Seniorenimmobilien
Seniorenimmobilien: Komfortabel wohnen im Alter
Was versteht man unter Seniorenimmobilien?
Seniorenimmobilien sind Häuser oder Wohnungen, deren Ausstattung an die Bedürfnisse alter Menschen angepasst ist. Zu den Merkmalen einer seniorengerechten Wohnung zählt unter anderem eine möglichst ebenerdige Bauweise mit zusätzlichen Abstützmöglichkeiten und Griffen. In einer Seniorenwohnung sollten keine Stolperfallen wie lose Teppiche vorhanden sein.
Der Immobilienmarkt passt sich der steigenden Nachfrage nach Seniorenimmobilien bereits an: Vielerorts werden Wohnanlagen für Senioren gebaut. In einigen Jahren wird schätzungsweise ein Viertel der deutschen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Fürs Pflegeheim entscheidet sich kaum ein Senior freiwillig – die meisten alten Menschen leben in ihrer eigenen Wohnung und möchten dort auch nach Möglichkeit bleiben.
Auf eine seniorengerechte Ausstattung der Wohnung sind im Alter also auch die rüstigsten Rentner angewiesen. Immobilien für Senioren haben sich in den vergangenen Jahren auch zu einem attraktiven Markt für Kapitalanleger entwickelt: Ein sichereres Investment als in stark nachgefragte Wohnungen für alte Menschen gibt es derzeit kaum.
Seniorenimmobilien: Betreutes Wohnen
Mit ein paar Umbauten ist es nicht getan: Seniorenimmobilien müssen strenge Auflagen erfüllen. Viele Senioren können beispielsweise keine Treppen mehr steigen oder benötigen im Bad ausreichend Platz mit Haltegriffen für die Sicherheit. Als barrierefreies Bauen werden Immobilienprojekte bezeichnet, die auch für eingeschränkte Menschen problemlos zugänglich sind. Verschiedene DIN-Normen für barrierefreies Bauen schreiben die Standards für barrierefreie Wohnungen ohne Stufen und mit optimierter Raumaufteilung vor. In Zusammenhang mit Seniorenimmobilien ist besonders die DIN-Norm 18040 von Bedeutung.
Immobilien für Senioren wie die Wohnform „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Im Fall des betreuten Wohnens ist dies konkret die DIN-Norm 77800. Diese Norm richtet sich an Dienstleister, die im Bereich betreutes Wohnen tätig sind. Das betreute Wohnen ist eine Wohnform: Senioren leben unabhängig und führen ihren eigenen Haushalt, werden dabei aber professionell unterstützt. Betreutes Wohnen wird meist innerhalb einer Seniorenwohnanlage angeboten. In den einzelnen Ländern gibt es zusätzlich länderspezifische Qualitätsstandards für betreutes Wohnen.
Seniorenimmobilien kaufen und mieten
Die steigende Nachfrage nach Seniorenimmobilien hat Wohnprojekte fürs Alter zu einem auch für Kapitalanleger attraktiven Markt gemacht. Auch immer mehr Frauen und Männer investieren privat in eine Seniorenwohnung, um im Alter gut versorgt zu sein. Es ist grundsätzlich möglich, eine Seniorenimmobilie wie eine Eigentumswohnung zu kaufen oder zu mieten. Auch private Käufer können ihre Immobilie wiederum vermieten, wenn kleine Eigennutzung angedacht ist. Eine besonders starke Nachfrage wird nach sogenannten Pflege-Appartements erwartet, da immer mehr Menschen im Alter auf Pflegeleistungen angewiesen sein werden, aber trotzdem nicht ins Heim möchten.
Beim Kauf einer Seniorenimmobilie sollte darauf geachtet werden, dass das Wunschobjekt die DIN-Normen für barrierefreies Bauen und/oder betreutes Wohnen erfüllt. Mittlerweile werden auch weitere Wohnformen für Senioren wie Wohngemeinschaften und Mehrgenerationenwohnprojekte angeboten. Es ist natürlich auch möglich, das eigene Haus oder eine Wohnung fürs Alter seniorengerecht umbauen zu lassen. Senioren stehen zahlreiche Wohnmöglichkeiten abseits der unbeliebten Heime offen.
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