Rentenversicherung für Selbstständige

Rentenversicherung für Selbstständige

Auf der Suche nach einer Rentenversicherung für Selbstständige tauchen oftmals viele Fragen auf. Aus diesem Grund haben wir einige wichtige Fakten zum Thema zusammengetragen.

Gesetzliche Rentenversicherung für Selbstständige

Seit mehr als 100 Jahren gibt es in Deutschland die gesetzlichen Rentenversicherungen. Ziel dieser Versicherungen ist es, den Lebensstandard des Versicherungsnehmers im Alter aber auch im Fall der Erwerbsunfähigkeit abzusichern. Zudem beinhaltet die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland auch eine Hinterbliebenenvorsorge.

Durch diese drei Säulen sollen die Versicherungsnehmer sowie ihre Angehörigen für den Ernstfall abgesichert werden. Um dies weitestgehend sicherzustellen, ist die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung für die meisten Deutschen vorgeschrieben. Eine Ausnahme hiervon gilt für Selbstständige, da sie sich zumindest bei der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen für oder gegen die gesetzliche Rentenversicherung für Selbstständige entscheiden können.

Ein Ausschluss dieses Wahlrechts gilt allerdings für bestimmte Gruppen. So sind zum Beispiel selbstständige Handwerker, die noch nicht mindestens 18 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung Pflichtbeiträge eingezahlt haben, grundsätzlich versicherungspflichtig. Ebenso gelten unabhängig von der Beitragszahldauer auch selbstständige Pflegepersonen, Hebammen, Künstler und Publizisten, freiberufliche Lehrer sowie alle Selbstständigen mit nur einem Auftraggeber als versicherungspflichtig. Eine Umgehung dieser Pflicht zur Rentenversicherung für Selbstständige ist unter Umständen aber dann möglich, wenn der Selbstständige mindestens einen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer oder mehrere geringfügig Beschäftigte eingestellt hat.

Besonderheiten bei einer Rentenversicherung für Selbstständige

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist umlagefinanziert. Das heißt, dass die Beiträge der Versicherten für die Auszahlung der jetzigen Renten genutzt werden. Dies bedeutet zwangsläufig, dass die eingezahlten Beiträge für den Versicherungsnehmer nicht verzinst werden und ein zukünftiger Rentenanspruch im hohen Maße von den eingezahlten Beiträgen der zukünftigen Beitragszahler abhängig sein wird. Hier ist aufgrund des demografischen Wandels, also wegen der längeren Lebenserwartung und der rückläufigen Geburtenzahl, davon auszugehen, dass sich die Rentensituation in Zukunft verschlechtert. Die gesetzliche Rente wird nur noch einen Mindeststandard bieten, sodass zusätzlich eine private Vorsorge unerlässlich ist. Aus diesem Grund fordert und fördert die Bundesregierung schon seit längerer Zeit die private Altersvorsorge.

Durch eine private Rentenversicherung für Selbstständige oder für Arbeitnehmer kann auch im Alter der Lebensstandard erhalten werden. Dabei ist es im Vergleich zur gesetzlichen Versicherung oftmals mit wesentlich geringeren Beiträgen möglich, bessere Leistungen zu erzielen. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob die freiwillige gesetzliche Rentenversicherung für Selbstständige noch attraktiv ist. Diese Frage kann natürlich nicht pauschal beantwortet werden und ist von Fall zu Fall unterschiedlich zu bewerten. So gilt zum Beispiel zu beachten, dass der Anspruch aus einer gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich vor einer Insolvenz geschützt ist.

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Rentenversicherung für Selbstständige abschließen

Vor dem Abschluss einer Rentenversicherung für Selbstständige ist es zwingend notwendig, den Versicherungsbedarf zu ermitteln. In diesem Zusammenhang ist vor allem festzustellen, welche Risiken abgesichert werden sollen. Neben der Absicherung des Standards im Alter ist hier vor allem die Absicherung der eigenen Arbeitsfähigkeit besonders zu empfehlen. Dabei ist zu ermitteln, welcher Bedarf an einer monatlichen Rente besteht. Hierfür ist es sinnvoll, neben den reinen Lebenskosten auch Positionen wie Versicherungen und Ähnliches einzurechnen. Da sich diese Kosten und Ausgaben jedoch regelmäßig erhöhen, sollte auch die Inflation berücksichtigt werden.

Neben der Absicherung des Alters sowie der eigenen Arbeitskraft kann es unter Umständen auch sinnvoll sein, eine Vorsorge für den Todesfall zu treffen. Hierfür bietet sich beispielsweise eine Hinterbliebenenrente aber auch eine Einmalzahlung an.

Auf der Grundlage des ermittelten Bedarfs kann bei der Alters-, Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsvorsorge ein Vergleich der Versicherungsangebote der verschiedenen Gesellschaften erfolgen. Aufgrund der Unterscheidung zwischen garantierten Leistungen sowie den prognostizierten aber nicht garantierten Leistungen, die eine Überschussbeteiligung enthalten, fällt ein Vergleich allerdings oft schwer. Es empfiehlt sich deshalb neben den reinen Zahlen, die Prognosegenauigkeit beziehungsweise Leistungsfähigkeit der verschiedenen Gesellschaften in der Vergangenheit zu vergleichen.

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