Ratenkredit

Schuldenfalle Ratenkredit

Sie möchten eine größere Anschaffung tätigen? Dann kann ein Ratenkredit für Sie die richtige Wahl sein. Was Sie bei einer Finanzierung beachten müssen und wie Sie eine Überschuldung vermeiden, verraten wir Ihnen.

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Ratenkredit - nicht nur beim Autokauf

Für die Finanzierung größer Anschaffungen wie beispielsweise eines Autos benötigten viele Privatpersonen einen Kredit. Ein Ratenkredit bietet die Möglichkeit bei mangelnder Liquidität auch eine größere Investition zu tätig. Gerade in jüngster Vergangenheit wurden Verbraucher aber zunehmend dazu animiert, kleinere Beträge zu finanzieren. Das offensive Anbieten von Finanzierung war einst vor allem im Bereich der Automobilindustrie üblich, ist aber inzwischen auch bei Versandhäusern und Konsumgütern gängig. Mittlerweile arbeiten viele Handelsketten mit Banken zusammen und offerieren ihren Kunden den Kauf auf Raten. Fast alles ist inzwischen finanzierbar, sei es ein neues Sofa, der hochmoderne Plasma-Fernseher oder die neuen Winterreifen.

Neben Händlern fordern aber auch vermehrt Banken Verbraucher auf, zu konsumieren. So werben beispielsweise viele Privatbanken offensiv im Funk und Fernsehen, aber auch zunehmend durch die mit Direktansprache um Kunden. Ebenso hat die einfache Beantragung eines Ratenkredits über das Internet dafür gesorgt, dass zunehmend mehr Verbraucher einen Kredit in Anspruch nehmen.

Der Kauf auf Raten hat sich in den letzten Jahren stark etabliert. Viele Kritiker bemängeln, dass es den Verbrauchern zu einfach gemacht wird, eine Sache zu finanzieren. Häufig verlieren Verbraucher die Übersicht und tappen in die Schuldenfalle. Nur durch eine Umschuldung ist es dann noch möglich, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und die Privatinsolvenz abzuwenden.

Grundlagen für einen Ratenkredit

Ein Ratenkredit ist ein Verbraucherkredit. Er wird zwischen Kreditnehmern und Kreditgeber für eine vertragliche festgelegte Laufzeit sowie zu festen Konditionen geschlossen. Ein Ratenkredit sieht eine gleichmäßig hohe Rate vor. Diese Rate - in der Regel ist sie monatlich fällig - setzt sich aus der Tilgung des geliehenen Kapitals sowie den Zinsen als auch den Bearbeitungs- sowie Vermittlungsgebühren zusammen.

Die Angebote der verschiedenen Gesellschaften unterscheiden sich teilweise stark. Aus diesem Grund sollten Verbraucher die Konditionen der verschiedenen Anbieter unbedingt vergleichen. Prinzipiell ist ein schneller und einfacher Online-Kreditvergleich denkbar. Nach der Eingabe weniger Daten erhält der Interessent die Konditionsangaben der verschiedenen Banken. In der Regel handelt es sich bei den angegebenen Zinskonditionen jedoch um bonitätsabhängige Werte. Selbst sehr gut verdienende Kreditnehmer werden nur selten den beworbenen Zinssatz erhalten.

Den tatsächlichen effektiven Zinssatz erhalten Kreditnehmer erst bei einer Kreditanfrage bei der Bank. Viele Verbraucher denken, dass sie durch die Kreditanfrage bei mehreren Banken das beste Angebot finden und auswählen können. Dies ist jedoch nur bedingt der Fall, da jede Kreditanfrage bei der Schufa gespeichert wird und eine Vielzahl von Anfragen zu einem schlechteren Score führen kann. Falls die beauftragte Bank jedoch bei der Auskunftseinholung das Merkmal "Anfrage Kreditkondition" anstelle von "Anfrage Kredit" einholt, erfolgt keine Verschlechterung bei der Einstufung.

Vor- und Nachteile vom Ratenkredit

Viele Faktoren sprechen für einen Ratenkredit. So sind beispielsweise die monatlichen Raten und somit auch die finanziellen Belastungen während der gesamten Laufzeit gleich. Aufgrund des festgelegten und unveränderbaren Zinssatzes besteht für den Kreditnehmer Planungssicherheit, somit besteht für ihn kein Zinsänderungsrisiko. Durch die zunehmende Anzahl von Anbietern können Kreditnehmer vergleichsweise günstige Konditionen und vor allem individuell auf sie zugeschnittene Angebote erhalten. So kann beispielsweise neben dem Kreditbetrag auch die Laufzeit oder die Höhe der monatlichen Rate frei gewählt werden.

Viele dieser Vorteile stellen aber auch gleichzeitig Nachteile dar. Die gleichmäßige monatliche Rate bewirkt beispielsweise, dass die anfängliche Tilgung sehr gering ist, die Restschuld sinkt minimal. Ebenso kann der Kreditnehmer durch den festgeschriebenen Zinssatz nicht von positiven Veränderungen profitieren. Eine erneute Umschuldung ist aufgrund erneuter Gebühren oder der Vorfälligkeitsentschädigung selten sinnvoll.

Ebenso geht der Verbraucher mit einem Ratenkredit eine langfristige Verpflichtung ein. Häufig können veränderte Lebenssituationen dazu führen, dass der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Eintritt der Arbeitslosigkeit. Viele Banken bieten zwar Restschuldversicherungen an, in der Regel werden die Raten für ein solches versichertes Risiko aber erst zeitversetzt, also erst ab dem 4. oder 6. Monat, gezahlt.

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