Renteneintrittsalter

63, 65 oder 67 Jahre? Informationen zum Rentenalter

Wer in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, kann erst ab einem bestimmten Alter in Rente gehen. Durch verschiedene Rentenreformen hat der Gesetzgeber das Renteneintrittsalter angehoben. Knftig knnen Versicherte die Rente erst ab 67 Jahren ohne Abschlag in Anspruch nehmen.

Das Renteneintrittsalter im berblick

Das Renteneintrittsalter bezeichnet den Altersdurchschnitt beim erstmaligen Bezug der Rente in einem Jahr. Grundstzlich hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass der Beginn der Rente nicht vor dem 65. Lebensjahr erfolgen darf. Fr Personen ab Jahrgang 1967 gilt sogar die Rente mit 67. Allerdings gibt es auch Ausnahmen von dieser Regel. Grundstzlich ist die Frhrente mit einem Rentenabschlag verbunden. Wer vor dem Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze eine Rente beziehen mchte, erhlt pro Monat des vorzeitigen Renteneintritts einen Abschlag von 0,3 Prozent. Im Gegenzug erhht sich die Rente fr jeden Monat des spteren Renteneintritts um 0,5 Prozent.

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Die Umstellung des Renteneintrittsalters erfolgt ab 2012 bis zum Jahr 2029 in Stufen. Die Umstellung des Rentenalters beginnt mit dem Jahrgang 1947, die einen Monat lnger arbeiten mssen. Allerdings sollen die Versicherten, die mindestens 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben, auch knftig mit 65 Jahren ohne Abschlag Rente beziehen knnen. Zudem gelten Ausnahmeregeln fr Schwerbehinderte und vermindert Erwerbsfhige.

Wer 35 Jahre lang Beitrge in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat, kann auch in Zukunft frhestens mit 63 in Rente gehen. Allerdings fllt der weiter oben beschriebene Abschlag an, so dass die Rente um 14,4 Prozent geringer ausfllt.

Wo liegt das Renteneintrittsalter?

Die Deutsche Rentenversicherung Bund ermittelt in jedem Jahr das Renteneintrittsalter. In Abhngigkeit von der Rentenart gibt es ein unterschiedliches Eintrittsdatum fr die Rente. So findet der Bezug der Erwerbsminderungsrente deutlich frher statt als die Zahlung der Altersrente. Bezogen auf die Regelaltersrente liegt das Renteneintrittsalter derzeit im Schnitt bei ca. 63 Jahren. Durch den vorzeitigen Rentenbeginn muss die (geringere) Rente ber einen lngeren Zeitraum ausgezahlt werden. Zusammen mit der lngeren Lebenserwartung sind die Auszahlungen in Summe hher als beim regulren Renteneintritt.

Mit der letzten Rentenreform wurde das Renteneintrittsalter fr Versicherte ab Jahrgang 1964 auf 67 Jahre angehoben. Folgende Ausnahmen gibt es:

  • Langjhrig Versicherte: Wer 35 Beitragsjahre vorweisen kann, darf auch knftig mit 63 Jahren (mit Abschlgen) in Rente gehen.
  • Schwerbehinderte: Fr schwerbehinderte Menschen wird die Altersgrenze von 63 auf 65 Jahre angehoben. Die frhzeitige Inanspruchnahme der Rente gegen Abschlag ist dann erst mit 62 Jahren (statt mit 60) mglich.
  • Altersrente fr Frauen und Arbeitslose: Die besonderen Regelungen fr Frauen und Rente wegen Arbeitslosigkeit gelten nur noch fr Versicherte bis zum Jahrgang 1951.
  • Groe Witwen- oder Witwerrente: Das Renteneintrittsalter wird auf 47 Jahre heraufgesetzt.

Auch bei Erwerbsminderungsrenten und Hinterbliebenenrenten wird die Anhebung des Rentenalters Anwendung. Das Referenzalter zur Berechnung von Rentenabschlgen wird entsprechend heraufgesetzt.

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Tendenzen beim Renteneintrittsalter

Die Anhebung des Renteneintrittsalters folgt aus dem demografischen Wandel. Die Altersgruppe der 20 bis 64-jhrigen wird im Vergleich zur Zahl der ber 65-jhrigen zurckgehen. Damit ist die Finanzierung der umlagefinanzierten Rente vor Probleme gestellt. Gleichzeitig nimmt die Dauer des Rentenbezugs zu. Somit gibt es knftig nicht nur mehr Rentner, sondern immer mehr Ruhestndler, die ihre Rente ber einen lngeren Zeitraum beziehen.

Vor diesem Hintergrund wird bereits eine weitere Anhebung des Rentenalters diskutiert. In einigen Jahren knnte daher die Rente mit 70 eingefhrt werden. Fr Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung ist daher klar, dass an der privaten Altersvorsorge kein Weg vorbeifhrt. Denn neben der Anhebung der Altersgrenzen bleibt als zweite Alternative fr die gesetzliche Rente nur eine Rentenkrzung. Wer seinen Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten will, muss daher privat vorsorgen.

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