Versicherungen für Urlauber

Die wichtigsten Policen für den Urlaub

Die Versicherungsgesellschaften haben sogar komplette Versicherungspakete für den Urlaub geschnürt. Nur wenige Versicherungen für Urlauber, wie die Auslandskrankenversicherung, sind aber tatsächlich für jeden Reisenden wichtig.

Notwendigkeit von Reiseversicherungen

Die Urlaubswochen sollen die schönsten Tage im Jahr werden. Allerdings können zahlreiche Risiken und Gefahren dazu führen, dass sich der Traum vom Urlaub zum Albtraum entwickelt. Neben Urlaubsreisen vermitteln die meisten Reisebüros daher auch gleich die passenden Reiseversicherungen dazu.

Jedoch ist der Abschluss solcher Versicherungen nicht immer notwendig, da ein Versicherungsschutz zum Teil durch andere Versicherungen besteht. Vor oder Während der Buchung einer Reise sollte man daher überprüfen, ob man gegen alle denkbaren Risiken - bspw. Nichtantrtitt der Reise, Reiseabbruch, Gepäckverlust, Krankheit - abgesichert ist. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass nicht zwingend der Abschluss von zusätzlichen Reiseversicherungen notwendig ist, da in vielen Fällen die Risiken bereits in anderen Versicherungen eingeschlossen sind. Nähere Informationen hierzu sind in den entsprechenden Versicherungsbedingungen zu finden. 

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Auslandskrankenversicherung

Von allen Versicherungen für Urlauber ist die Auslandskrankenversicherung die wichtigste Police. Wer zwischen Sylt und Bodensee Urlaub macht, muss sich im Krankheitsfall um nichts weiter kümmern und legt einfach die Karte seiner Krankenversicherung beim Arzt vor. Im Rahmen eines Auslandsaufenthalts gestaltet sich die Vorgehensweise im Krankheitsfall aber schon weniger übersichtlich: Die privaten Krankenkassen erstatten die Kosten in der Regel, die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in Ländern mit bestehendem Sozialversicherungsabkommen. Dieses gilt aber kaum über die Grenzen Europas hinaus. In der Praxis werden deutsche Krankenversicherungskarten auch innerhalb Europas oft nicht akzeptiert. Grundsätzlich ist daher für gesetzlich Versicherte eine Auslandskrankenversicherung empfehlenswert, sie sind nicht teuer und erstatten problemlos die Kosten für eine notwendige Gesundheitsbehandlung im Ausland.

Reiserücktrittsversicherung

Wann greift eine Reiserücktrittsversicherung?
Nicht jede Reise kann wie geplant durchgeführt werden und wird dann zum finanziellen Abenteuer: Die Stornokosten für eine kurzfristig abgesagte Reise liegen oft bei rund 80 Prozent. Mit einer Reiserücktrittsversicherung werden diese Rücktritts- und Stornogebühren für Reisen abgedeckt. Je nach Leistungsumfang übernimmt die Versicherung auch die Kosten für bereits begonnene Reisen, die unerwartet abgebrochen werden müssen. Sie ist allerdings nur dann gültig, wenn schwerwiegende Gründe eine Stornierung der gebuchten Reise notwendig machen. Zu diesen Gründen gehören schwere Erkrankungen, Unfälle aller Art, eine Schwangerschaft und der Verlust des Arbeitsplatzes. Naturkatastrophen fallen nicht in den Leistungsbereich der Rücktrittskostenversicherung, sondern sind ein Versicherungsfall für den Reiseveranstalter. 

Was kostet eine Reiserücktittsversicherung?
Die Kosten für eine Rücktrittskostenversicherung richten sich nach dem Reisepreis: je teurer die Reise, desto höher auch die Kosten für eine Reiserücktrittsversicherung. Günstiger sind Rücktrittsversicherungen mit Selbstbehalt. 

Wann lohnt sich eine Reiserücktrittsversicherung?
Ein solcher Versicherungsschutz lohnt sich in der Regel nur für teure Reisen, die lange im Voraus gebucht werden. Auch bestimmte Risikofaktoren wie Kinder, die immer mal krank werden können, oder gesundheitliche Probleme legen den Abschluss einer Rücktrittskostenversicherung nahe. Eine Reiserücktrittsversicherung kann bequem zusammen mit einer Reise abgeschlossen werden.
 
Die Rücktrittskostenversicherung für Reisen kann ebenso wie die Auslandskrankenversicherung für eine Reise oder als Versicherung mit ein- oder mehrjähriger Laufzeit abgeschlossen werden. Wer den Versicherungsschutz nur für eine einzelne Reise abschließen will, kann die Reiseversicherung meist gleich zusammen mit dem Urlaub buchen. Bei einer Rücktrittskostenversicherung mit Selbstbeteiligung ist eine vertraglich vereinbarte Summe im Fall eines Reiserücktritts selbst zu zahlen. Auch Gruppenreisen können mit einer solchen Versicherung abgesichert werden.

Die Reiserücktrittsversicherung wird oftmals zusammen mit der Reiseabbruchversicherung als Paket angeboten. 

Reiseabbruchversicherung

Welche Leistungen umfasst eine Reiseabbruchversicherung?
Die klassische Reiseabbruchversicherung greift, wenn die Reise aus einem vertraglich vereinbarten Grund abgebrochen werden muss. In diesem Fall erstattet die Police die nicht genutzten Reiseleistungen und Zusatzkosten wie Flugtickets, die für die Heimreise benötigt werden.

Zu den versicherten Risiken gehören je nach Vertragsgestaltung Eigentumsschäden, Ersterkrankungen und Unfallverletzungen. Die meisten Versicherer bieten unterschiedliche Versicherungssummen an, wobei grundsätzlich gilt: Je teurer die Reise, desto höher sollte auch die Versicherungsleistung kalkuliert werden.

Benötigt man eine Reiseabbruchversicherung?
Auch wenn die Reiseabbruchversicherung oft mit günstigen Preisen beworben wird: Es lohnt sich zu prüfen, ob man diesen Tarif wirklich benötigt. Natürlich kann jedermann im Urlaub schwer erkranken oder durch ein anderes schwerwiegendes Ereignis zum Reiseabbruch gezwungen sein – besonders bei preisgünstigen Reisen bleiben Betroffene allerdings nur auf geringen Kosten sitzen, wenn sie früher abreisen. Nicht jeder Rückreisegrund wird zudem von der Versicherung für eine Rückerstattung anerkannt. Wer sich beispielsweise im Urlaub mit einer Grippe herumärgern muss, kann die Abbruchversicherung in der Regel nicht in Anspruch nehmen. Häufig werden Reiseversicherungen, die den Fall eines Reiseabbruchs abdecken, auch für Geschäftsreisende angeboten, die regelmäßig unterwegs sind. Diese Personengruppe ist aber unter Umständen bereits über vergleichbare Kreditkarten-Leistungsbereiche für den Reiserücktritt versichert. Auch Privatreisende sollten prüfen, ob ihr Kartenanbieter solche Leistungen automatisch mit anbietet. 

Reisegepäckversicherung

Die Reisegepäckversicherung deckt das Reisegepäck gegen Beschädigung und Verlust ab. Diese Police hört sich erst einmal sinnvoll an, ist in der Praxis aber selten notwendig. Reisegepäckversicherungen lohnen sich in der Regel nicht, weil sie nur den Verlust von Kleidung und Papieren abdecken. Reisebegleiter wie Bargeld oder Notebooks sind im Versicherungsumfang meist nicht enthalten. Wer also wertvolle Gegenstände mit auf die Reise nimmt, muss diese ohnehin separat versichern. Für einen verlorenen Koffer voller Kleidung und Kosmetikartikel würde die Reisegepäckversicherung dann einen bestimmten Prozentsatz erstatten. Für die Inanspruchnahme der Reisegepäckversicherung ist jedoch eine Schadenmeldung am Urlaubsort notwendig. Die Reisegepäckversicherung kann für die Dauer des Urlaubs oder mit einer mehrjährigen Laufzeit abgeschlossen werden.

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Skiversicherung

Die Skiversicherung deckt Schäden und auch Schadenersatz bei Diebstahl der Ski und der Skiausrüstung ab. Mit dieser privaten Absicherung erhält man aber zum Beispiel auch die Kosten ersetzt, welche für die Bergung nach einem Unfall entstehen. Des Weiteren sind grundsätzlich auch Personenschäden und ein Krankenhaustagegeld enthalten. Auch der Rücktransport oder etwaige Überführungen können in den Versicherungsvertrag aufgenommen werden.

Es gilt jedoch, die unterschiedlichen Angebote zu vergleichen. Es gilt bspw. auf die im Versicherungsvertrag genannten Einschränkungen bei Diebstahl zu achten. Die Skiversicherung variiert in dieser Hinsicht sehr stark. In erster Linie kommt es stets darauf an, wo und wann der Diebstahl passiert. Nicht immer wird der Versicherungsschutz gewährt. Häufig gilt dieser nur für bestimmte Uhrzeiten oder wenn die Skier in geschlossenen Räumen oder Fahrzeugen aufbewahrt werden. Bleiben diese vor der Skihütte und werden dort entwendet, kann die Versicherung schnell leistungsfrei bleiben.

Damit der Schutz also umfassend und den individuellen Bedürfnissen entsprechend ist, empfiehlt es sich, nicht nur die Konditionen, sondern auch etwaige Einschränkungen im Vertrag genau anzusehen. Dasselbe gilt bei einem potenziellen Selbstbehalt, der im Schadensfall vom Versicherungsnehmer selbst zu bezahlen ist.