:

  • Vor- und Zuname des Versicherten
  • Geburtsname des Versicherten
  • Geburtsdatum des Versicherten

Weitere personenbezogene Daten wie zum Beispiel die Anschrift werden im Ausweis nicht erfasst. Aus diesem Grund muss nicht bei jedem Umzug der Sozialversicherungsausweis aktualisiert werden. Deshalb kann ein ausgestellter Ausweis das ganze Arbeitsleben lang, Ausnahme hiervon gelten bei einer Namensänderung beispielsweise aufgrund von Heirat, genutzt werden.

Der Ausweis ist stets vor der Aufnahme einer neuen Beschäftigung dem Arbeitgeber vorzulegen. Sollte dies nicht möglich sein, ist bei der Arbeitsaufnahme unverzüglich ein neuer Ausweis zu beantragen.

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Beantragung vom Sozialversicherungsausweis

Berufseinsteiger benötigen vor dem Eintritt in das Arbeitsleben ihren Sozialversicherungsausweis. Sollten sie diesen Ausweis noch nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten haben, müssen sie dies nur den Arbeitgeber mitteilen. Dieser meldet sie dann nämlich auch ohne Ausweis erstmalig zur Sozialversicherung an. Daraufhin wird dem Arbeitnehmer eine Rentenversicherungsnummer zugeteilt und der Ausweis zugestellt.

Bei allen anderen Personen, die bereits einen Sozialversicherungsausweis besessen haben, ist dieses Vorgehen nicht möglich, da eine Sozialversicherungsnummer nur einmal im Leben vergeben wird. Deshalb besteht im Fall eines Verlusts aber auch einer Beschädigung nur die Möglichkeit, einen Ausweis neu zu beantragen. Hierfür muss sich der gesetzlich Versicherte an seine Krankenversicherung wenden. Diese leitet das Anliegen an die Rentenversicherung weiter, sodass der Versicherte seinen neuen Ausweis direkt von der Rentenversicherung zugeschickt bekommt. Gleichzeitig ist der Versicherte aber auch dazu verpflichtet, einen eventuell noch vorhandenen Ausweis, der zum Beispiel aufgrund einer Namensänderung ungültig wurde, wieder an den Sozialversicherungsträger zurückzugeben.

Mitführungspflicht vom Sozialversicherungsausweis

Lange Zeit waren Arbeitnehmer in bestimmten Branchen dazu verpflichtet, ihren Sozialversicherungsausweis während der Arbeitszeit ständig mit sich mitzuführen. Diese Regelung, die die Schwarzarbeit verhindern beziehungsweise die Kontrolle erleichtern sollte, wurde jedoch zum 1. Januar 2009 abgeschafft. Trotzdem besteht auch noch heute für Arbeitnehmer in bestimmten Branchen eine Ausweispflicht.

So sind unter anderem die Arbeitnehmer in folgenden Gewerken dazu verpflichtet, einen Personalausweis oder einen Pass beziehungsweise ein anerkanntes Ersatzdokument mit sich zu führen:

  • Arbeitnehmer im Baugewerbe
  • Arbeitnehmer im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe
  • Berufskraftfahrer
  • Schausteller
  • Gebäudereiniger
  • Messebauer und ähnlich Arbeitnehmer
  • Arbeitnehmer in der Frostwirtschaft
  • Arbeitnehmer Fleischwirtschaft

Da viele Arbeitnehmer jedoch nicht genau wissen, ob für sie eine Mitführungspflicht besteht, sind grundsätzlich die Unternehmen dazu verpflichtet, die Beschäftigten auf eine Mitführungspflicht schriftlich hinzuweisen. Dadurch soll sichergestellt werden, das die betroffenen Arbeitnehmer ein solches Dokument stets den Zollbehörden auf Verlangen vorlegen können.

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