Private Krankenversicherung im Online-Beitragsrechner

Aktuelle Beiträge der PKV-Tarife 2017 im Überblick

Was sind die Vor- und Nachteile einer privaten Krankenversicherung (PKV) und welches sind die gesetzlichen Voraussetzungen für 2017? Erfahren Sie, was die Besonderheiten bei Kosten und Leistungen in der PKV sind. Mit dem Online-Rechner erhalten Sie einen aktuellen Preisvergleich.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für Arbeitnehmer gilt eine gesetzlich festgelegte Einkommensgrenze. Nur wer 2017 über der Versicherungspflichtgrenze 57.600 EUR brutto verdient, darf in die PKV wechseln. Beamte und Selbständige können jederzeit der Privaten beitreten.
  • Der Beitrag orientiert sich am Alter, Gesundheitszustand und den versicherten Leistungen.
  • Wer weniger verdient, muss trotzdem den vollen Beitrag entrichten.
  • Können Sie sich die PKV dauerhaft leisten?
  • Leistungen vergleichen und beitragsstabile Tarife wählen.

Aktueller Beitragsvergleich: So viel kosten die PKV-Tarife

Alter, Gesundheitszustand und gewünschter Leistungsumfang - diese Faktoren bestimmen, wie hoch der Preis zu Vertragsbeginn ausfällt. Das Geschlecht wird seit 2013 nicht mehr für einen Vergleich herangezogen. Seit der Einführung der Unisex-Tarife gelten in der PKV einheitliche Prämien für Frauen und Männer. Nur wenn diese Kriterien in einem Rechner erfasst werden, erhalten Sie einen korrekten Beitrag. Aufgrund der Tarifvielfalt sowie der Komplexität bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen, ist es empfehlenswert, sich von einem Experten beraten zu lassen.

Die PKV-Tarife lassen sich grob in diese drei Kategorien einteilen:

  • Einsteigerschutz: Günstige Tarife mit Leistungen auf Basis der GKV
  • Komfortschutz: Optimales Preis-Leistungsverhältnis
  • Topschutz: Beste medizinische Absicherung, dafür hohe Prämien

Zu den am häufigsten genannten Vorteilen einer privaten Krankenkasse zählen kürzere Wartezeiten und schnellere Terminvergabe beim Arzt, hochwertige Behandlung und bessere Unterbringung im Krankenhaus sowie Erstattung von Heilpraktikerleistungen.

PKV Tarifrechner

Soll ich in die PKV wechseln?

Checkliste:

1. Prüfung der Versicherungspflicht:

Für Arbeitnehmer gilt die Versicherungspflichtgrenze von 56.200 EUR brutto im Jahr.

2. Familiensituation:

Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen sind in der PKV nicht beitragsfrei versichert.

3. Alter:

Personen über 50 Jahre zahlen als Neumitglied in der PKV einen hohen Beitrag. Je jünger man ist, desto günstiger ist die Private.

4. Gesundheit:

Wer gesund ist, kann ohne Probleme in die PKV wechseln. Vorerkrankungen führen zu höheren Beiträgen.

5. PKV im Alter:

Die Ersparnis zur GKV sollte man für steigende Beiträge im Rentenalter ansparen.

6. Rückkehr in die GKV:

Ältere Personen über 55 Jahren können nicht in die gesetzliche Krankenkasse zurück, selbst wenn sie arbeitslos werden oder das Gehalt unter die Entgeltgrenze rutscht.

Gesetzlich oder privat? Diese Unterschiede gibt es

Die Versicherungssysteme GKV und PKV unterscheiden sich grundlegend bei Beitrag und Leistungen. Aus diesem Grund sollte man vor dem Übertritt in das private System zwischen den Vor- und Nachteilen der beiden Systeme abwägen.

Vergleich der Beiträge

  • In der GKV richten sich die Beiträge prozentual nach dem Einkommen. Bei einem Verdienst innerhalb der Beitragsbemessungsgrenze, bezahlt man bei höherem Einkommen mehr.
  • In der PKV zahlt jede Person einen eigenen Beitrag. Maßgeblich für den zu zahlenden Beitrag sind das Alter und der Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss sowie der Versicherungsumfang. 

Vergleich der Mitversicherung von Familie

  • Ehepartner ohne oder mit nur geringfügigen Einkünften sind in der GKV beitragsfrei mitversichert. Dies gilt ebenso für Kinder bis zu einem bestimmten Alter.
  • In der PKV existiert keine beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen.

Vergleich der Kalkulation

  • Die aktuellen Einnahmen werden in der GKV dazu verwendet, um die Ausgaben der aktuellen Generation zu finanzieren. Altersbedingte Mehrausgaben werden auf alle Versicherten umgelegt. Höhere Leistungsausgaben sowie der demographische Wandel sorgen für Finanzierungsprobleme.
  • In der PKV versucht man Beitragserhöhungen durch den Aufbau von Altersrückstellungen zu begegnen. Diese werden für jeden Versicherten gebildet. Die Rückstellungen werden am Kapitalmarkt angelegt und verzinst.

Leistungsunterschiede zwischen GKV und PKV

GKV PKV
Krankenhausleistungen In der Regel Mehrbettzimmer, Zuzahlung von 10€/Tag bis max. 28 Tage/Jahr, Behandlung durch Belegarzt bzw. diensthabenden Arzt Je nach Tarif freie Wahl unter allen Krankenhäusern, freie Arztwahl (auch: Chefarzt), Ein-/Zweibettzimmer, keine Zuzahlung
Ambulante Behandlung Behandlung ausschließlich durch Ärzte mit Kassenzulassung Freie Arztwahl
Sehhilfen Keine Leistungen, Ausnahme: Personen mit schweren Sehbeinträchtigungen und Kinder In tariflicher Höhe mitversichert
Augen-Lasern Keine Leistungen für Lasik-Behandlungen Je nach Tarif mitversichert
Heilpraktiker Keine Leistungen Je nach Tarif mitversichert
Vorsorgeuntersuchung Auf gesetzlich festgeschriebene Programme (auch auf Alter) beschränkt Je nach Tarif, auch außerhalb gesetzlicher Programme
Arznei- und Verbandmittel Soweit nichr von Verordnung ausgeschlossen, Zuzahlung 10%, mind. 5€, max. 10€ Erstattung in tariflich gewählter Höhe
Heilmittel Zuzahlung von 10% plus 10€ Rezeptgebühr Erstattung in tariflich gewählter Höhe
Hilfsmittel Zuzahlung zu allen Hilfsmitteln von 10%, mind. 5€, max. 10€; nur in allgemein gebräuchlicher Ausführung Je nach Tarif bei medizinischer Notwendigkeit ohne Einschränkung auf einen engen Leistungskatalog
Zahnärztliche Behandlung Einfache Versorgungsform, z.B. Amalgam Keine Beschränkung auf einfache Versorgungsformen

Private Krankenversicherung: Beratung mindert Kosten

Aufgrund der komplexen Tarifstruktur besteht die Gefahr einer Über- oder Unterversorgung. Letztere entsteht, wenn ein Kunde bei Vertragsabschluss ausschließlich auf den Preis achtet. Wichtig ist, dass genau die Leistungen im Vertrag enthalten sind, die Sie benötigen. Daher empfehlen wir Ihnen, die unabhängige Beratung zur privaten Krankenversicherung zu nutzen. So stellen Sie sicher, dass Sie keine unnötigen Leistungen versichern und zu viel Beitrag zahlen und im Krankheitsfall optimal abgesichert sind.

Überblick zur PKV-Beratung

Wie findet man einen unabhängigen Berater? Grundsätzlich müssen sich Kunden zwischen einer Betreuung durch einen Versicherungsvermittler oder einem Versicherungsberater entscheiden. Die wesentlichen Unterschiede:

  • Einfirmenvertreter (ist an ein Unternehmen gebunden), Mehrfirmenvertreter (bietet mehrere Versicherer an) und Versicherungsmakler (Vermittlung aller Unternehmen) erhalten eine erfolgsabhängige Provision für die Vermittlung. Die Beratung ist für den Kunden in jedem Fall kostenlos. Kritiker bezweifeln die Neutralität.
  • Versicherungsberater, Verbraucherzentralen oder spezialisierte Anwälte verlangen für die Beratung ein Honorar. Dieses wird entweder pauschal erhoben oder als Stundensatz abgerechnet. Der Kunde zahlt die Beratung aus der eigenen Tasche, auch wenn er keine Versicherung abschließt.

Unser Tipp: Versicherungsvertreter, die auf Provisionsbasis arbeiten, müssen Ihnen vor Vertragsunterzeichnung die Höhe der Provision offenlegen. Durch den Vergleich verschiedener Angebote erkennen Sie, ob der Vermittler Ihnen das Produkt mit der höchsten Provision verkaufen will.

Achten Sie bei der Honorarberatung auf eine gute Vorbereitung auf das Gespräch. Notieren Sie sich im Vorfeld Ihre Fragen. Nur so nutzen Sie die Beratung effektiv und halten die Gebühr für das Gespräch gering.

Checkliste: Beitragsentwicklung in der PKV - worauf muss ich achten?

Der Einstiegsbeitrag ist nicht die Prämie, die Sie im Rentenalter zahlen müssen. Daher sollten Sie vor einem Abschluss auf die Beitragsentwicklung des gewählten Tarifs achten:

  • Tarifalter: Junge Tarife weisen oft eine ungünstige Entwicklung auf. Die Tarife sind knapp kalkuliert und werden durch den Tarifwechsel von Altkunden belastet. Nur ein Tarif, der mindestens 10 Jahre alt, sollte in die engere Auswahl genommen werden.
  • Annahmepolitik des Versicherers: Ein Anbieter, bei dem sich jeder Interessent versichern kann, wächst zwar stark, hat aber bald mit Problemen durch Nichtzahler und kranke Versicherte zu kämpfen. Daher: Ein PKV-Unternehmen sollte eine strikte Selektion durchführen und nur Kunden mit ausreichender Bonität und wenigen Vorerkrankungen versichern.
  • Umfang des Neugeschäfts: Qualitatives Wachstum ist tendenziell vorteilhaft für die weitere Beitragsentwicklung. Ein Unternehmen, das Kunden verliert, ist für die Zukunft nicht so gut gerüstet wie ein Versicherer, der attraktiv für Neukunden ist.
  • Beitragsentwicklung für Bestandskunden: Wie haben sich die Beiträge in den letzten 10 bis 20 Jahren entwickelt? Die Historie der Prämien von alten Tarifen gibt einen Hinweis, ob der Versicherer solide kalkuliert hat.

Private Krankenversicherung Tarifrechner

Die Private Krankenversicherung ist ab 2015 im Vergleich zur gesetzlichen Kasse noch günstiger. Mit dem PKV-Tarifrechner erhalten Sie das für Sie günstigste Angebot!

Private Krankenversicherung Tarifrechner

Wie finde ich eine solide Privatversicherung?

Wer einen Versicherungsantrag unterzeichnet, bindet sich in der Regel langfristig einen Versicherer. Prüfen Sie vor Abschluss sorgfältig, ob Tarif und Anbieter Ihren Vorstellungen entsprechen. Hilfreich Merkmale einer soliden Krankenversicherung enthält die folgende Checkliste:

  • Alter der Versicherung: Ein Anbieter, der bereits seit Jahrzehnten am Markt ist, verfügt über ausreichende Kenntnisse der komplizierten Beitragskalkulation und hat bereits mehrere Krisen überstanden.
  • Kennzahlen: Prüfen Sie versicherungsgeschäftliches Ergebnis, Nettoverzinsung und Rückstellungsquote. Positive Kennzahlen deuten darauf hin, dass der Versicherer in der Lage ist, die Beiträge auch künftig stabil zu halten. 
  • Beitragsstabilität: Tarifverläufe aus der Vergangenheit zeigen, ob es "Beitragssprünge" mit hohen Anpassungen gegeben hat. Vor allem lange Zeitreihen von 10 Jahren und mehr sollten zur Beitragsentwicklung herangezogen werden.
  • Service: Zu den Leistungen eines PKV-Anbieters sollten eine Hotline und Kontaktmöglichkeiten per Internet gehören. Auch die Schnelligkeit bei der Rechnungserstattung ist ein wichtiges Kriterium. 
  • Beitragsrückerstattung: Eine Prämienrückzahlung erhalten Sie, wenn Sie keine Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen. Ihr Beitrag fällt dadurch noch geringer aus.

PKV-Rechner: Tarife im Jahr 2015

Anbieter Tarif Selbstbeteiligung in EUR Beitrag in EUR
Berechnungsbeispiel für:
Prämien für 30-jährige (Mann/Frau) mit Mehrbettzimmer und 80 EUR Krankentagegeld ab dem 43. Tag
Hinweis: Gesamtbeitrag vor Abzug des Arbeiteberanteils
Quelle: SoftFair, Stand: 01.02.2015
HanseMerkur KVS1, T43, PVN 500 262,85
Signal Iduna START, ESP-VA43, PVN 480 271,11
Münchener Verein 865 BC ALPHA, 381, PVN 300 284,23
Continentale ECONOMY-U, V 43-U, PVN Fallbezogen 288,42
VK Bayern CP-Start 900 (B), TA 43, PVN 900 296,50

Marktanteile in der PKV

Anbieter nach Bruttobeitrag (1) nach Versicherten (2) Wachstum (3)
(1) Marktanteil in % auf Basis der Beitragseinnahmen 2011
(2) Marktanteil in % auf Basis der vollversicherten Personen 2011
(3) Veränderung der Vollversicherten in % zwischen 2006 bis 2011
Quelle: map-Report 817-819, 11/2012
DKV 14,2 10,1 -5,78
Debeka 14 24,5 7,92
Allianz 9,2 7,7 -9,81
Axa 7 8,5 9,65
Central 6,5 5,5 18,49
Signal Iduna 6 5,3 -3,81
Bayerische Beamten 4,3 4,3 1,43
Barmenia 4,3 3,4 -0,78
Continentale 4,1 4,3 6,2
Hallesche 3 2,6 13,04

Vorsicht vor Billig- und Einsteigertarifen

Nur aufgrund geringerer Beiträge sollte man sich nicht in die private Krankenversicherung wechseln. Das wichtigste Kriterium sind die Tarifleistungen. Die PKV sollte die Leistungen enthalten, die Ihnen wichtig sind bzw. für die hohe Kosten entstehen können. Nicht alle Tarife in der PKV bieten die gesetzlichen Kassenleistungen. Vor allem Billigtarife, die weniger als 100 Euro im Monat kosten, weisen gefährliche Leistungslücken auf. So zahlen die Versicherer z.B. nicht für ambulante Psychotherapie oder teure Hilfsmittel wie Rollstühle oder Dialysegeräte. Meist werden Arzthonorare nur zu einem geringeren Satz vergütet. Der Versicherte bleibt im Ernstfall auf einem Teil der Kosten sitzen. Wer vor Abschluss einen ausführlichen Vergleich der privaten Krankenversicherung vornimmt und sich von einem Experten beraten lässt, kann sich gegen unzureichende Tarife schützen.

Wer darf in die PKV wechseln?

Die private Krankenversicherung steht nicht jedem offen. Im Sozialgesetzbuch ist geregelt, wer sich privat krankenversichern darf. Grundsätzlich hängt der Übertritt in das Privatsystem vom Beruf und/oder Einkommen ab. 

Neben den sozialrechtlichen Voraussetzungen wird auch der Gesundheitszustand bei der Antragstellung berücksichtigt. Gesunde Menschen erhalten daher günstigere Konditionen als Personen mit Vorerkrankungen. Selbst wenn der Übertritt aus der GKV möglich ist, sollte man weitere Faktoren wie die persönliche Familienplanung bei der Entscheidung berücksichtigen.

In der PKV sind knapp 9 Millionen Personen krankenversichert, rund 22 Millionen haben eine private Zusatzversicherung abgeschlossen.

In die private Krankenversicherung (PKV) kann nur folgender Personenkreis wechseln:

  • Arbeitnehmer deren Brutto-Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet,
  • Freiberufler und Selbstständige (unabhängig vom  Einkommen),
  • Beihilfeberechtigte wie Beamte, Richter, Bundestags- und Landtagsabgeordnete.

Trifft keiner dieser Punkte zu, besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse.

Wer von der Gesetzlichen in die Private wechselt, ist an diese Entscheidung gebunden. Eine Rückkehr in das gesetzliche System ist grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen bestehen bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres  bei Arbeitslosigkeit und wenn das Gehalt zu einem späteren Zeitpunkt die Versicherungspflichtgrenze unterschreitet.

Durch den Basistarif wurde in der PKV jedoch ein Sozialtarif geschaffen, bei dem sich der Beitrag für die private Krankenversicherung am gesetzlich fixierten Höchstbeitrag der Krankenkassen orientiert. Somit ist gewährleistet, dass eine private Versicherung auch in der Rente noch bezahlbar ist.

Das sind die zentralen Vorteile der Privaten

Die private Krankenversicherung bietet viele Leistungsvorteile gegenüber den gesetzlichen Kassen. Dazu zählen:

  • Chefarztbehandlung,
  • Einzelzimmer im Krankenhaus,
  • Keramik-Zahnersatz und
  • Behandlung von Heilpraktikern.

Daneben existieren zahlreiche weitere Leistungsparameter, die dafür sorgen, dass man in der Privaten ein höheres Leistungsniveau erhält. So müssen privat Versicherte keine langen Wartezeiten beim Arzt in Kauf nehmen und erhalten schnellen einen Termin beim Facharzt. Dies hängt mit der höheren Vergütung für Privatversicherte zusammen.

Die Leistungen können in der PKV je nach Bedarf vereinbart werden und auch später noch verändert werden. Allerdings darf der Privatversicherer bei Leistungsverbesserungen eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen. Insofern zahlt es sich aus, gleich bei Vertragsabschluss einen hochwertigen Schutz zu vereinbaren. Andernfalls kann der Versicherer bei gesundheitlichen Beschwerden den höherwertigen Schutz zu einem späteren Zeitpunkt verwehren.

PKV-Leistungsvergleich: Individuelle Tarife

Die private Krankenversicherung schreibt Ihnen nicht vor, zu welchem Arzt Sie gehen müssen. Sie haben die freie Arzt- und Krankenhauswahl. Die Leistungen werden nach dem Kostenerstattungsprinzip gewährt, d.h. Sie erhalten die Rechnungen des Behandlers und reichen diese zur Kostenerstattung an ihre Krankenversicherung weiter. Bei Krankenhausaufenthalten wird direkt zwischen Hospital und PKV abgerechnet.

Der Versicherungsschutz in der PKV ist individuell vereinbar. Die Leistungen werden in einem Vertrag festgehalten und können nicht einseitig von der Versicherung gekürzt werden. Dadurch erhalten Sie für die Zukunft garantierte Versicherungsleistungen.

Bei den Krankenkassen erfolgt die Erstattung nach dem Sachleistungsprinzip. Nach Vorlage der Versichertenkarte erhalten Sie medizinische Leistungen. Als Behandler stehen Ärzte mit Kassenzulassung zur Verfügung. Durch Zuzahlungen und Leistungsausschlüsse müssen Versicherte einen Teil der Kosten selbst tragen.

Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung

Wissenswertes zu Altersrückstellungen
In der privaten Krankenversicherung ist der Beitrag so kalkuliert, dass in jungen Jahren die tatsächlich verursachten Kosten für die Krankenversicherung geringer sind als der Beitrag. Ab einem bestimmten Alter werden dann mehr Leistungen in Anspruch genommen, als die PKV an Beitragseinnahmen erhält. Die Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten und dem Beitrag wird in Form der Altersrückstellung für das Alter zurückgelegt. Die Altersrückstellungen wandern dabei in einen Kapitalanlagetopf des Versicherers, der mit einem gesetzlich vorgegebenen Garantiezins verzinst wird. Für die private Krankenversicherung liegt der Garantiezinssatz bei 3,5 Prozent. Wenn die PKV am Kapitalmarkt einen Zins oberhalb dieses Mindestsatzes erwirtschaftet, werden die so erzielte Überzinsen den Versicherten zu großen Teilen wieder gutgeschrieben. Auf diese Weise wird über die Vertragslaufzeit eines Kunden Kapital zur Beitragsentlastung im Alter aufgebaut.

Da die Berücksichtigung der Altersrückstellungen in der Vergangenheit von den einzelnen privaten Krankenkassen unterschiedlich gehandhabt wurde und einige Versicherer vorsichtiger kalkulierten als andere, führte dies u.a. zu deutlichen Differenzen bei den Beitragserhöhungen. Seit 2000 hat der Gesetzgeber daher vorgeschrieben, dass ein 10 Prozent-Zuschlag auf den Beitrag erhoben werden muss. Der Zuschlag wird ab dem 22. Lebensjahr des Versicherten erstmals erhoben und ist bis zum 61. Lebensjahr zu zahlen. Im Idealfall werden die steigenden Gesundheitskosten zwischen dem 65. und 80. Lebensjahr komplett abgemildert. Sofern ab dem 80. Lebensjahr noch Mittel aus dem Beitragszuschlag vorhanden sind, werden diese zur Beitragsreduktion eingesetzt. Der gesetzliche Zuschlag dient also ausschließlich für die Kostendämpfung in der Rente.

Gesetzliche Regelung zur Übertragbarkeit der Altersrückstellungen
In den Beiträgen für die private Krankenversicherung sind Altersrückstellungen enthalten. Damit wird eine Vorsorge für höhere Krankheitskosten von älteren Versicherten getroffen.  Für Privatversicherte mit Abschluss vor dem 1.1.2009 gehen beim Wechsel des Versicherers die Altersrückstellungen komplett verloren. Für ab dem 1. Januar 2009 neu abgeschlossene PKV-Verträge gilt, dass beim Wechsel in den Basis- oder jeden anderen Tarif eines anderen Versicherer die Rückstellungen im Umfang des Basistarifs übertragen werden können. Alle Privatversicherten können sich zudem die vollen Rückstellungswerte anrechnen lassen, wenn sie einen Tarifwechsel innerhalb des eigenen Unternehmens vornehmen. In der Regel ist es für langjährig Privatversicherte günstiger, den Tarif und nicht den Versicherer zu wechseln. 

Formulare zur PKV

Sie sind umgezogen und wollen Ihre neue Anschrift mitteilen? Sie nutzen eine neue Kontoverbindung oder wollen Ihren Vertrag kündigen? Kein Problem mit den Formularen zur privaten Krankenversicherung. Wir bieten Ihnen kostenlose Vordrucke zum Versand an Ihren Versicherer an. Sie müssen lediglich Ihre persönlichen Daten ergänzen, das Formular ausdrucken und unterzeichnet an die Gesellschaft senden. Aus Gründen der Rechtssicherheit empfehlen wir den Versand per Einschreiben mit Rückschein.

Allgemein

Häufige Fragen zur privaten Krankenversicherung

Erfasst der PKV Rechner Tarife für bestimmte Berufsgruppen?

Bei der Berechnung der PKV-Tarife müssen Sie neben Ihrem Geburtsdatum auch die Angabe zu Ihrer Berufsgruppe vornehmen. Der Online-Tarifrechner enthält für folgende Berufsgruppen die passenden Tarife:


  • Angestellte,
  • 
Beamte, 

  • Selbständige und
  • 
Studenten.



Bitte beachten Sie, dass es für Angehörige medizinischer Berufe (Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker) ebenfalls spezielle Tarife gibt. Da diese jedoch nur von wenigen privaten Krankenversicherern angeboten werden, ist ein aussagefähiger Vergleich nicht möglich. Wir bitten Sie daher, als Berufsgruppe "Selbständige" auszuwählen und in den Notizen zu vermerken, dass Sie ein Angehöriger eines medizinischen Berufs sind.

Ist trotz Online Vergleich eine Beratung zur PKV zu empfehlen?

Einmal privat - immer privat. Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist eine Entscheidung für´s Leben. Wer einmal privat versichert ist, kommt nur bei bestimmten Lebensumständen wieder zurück in die gesetzliche Kasse. Der Auswahl eines beitragsstabilen und leistungsstarken Versicherers kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

Im Rahmen einer persönlichen Beratung können Ihre Präferenzen berücksichtigt werden. Legen Sie z.B. Wert auf Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder Erstattung von Leistungen eines Heilpraktikers? Unsere Berater erfassen Ihre Wünsche und stellen Ihnen die Vor- und Nachteile der PKV-Tarife dar. Besondere Beachtung erfahren die Beitragsentwicklungen in der Vergangenheit. Nur solide kalkulierte Tarife und solide Versicherer machen Sie zu einem zufriedenen Kunden.

Kann ich zurück in die gesetzliche Kasse wechseln?

Einmal PKV, immer PKV - dieser Satz stimmt nicht immer. Wer mit seinem Gehalt als Arbeitnehmer unter der Einkommensgrenze verdient oder arbeitslos wird, kommt automatisch in die GKV zurück. Ausgeschlossen ist dies allerdings für Personen, die das 55. Lebensjahr vollendet haben. Beamte, Freiberufler und Selbständige bleiben während ihrer Tätigkeit in der PKV

Kann man trotz Vorerkrankungen Mitglied einer Privaten werden?

Grundsätzlich können auch Personen mit gesundheitlichen Beschwerden in der private Kassensystem eintreten. Die Versicherer behalten sich allerdings vor, einen Beitragszuschlag zu verlangen. In besonders schweren Fällen wird der Antrag abgelehnt. Für Beamte und Neugeborene gelten Sonderregelungen. Krankheiten, die nach Vertragsbeginn auftreten, führen nicht zu einem Zuschlag.

Warum gibt es einen Selbstbehalt?

Die Selbstbeteiligung führt in der PKV zu niedrigeren Beiträgen, weil der Verwaltungsaufwand des Versicherers geringer ist. Rechnungen werden erst ab einer bestimmten Höhe von den Versicherten eingereicht. Zudem führt die höhere Eigenverantwortung der Versicherten zu einer verantwortungsvollen Inanspruchnahme der Ärzte. Wer Geld sparen will, wählt einen Tarif mit einer hohen Selbstbeteiligung.

Warum sollte man private Krankenversicherungen vergleichen?

Wer sich für eine private Krankenversicherung interessiert, sollte sich nicht für das günstigste Angebot entscheiden. Denn im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sind die Leistungen und der Beitragssatz in der PKV nicht vom Gesetzgeber vorgegeben. So enthalten besonders günstige Angebote in der Regel drastische Leistungseinschränkungen. So können z.B. Behandlungen für ambulante Psychiatrie oder Heilpraktiker ausgeschlossen sein. Ebenso können Ärzte nur mit geringeren Sätzen abrechnen. Als Versicherter riskiert man, dass ein Großteil der Behandlungskosten aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss.

Auch beim Beitrag für die private Krankenversicherung gibt es gravierende Unterschiede zwischen den Anbietern. Unterkalkulierte Beiträge sorgen für massive Beitragssteigerungen. Für den Laien ist es nicht ersichtlich, warum ein besonders günstiges PKV-Angebot nicht zu empfehlen ist. Deshalb bieten wir Ihnen zunächst einen Online Vergleich zur privaten Krankenversicherung für den ersten Überblick an. Sollten Sie ein konkretes Interesse haben, in die PKV zu wechseln, können Sie unsere spezialisierten PKV-Berater kontaktieren, die Sie vor Ort beraten.

Was bedeutet Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung ?

In bestimmten Situationen muss die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung (PKV) ruhen. In der Regel lohnt sich für diesen Zeitraum eine Anwartschaft. Der Vertrag wird dadurch nicht gekündigt, sondern kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

In bestimmten Lebensphasen wird der Schutz über eine PKV nicht benötigt. Dies ist z.B. der Fall, wenn Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse eintritt. Weil eine Kündigung und späterer Neuabschluss den Verlust der Altersrückstellungen und eine neue Gesundheitsprüfung mit sich bringt, bietet sich die Anwartschaftsversicherung an. Der Vertrag ruht für eine bestimmte Zeit. Während der Anwartschaft ruht der Versicherungsvertrag. Der Versicherte zahlt einen Anwartschaftsbeitrag, der die Verwaltungskosten deckt und die Altersrückstellungen aufbaut. Ein Anspruch auf Versicherungsleistungen besteht während der Anwartschaft nicht. Nach Ablauf des Anwartschaftszeitraums kann der Versicherungsschutz zu den alten Konditionen wieder aufgenommen werden. Der Versicherte muss dafür einen Anwartschaftsbeitrag zahlen.

Voraussetzungen für die Ruhensversicherung
Die Anwartschaftsversicherung wird empfohlen, wenn der Zustand, in dem kein PKV-Schutz benötigt wird, vorübergehender Natur ist. Für den Abschluss sind allerdings bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu zählen:

  • Versicherungspflicht in der GKV ohne Befreiungsmöglichkeit 
  • Wegzug ins Ausland 
  • Vorübergehende Arbeitslosigkeit 
  • Anspruch auf freie Heilfürsorge
  • Anspruch auf Familienhilfe 
  • Wirtschaftliche Notlage 

Entfällt eine dieser Voraussetzungen, tritt der ursprüngliche Versicherungsschutz wieder in Kraft. Dabei ist keine erneute Gesundheitsprüfung notwendig.

Kosten der Anwartschaftsversicherung
Der Beitrag für die Anwartschaftsversicherung hängt vom versicherten Tarif und der gewählten Anwartschaft ab. In der Regel bewegen sich die Kosten zwischen 5 bis 35 Prozent des Tarifbeitrags, je nachdem ob nur der Gesundheitszustand (kleine Anwartschaft) oder zusätzlich noch das Alter (große Anwartschaft) festgehalten werden sollen. In jedem Fall ist vor dem Abschluss einer Anwartschaftsversicherung ein Tarif- und Beitragsvergleich zu empfehlen. Besonders Personen, die erst künftig in die PKV wechseln, sollten den "Normalbeitrag" für den Vollkostentarif im Auge behalten. Ein geringer Anwartschaftsbeitrag kann darüber hinwegtäuschen, dass der eigentliche PKV-Beitrag viel zu hoch ist bzw. der Tarif mit Beitragssteigerungen zu kämpfen hat.

Was passiert, wenn man den Beitrag zur PKV nicht zahlen kann? - Notlagentarif für Privatversicherte

Im ersten Schritt sollte man mit seinem Versicherer sprechen, was es für Optionen gibt. Möglich sind z.B. die Stundung der Beiträge, der Wechsel in einen günstigeren Tarif, die Reduzierung von Versicherungsleistungen oder die Erhöhung eines Selbstbehalts. Wer hilfebedürftig ist, kann jederzeit in den Basistarif wechseln. Wer seine Prämien für mehrere Monate nicht entrichtet, kann in den Notlagentarif umgestuft werden. 

Seit 1. August 2013 gilt per Gesetz, dass private Krankenversicherungen (PKV) einen Notlagentarif anbieten müssen. Säumige Beitragszahler werden bei Beitragsrückstand automatisch in diesen sogenannten Nichtzahlertarif umgestuft.

Wer wird in den Notlagentarif umgestuft?
Der Notlagentarif kann nicht separat abgeschlossen werden. Es handelt sich um einen Spezialtarif für Nichtzahler von PKV-Beiträgen. Die Umstellung in diesen „Nichtzahlertarif“ erfolgt in dem Fall, wenn man nach der zweiten Mahnung durch den Versicherer die Schulden nicht innerhalb des nächsten Monats begleicht. Das zweite Mahnschreiben enthält den Hinweis, dass der Vertrag ruhend gestellt wird, wenn kein Ausgleich innerhalb der genannten Frist vorgenommen wird. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt automatisch die Umstufung mit Beginn des nächsten Monats. Die Rückkehr in den alten Tarif ist erst möglich, wenn alle ausstehenden Beiträge, Säumnis- und Mahnkosten vollständig bezahlt wurden.

Besonderheiten des Notlagentarifs

  • Freiwilliger Wechsel in den oder aus dem Notlagentarif ist ausgeschlossen. 
  • Die Versichertenkarte für Privatversicherte darf nicht verwendet und muss dem Versicherer ausgehändigt werden.
  • Der Notlagentarif gilt bei vorübergehender Zahlungsunfähigkeit. 
  • Hilfebedürftige im Sinne des Sozialrechts erhalten vom Staat einen Beitragszuschuss und können in den Basistarif wechseln.
  • Der Arbeitgeberzuschuss verringert den Beitrag für Arbeitnehmer. 
  • Tarifstufe NLTN sowie NLTB für Beihilfeberechtigte mit Erstattung von 20, 30 oder 50% der Behandlungskosten. 
  • Außerordentliches Kündigungsrecht für den Versicherer, wenn ihm die „Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht zugemutet werden kann“ (§ 14 Abs. 1 AVB/NLT). 

Kosten des Notlagentarifs
Um eine finanzielle Überforderung zu verhindern bzw. die Situation für den Versicherten nicht zu verschlimmern, ist der Beitrag außerordentlich gering. Ziel ist es, den Versicherten die schnelle Rückzahlung der Schulden zu ermöglichen. Aus diesem Grund wird auf die Bildung von Altersrückstellungen verzichtet. Zudem soll für Betroffene dadurch der Anreiz entstehen, schnell wieder in den bisherigen Tarif zurückzukehren. Der Beitrag für den Notlagentarif wird von jedem PKV-Unternehmen selbst kalkuliert und gilt dann einheitlich für alle Betroffenen des Versicherers. Bis zu 25 Prozent des Monatsbeitrags können sogar aus den vorhandenen Altersrückstellungen gedeckt werden. Dies bedeutet, dass der Notlagentarif für Versicherte mit langer Vertragslaufzeit günstiger ausfällt. Ein allgemein gültiger Beitrag für den Notlagentarif existiert somit nicht. Man darf allerdings davon ausgehen, dass ca. 100 bis 130 EUR pro Monat als Kosten anfallen.

Leistungen: Was ist versichert?
Für den Notlagentarif gelten besondere Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB/NLT). Aufgrund der besonderen Beitragskalkulation erstattet die PKV lediglich Kosten für Behandlungen bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen sowie alle mit Schwangerschaft und Mutterschaft zusammenstehende Aufwendungen. Für Kinder und Jugendliche werden zudem die Kosten von medizinisch notwendigen Heilbehandlungen aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls sowie Kosten für Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen übernommen.

Welche PKV-Tarifmodelle gibt es?

In der privaten Krankenversicherung existieren zahlreiche Tarifmodelle. Interessenten können sich je nach individuellen Bedürfnissen und Preisvorstellungen absichern. Für die Tarife lässt sich folgende Unterscheidung treffen:

Einsteigerschutz
Prinzip: Günstiger Tarif mit Leistungen auf Basis der gesetzlichen Krankenkassen.

  • Vorteil: Günstige Krankenversicherung, Beitragsersparnis
  • Nachteil: Geringer Leistungsumfang, teilweise unterhalb des GKV-Niveaus

Beispielhafte Leistungsbestandteile:

  • Primärarzt-/ Hausarztprinzip 
  • Mehrbettzimmer im Krankenhaus 
  • 50-60% Erstattung für Zahnersatz
  • Keine Erstattung für Heilpraktiker 
  • 75-80% Erstattung bei direktem Facharztbesuch 
  • Zuzahlungen für Heil- und Hilfsmittel 10-20% 

Komfortschutz Prinzip
Tarife mit optimaler Kombination aus Preis und Leistung.

  • Vorteil: Umfangreichere Leistungen, günstiges Preis-/Leistungsverhältnis 
  • Nachteil: Keine Vollversorgung, Leistungseinbußen in bestimmten Bereichen 

Beispielhafte Leistungsbestandteile:

  • 2-Bettzimmer mit Chefarztbehandlung 
  • 70-80% Erstattung für Zahnersatz 
  • Ambulante Psychotherapie mit Einschränkungen 
  • Heilpraktiker mit Einschränkungen 
  • Zuzahlungen für Brillen, Heil- und Hilfsmittel 

Topschutz Prinzip
Premium-Schutz mit Luxusleistungen.

  • Vorteil: Hochwertige Versorgung, keine Eigenbeteiligungen, Inanspruchnahme von Privatärzten und Privatkliniken 
  • Nachteil: Hoher Beitrag 

Beispielhafte Leistungsbestandteile:

  • 1-Bettzimmer mit Chefarztbehandlung 
  • 75-90% Erstattung für Zahnersatz 
  • Ambulante Psychotherapie zu 100% 
  • Heilpraktiker zu 100% 
  • Geringe Zuzahlungen für Brillen und Kontaktlinsen

Modul- oder Kompakttarife für den individuellen Schutz
Grundsätzlich lässt sich die Unterscheidung in Modul- und Kompakttarife vornehmen. Die Modul- oder Bausteintarife sind die klassischen, seit den 1970er Jahren angebotenen PKV-Tarife. Versicherte können die Bausteine aus ambulanten, stationären und Zahnleistungen individuell gestalten und z.B. das Mehrbettzimmer im Krankenhaus mit hohen Leistungen im ambulanten Bereich kombinieren. Die Kompakttarife beinhalten ein vorgegebenes Leistungspaket für (zahn-)ärztliche und stationäre Behandlungen. Der Versicherte hat geringere Wahlmöglichkeiten im Vergleich zum modularen Tarifaufbau. Daher sind ist der Einzel-Kompakttarif in der Regel günstiger. In jedem Fall sollte man vor Abschluss eines Vertrages einen umfangreichen Leistungsvergleich vornehmen, um hohe Zuzahlungen im Krankheitsfall zu vermeiden.

Welche private Krankenversicherungen sind im Rechner enthalten?

Der Online Tarifrechner berücksichtigt die PKV-Tarife folgender Gesellschaften:

  • Allianz  (APKV)
  • Alte Oldenburger
  • ARAG
  • AXA
  • BBKK - Bayerische Beamtenkrankenkasse
  • CENTRAL
  • Concordia
  • Continentale
  • CSS Schweiz
  • DBV-Winterthur
  • Debeka
  • Deutscher Ring 
  • DEVK
  • DKV Deutsche Krankenversicherung AG
  • Gothaer  
  • Hallesche
  • HanseMerkur
  • HUK-Coburg
  • INTER Krankenversicherung a.G.
  • LKH Landeskrankenhilfe
  • LVM
  • Mannheimer
  • Mecklenburgische
  • Münchener Verein
  • Nürnberger
  • R+V Krankenversicherung AG
  • SDK Süddeutsche Krankenversicherung
  • Signal-Iduna Krankenversicherung a.G.
  • Union (Sparkassen Versicherung)
  • Universa Krankenversicherung a.G.
  • Versicherungskammer Bayern
  • VGH / Provinzial Krankenversicherung
  • Württembergische

Die Tarife werden laufend aktualisiert, so dass Sie stets die gültigen Tarifprämien und Leistungen erhalten.

Wie finde ich einen guten Krankenversicherer?

Eine private Krankenversicherung sollte bestimmte Mindestleistungen enthalten und die eigenen Präferenzen erfüllen. So sollte man z.B. Wert auf Leistungen für Heilpraktiker, Psychotherapie sowie Heil- und Hilfsmittel achten. Doch auch der Service und die kompetente Betreuung spielen eine Rolle. Nicht zuletzt sollte man die Beitragsentwicklung in der Vergangenheit überprüfen. Hilfreich ist zudem eine Analyse der Unternehmenskennzahlen. Ist der Versicherer solide aufgestellt und erwirtschaftet Erträge?

Wie werden Rechnungen erstattet?

In der PKV gilt das Kostenerstattungsprinzip. Dies bedeutet, dass Abrechnungen von Ärzten, Heilpraktikern oder Apotheken zunächst direkt Ihnen als Versichertem erfolgen. Sie müssen die Rechnungen selbst bezahlen und reichen die Belege bei Ihrer Versicherung zur Erstattung ein. So erhalten Sie stets einen Überblick, welche Leistungen vom Arzt abgerechnet wurden. In Tarifen mit Beitragsrückerstattung ist es sinnvoll, Rechnungen bis zu einem bestimmten Betrag selbst zu tragen, weil die Prämienrückzahlung höher ausfällt.

Wird die Private im Alter immer teurer?

Für Ihre Krankenversicherung werden Sie künftig tiefer in die Tasche greifen müssen - egal ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind. Auch private Kassen sind von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen (z.B. Höhere Löhne für Ärzte und Angestellte, neue Behandlungsmethoden, teurere Medikamente) betroffen. Über die Altersrückstellungen spart jeder Kunde Geld für das Alter an, damit die Beiträge nicht so stark angehoben werden müssen. Wer lange privat versichert ist, sollte einen Tarifwechsel bei seiner Gesellschaft prüfen, um Geld zu sparen.