Rentenniveau

Renten werden künftig sinken

Die gesetzliche Rente ist nicht mehr sicher. Die Ruheständler müssen sich auf ein geringeres Rentenniveau einstellen. Verantwortlich sind der demografische Wandel und eine längere Bezugsdauer. Nachfolgend erhalten Sie Informationen zur Rente in Deutschland.

Rentenniveau - die Hintergründe

Mit dem Rentenniveau wird die gesetzliche Rente bezeichnet, die der sogenannte Eckrentner im Vergleich zum Durchschnittseinkommen bezieht. Die berücksichtigte Rente ist die abschlagsfreie Rente eines Beschäftigten mit 45 Entgeltpunkten. Da viele Erwerbspersonen nicht in Höhe des Durchschnittseinkommens verdienen bzw. nicht 45 Jahre lang berufstätig sind, kann das Rentenniveau höher oder geringer ausfallen.

Der Begriff des Standardrentenniveaus wurde mit der Einführung der dynamischen Rente 1957 eingeführt. Seitdem hat sich der Wert aufgrund verschiedener Rentenreformen ständig verringert. Im Jahr 2009 lag das Rentenniveau bei rund 50 Prozent. Dabei wird die Nettorente vor Steuern zugrunde gelegt. Der demografische Wandel macht eine Reduzierung der gesetzlichen Rentenleistungen erforderlich. Künftige Generationen werden daher eher von Altersarmut bedroht sein, als dies bisher der Fall war.

So wird das Rentenniveau schrittweise bis zum Jahr 2030 um 20 Prozent sinken. Der Gesetzgeber strebt einen Mindestsicherungssatz von 43 Prozent vor Steuern an. Zur Erreichung dieses Ziel wurde das Renteneintrittsalter für die Jahrgänge ab 1964 bereits auf 67 Jahre anhoben. Es ist nicht auszuschließen, dass durch die längere Lebenserwartung in Zukunft weitere Maßnahmen ergriffen werden (müssen). Die Rente ist jedenfalls nicht mehr sicher.

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Rentenniveau - die Nettorente vor Steuern

Seit 2005 wird stets das Nettorenteniveau vor Steuern angegeben, wenn von dem allgemeinen Rentenniveau die Rede ist. Seitdem gilt die nachgelagerte Besteuerung für gesetzliche Rentenleistungen. Von der Bruttorente werden zunächst die Sozialabgaben für Krankenversicherung und Pflegeversicherung abgezogen. Diese Rente wird ins Verhältnis zum Durchschnittsverdienst der Arbeitnehmer abzüglich der Sozialabgaben gesetzt. Das Ergebnis ist das Rentenniveau vor Steuern.

Die Berechnung der Nettorente nach Steuern kann nur individuell erfolgen. Jeder Rentnerjahrgang muss seit 2005 einen steigenden Anteil der Rente versteuern. Ein Vergleich der Rente nach Steuern ist daher nicht mehr möglich. Die Absenkung des Rentenniveaus wird somit voranschreiten. Dass die Rente mit 67 nur ein erster Schritt in diese Richtung ist, ist unter Experten unumstritten. Weitere Einschnitte werden die Folge sein. Ob dies eine Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre oder die Erhöhung der Rentenabschläge ist, wird die Zukunft zeigen.

Für zukünftige Rentnergenerationen ist daher eine zusätzliche Altersvorsorge obligatorisch. Der Gesetzgeber hat reagiert und mit der Riester-Rente und der Basisrente zwei Instrumente für die staatlich geförderte Vorsorge geschaffen. Damit die Versorgungslücke geschlossen werden kann, muss jeder Beschäftigte jedoch zwischen 6 und 8 Prozent des Bruttoeinkommens pro Jahr investieren.

Entwicklung des Rentenniveaus

Ab 2040 muss die gesetzliche Rente vollständig nachgelagert versteuert werden. Bis dahin kommt es bereits zu einer deutlichen Absenkung des Rentenniveaus. Das Netto-Rentenniveau vor Steuern lag bei folgenden Prozentwerten bezogen auf das Durchschnittsentgelt:

  • 1980 - 57,6
  • 1990 - 55,0
  • 2000 - 52,8
  • 2008 - 50,0
  • 2010 - 48,1
  • 2014 - 47,5
  • 2018 - 46,5.
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