Private Pflegeversicherung

Privater Zusatzschutz für die Pflege

Die private Pflegeversicherung ergänzt den unzureichenden gesetzlichen Schutz. Wer als Pflegefall nicht zum Sozialfall werden möchte, sollte über eine zusätzliche Pflegeversicherung nachdenken. Man hat die Wahl zwischen Pflegetagegeld- und Pflegekosten-versicherungen.

Die Pflegekosten explodieren. Ein Platz im Pflegeheim kann bis zu 3.500 Euro im Monat kosten. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt jedoch nur knapp die Hälfte der Kosten. Wer sein Hab und Gut im Pflegefall schützen will, kann dies über die private Pflegeversicherung tun.

Wer gesetzlich versichert ist, kann eine Pflegezusatzversicherung abschließen. Versicherte der privaten Krankenversicherung sind über die private Pflegepflichtversicherung abgesichert. Doch auch dieser Schutz ist nicht ausreichend. Eine ergänzende Pflegeversicherung ist auf jeden Fall zu empfehlen.

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Welche private Pflegeversicherung gibt es?

Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen folgenden Arten der zusätzlichen Pflegeversicherung:

  • Pflegekostenversicherung oder
  • Pflegetagegeldversicherung.

Die Pflegekostenversicherung übernimmt bis zu einem bestimmten Prozentsatz die von der (sozialen oder privaten) Pflegepflichtversicherung noch nicht gedeckten Kosten bei stationärer Pflege. Je nach Tarif und Gesellschaft können auch die Kosten bei ambulanter Pflege erstattet werden.

Bei der Pflegetagegeldversicherung kommt das vereinbarte Tagegeld für jeden Tag der festgestellten Pflegebedürftigkeit zur Auszahlung. Dabei ist es unerheblich, wie hoch die tatsächlichen Kosten der Pflege sind. In der privaten Pflegeversicherung muss zunächst eine Karenzzeit durchlaufen werden. Dies ist die Zeit, in der die Versicherungen nicht leisten, wenn der Versicherungsfall eintritt.

Warum ist die private Pflegeversicherung sinnvoll?

Der demographische Wandel bedroht auch die Pflegeversicherung. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt stetig an und könnte im Jahr 2030 auf über drei Millionen ansteigen. Zudem sind die Leistungen der (sozialen und privaten) Pflegepflichtversicherung bei weitem nicht ausreichend, um die Kosten für die Pflege zu decken. Die Leistungen sind lediglich zur Hälfte durch die Pflichtversicherung gedeckt. Zudem besteht das Risiko, ein Pflegefall zu werden, für junge wie alte Menschen.

Um nicht in die Armutsfalle zu tappen, sollte man über eine private Pflegeversicherung nachdenken. Denn nur damit können die Versorgungslücken der Pflegepflichtversicherung geschlossen werden. Ob man sich für die Pflegekosten- oder die Pflegetagegeldversicherung entscheidet, ist dabei von den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen abhängig.

Die Kosten der Pflege kann man an Hand der aktuellen Pflegestatistiken ermitteln. So lässt sich dann abwägen, welche Form der privaten Pflegeversicherung gewählt werden sollte.

Private Pflegeversicherung

Damit der Versicherte die Leistungen bei Krankheit und Pflege möglichst aus einer Hand erhält, erfolgt die Pflegeversicherung grundsätzlich dort, wo auch die Krankenversicherung besteht.  

Nach dem Grundsatz „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ schließen die privat Krankenversicherten die Pflegeversicherung bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen ab. Gesetzlich Versicherte sind in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Gesetzlich wie privat Versicherte sollten diesen Grundschutz um die private Pflegeversicherung ergänzen.

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