Anlageformen bei der Riester Rente

Überblick zu den Riester-Produkten

Bei der Riester-Rente stehen verschiedene Anlageformen zur Auswahl. Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Produkte für die staatlich geförderte Altersvorsorge in Frage kommen.

Die Anlageformen der Riester-Rente

Für die geförderte, private Riester-Rente existieren bestimmte Voraussetzungen, die für alle Anbieter gelten. Dazu zählen:

  • Garantien: Zum Rentenbeginn müssen die eingezahlten Beiträge (Eigenbeitrag plus Zulagen) garantiert werden.
  • Rentenbeginn: Der früheste Rentenzeitpunkt ist ab dem 60. Lebensjahr.
  • Auszahlung: Die Leistungen werden als lebenslange Rente gezahlt. maximal 30 Prozent können bei Rentenbeginn als Kapitalauszahlung verwendet werden.
  • Kosten: Verteilung der Abschluss- und Vertriebskosten auf fünf Jahre.
  • Transparenz: Information der Versicherungsnehmer über Kosten und Anlageerfolg.
  • Flexibilität: Vierteljährliche Kündigungs- bzw. Beitragsfreistellungsmöglichkeit.

Bei der Auswahl eines Riester-Produkts hat der Anleger die Wahl zwischen Bank-, Fondssparplänen, klassischen und fondsgebundenen Rentenversicherungen sowie der Wohn-Riester-Förderung. Egal für welches Produkt sich ein Anleger entscheidet - die Zulagen und der Sonderausgabenabzug gelten für alle Anlageformen.

Förderfähige Anlageformen im Überblick

Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben muss es sich um zertifizierte Produkte zur Altersvorsorge handeln. Bei einem Banksparplan wird das Kapital mit einem festen Zinssatz verzinst. Da die Anlage in festverzinslichen Wertpapieren erfolgt, gibt es kaum Schwankungen. Diese Form ist für Anleger geeignet, die einen hohen Wert auf Sicherheit legen oder bereits kurz vor dem Rentenbeginn stehen und noch die Förderung nutzen möchten. Anlegertyp: sicherheitsorientierte und Anleger kurz vor dem Rentenbeginn.

Die meisten Anleger entscheiden sich bei der Riester-Rente für die Anlageform der privaten Rentenversicherung. Je nach Risikoneigung erfolgt die Investition in festverzinsliche Werte oder bei der fondsgebundenen Variante in Aktienfonds. Dementsprechend sind die Renditechancen unterschiedlich hoch. Wer sich für diese Variante entscheidet, erhält bereits bei Vertragsabschluss eine garantierte Rente zum Rentenbeginn. Anlegertyp: Jüngere sicherheitsbewusste oder risikobewusste Anleger.

Beim Riester-Fondssparplan erfolgt die Anlage der Sparbeiträge in Investmentfonds. Dies können Aktien-, Renten- oder Mischfonds sein. Auch hier gilt: Aktienfonds bieten die größere Aussicht auf Rendite, weisen allerdings auch ein höheres Risiko für Wertschwankungen auf. Bei langen Vertragslaufzeiten kann das Risiko von Kursverlusten wieder ausgeglichen werden. Anlegertyp: Junge risikofreudige Anleger.

Als Alternative bietet sich die Riester-Förderung über die betriebliche Altersvorsorge an. Hier stehen die Direktversicherung, die Pensionskasse oder Pensionsfonds zur Auswahl. Jeder Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, eine betriebliche Vorsorgeform anzubieten. Anleger müssen jedoch die Maximalgrenzen zur Förderung der Betriebsrente beachten. Gesetzliche Krankenversicherte müssen zudem im Rentenalter Kassenbeiträge auf die Leistungen aus der Riester-Rente entrichten. Anlegertyp: Risikoberwusster Anleger.

Seit 2008 besteht die Möglichkeit, die Riester-Zulagen über einen zertifizierten Bausparvertrag im Rahmen der Wohn-Riester-Förderung in Anspruch zu nehmen. Anleger sichern sich damit die Zinskonditionen des Bauspardarlehens für die Immobilienfinanzierung. Anlegertyp: Sicherheitsbetont, Eigenheimnutzer.

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Förderung der Anlageformen

Wer den Mindesteigenbeitrag zur Riester-Rente zahlt, erhält die Förderung aus einer Altersvorsorgezulage und dem Sonderausgabenabzug. Dazu müssen vier Prozent vom Vorjahreseinkommen abzüglich der Zulagen gespart werden. Es ist unerheblich, ob die Zahlungen monatlich, vierteljährlich oder jährlich vorgenommen werden. Veränderungen im Familienstand, also z.B. die Geburt eines Kindes, müssen dem Anbieter gemeldet werden. In diesem Fall reduziert sich der Eigenbeitrag um die Kinderzulage.

Berufseinsteiger erhalten seit 2008 einen Einsteigerbonus, wenn sie vor Vollendung des 25. Lebensjahres eine Riester-Rente abschließen. Der einmalige Bonus von 200 Euro wird für das erste Vertragsjahr gewährt, so dass sich die Eigenbelastung reduziert.

Zu beachten ist, dass die staatliche Förderung bei einer schädlichen Verwendung zurückgezahlt werden muss. Dazu zählt z.B. die Kündigung des Riester-Vertrages oder bei Verwendung des Geldes für eine Immobilie, die nicht zu eigenen Wohnzwecken dient.

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