Schwacke-Liste

Restwert ermitteln mit Schwacke

Die auch als „Schwacke“ bekannte Liste des Eurotax Schwacke GmbH hat sich als Standard zur Restwertermittlung von Gebrauchtwagen durchgesetzt. Informationen zur Schwacke-Liste und zur Bewertung von Gebrauchtwagen in der Kurzübersicht.

Schwacke-Liste: Die Entstehung

Die Schwacke-Liste ist ein Nachschlagewerk zur Restwertermittlung von Gebrauchtwagen, Motorrädern und Nutzfahrzeugen. Der Grundstein für die bekannte Liste wurde im Jahr 1957 mit der Gründung des Verlages durch Hanns W. Schwacke gelegt. Die Liste hat sich als Standard für die Restwertermittlung von Personenkraftwagen etabliert, wird von vielen Autohäusern und Händlern genutzt. Im Schwacke werden alle gängigen Kraftfahrzeuge sortiert nach Fahrzeugtypen, Baujahr, Ausstattungsvariante und Kilometerstand geführt.

Die klassische Schwacke-Liste wird bis heute in als gebundenes Heft herausgegeben. Seit den 90er Jahren können Interessenten die Daten aber auch digital über die Homepage von Schwacke oder als Datenlieferung beziehen. Das Angebot von Schwacke wurde in den vergangenen Jahren stark erweitert und umfasst heute auch Motorräder, Geländewagen und Nutzfahrzeuge. Schwacke gibt zudem Speziallisten zur Ermittlung der Restwerte von Lackierungen und Ersatzteilen. Der Verlag gibt weiterhin Listen zur Ermittlung der Nutzungsausfallentschädigung, Regelbesteuerung und Differenzbesteuerung heraus. Auch Kreditinstitute nutzen die Listen von Schwacke, um den Restwert von Fahrzeugen zu ermitteln, die als Beleihungswert hinterlegt werden.

Alle Schwacke-Listen werden heute von der Eurotax Schwacke GmbH in Maintal herausgegeben. Die Firma gehört der Schweizer Eurotax Glass-Gruppe an. Die Liste kann kostenpflichtig von jedermann genutzt werden. Auch private Autoverkäufer nutzen die Möglichkeit, mithilfe des Schwacke den Restwert ihres Gebrauchten zu ermitteln.

Die Schwacke-Liste gestern und heute

Die Schwacke-Liste erscheint seit November 1957. In den Anfangszeiten von Schwacke war die Liste noch übersichtlich: Von Opel waren etwa nur zwei Modelle auf der einseitigen Liste vertreten. Schon wenige Jahre später waren fast 30 verschiedene Autos von Opel in der Liste vertreten. In den 60er Jahren baut Schwacke seine Aktivitäten dann in Europa aus. Ein Jahrzehnt später scheint das erste Berechnungssystem zur Ermittlung der Reparaturkosten von Schwacke. Damit stehen dem KFZ-Handel erstmals leicht verfügbare Informationen zu den Preisen für Zubehör und den Lohnkosten zur Verfügung. Seit 1996 steht die Fahrzeugbewertung von Schwacke auch digital zur Verfügung. Auch viele Verwaltungen setzen die Schwacke-Liste ein. Heute ist Eurotax Schwacke in Europa marktführend im Bereich der automobilen Marktdaten.

Die Schwacke-Liste richtet sich vorrangig an Kfz-Händler und Autowerkstätten, Leasinggesellschaften, Finanzierungsgesellschaften, Importeure und Hersteller von Fahrzeugen, Sachverständige und Kfz-Versicherungen. Die notwendigen Daten werden von Schwacke zusammen getragen und in Systemen aufbereitet. Der Verlag stellt unterschiedliche Daten zur Verfügung, die auf den Informationsbedarf der jeweiligen Zielgruppe zugeschnitten sind. Die umfangreiche Datenbank umfasst heute rund 300.000 verschiedene Fahrzeuge mit über zehn Millionen Sonderausstattungen und Serienmodellen. Wer sein Fahrzeug bewerten lassen möchte oder Händlerinformationen sucht, findet alle handelsüblichen Kraftfahrzeuge, Motorräder und Nutzfahrzeuge in allen Ausstattungsvarianten übersichtlich sortiert bei Schwacke.

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Schwacke-Liste für Käufer und Verkäufer

Die Schwacke-Liste wird von Autokäufern und Verkäufern genutzt. Die Liste zur Restwertermittlung erleichtert Autokäufern die Bewertung von Gebrauchtwagenpreisen. Wer einen Gebrauchtwagen beim Händler oder einem privaten Verkäufer entdeckt, möchte schließlich nicht zu viel bezahlen. Ein Blick in den Schwacke gibt hier Auskunft, ob der Gebrauchtwagenpreis für das angebotene Fahrzeug auch angemessen ist. Die Liste geht detailliert auf Serien- und Sonderausstattungen ein, die den Fahrzeugpreis maßgeblich beeinflussen. Ein Gebrauchter mit exklusiver Ausstattung ist deutlich mehr wert als die herkömmliche Serienvariante.

Die Schwacke-Liste stellt auch die Arbeitsgrundlage für den Fahrzeughandel dar. Mithilfe der Liste legen Händler den Einkaufs- und Verkaufswert von Gebrauchtwagen, Motorrädern und Nutzfahrzeugen fest. Auch für den professionellen Autohandel hat sich die detaillierte Fahrzeugbewertung von Schwacke bewährt: Ausstattungsvarianten und Kilometerlaufleistungen werden unterschiedlich aufgeführt und bewertet. Ohne diese detaillierten Daten würde es sich lediglich um Durchschnittspreise handeln, die Sonderausstattungen und Laufleistungen nicht erfassen.

Beim Kauf und Verkauf von Gebrauchtwagen spielt auch der Zustand des Fahrzeugs eine Rolle. Sehr gepflegte Fahrzeuge bringen auf dem Automarkt deutlich höhere Preise als Gebrauchtwagen, deren Serviceheft nicht gepflegt wurde und denen man ihr Alter anhand von Nutzspuren ansieht. Ein ungepflegter Gesamteindruck korrigiert den Preis für einen Gebrauchten nach unten.

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