Vorteile der privaten Krankenversicherung
PKV mit Beitrags- und Leistungsvorteilen
Die Entscheidung für die private Krankenversicherung ist eine Lebensentscheidung. Der Schritt zum Wechsel in das Privatsystem sollte daher wohl überlegt sein. Zahlreiche Leistungseinschränkungen und Beitragserhöhungen bei den gesetzlichen Kassen haben das Interesse an der PKV geweckt. Neben Beamten, Freiberuflern und Selbständigen können jedoch nur besserverdienende Arbeitnehmer den Wechsel vollziehen.
In den Medien kursieren verschiedene Vorteile einer privaten Krankenversicherung. Günstige Beiträge, hohe Leistungen und individuelle Tarife werden in der Regel genannt. Die hohe Zufriedenheit der Privatversicherten wird in verschiedenen Umfragen bestätigt. Unser Ratgeber verschafft Ihnen einen Überblick zu den zentralen Pluspunkten einer Privatabsicherung.
Vorteil 1: Private Krankenversicherung bietet freie Tarifwahl
Privat Krankenversicherte können sich frei entscheiden, welchen Tarif sich abschließen. Jeder Versicherer bietet Basispakete mit gesetzlichen Kassenleistungen, Premiumtarife und Toptarife mit hochwertigen Leistungen an.
So hat jeder die Wahl, ob die Beitragsersparnis oder der Leistungsgedanke im Vordergrund steht. Der private Krankenversicherer schreibt den Versicherten nicht vor, welche Leistungen man absichern sollte.
Zu dem Vorteil der freien Tarifwahl gesellt sich noch die freie Wahl einer Selbstbeteiligung. Wer sich entscheidet, die ersten Arztrechnungen aus der eigenen Tasche zu zahlen, kann seinen monatlichen Beitrag reduzieren. Wer bereits die erste Rechnung erstattet haben möchte, wählt einen Tarif ohne Eigenbeteiligung.
Bei manchen Tarifen werden Vorsorgeuntersuchungen nicht auf die Selbstbeteiligung angerechnet. Dies bedeutet, dass man ärztliche und zahnärztliche Vorsorge durchführen kann, ohne die Rechnungen zahlen zu müssen.
Vorteil 2: Frei Arzt- und Krankenhauswahl
Als privat Krankenversicherter kann man sich den Behandler selbst aussuchen. Jedes - auch privat betriebene - Krankenhaus und jeder Arzt können konsultiert werden. Die Leistungen der privaten Krankenversicherung werden vertraglich festgelegt und sind für die komplette Laufzeit garantiert.
So sichert man sich z.B. die Behandlung durch den Chefarzt und die Unterbringungen im Einzelzimmer bei stationären Aufenthalten. Wer auf alternative Heilmethoden Wert legt, soll sicherstellen, einen entsprechenden Tarif auszuwählen.
Wichtig: Die Leistungen gelten grundsätzlich europaweit ohne zeitliche Beschränkung. Weltweit bietet jedes PKV-Unternehmen zwei Monat Versicherungsschutz.
Vorteil 3: Hohe Leistungen
Privat Versicherte erhalten hochwertige Leistungen. In den leistungsstarken PKV-Tarifen sind keine Zuzahlungen oder Beschränkungen für Medikamente vorgesehen. Alternative Heilmethoden und Rechnungen des Heilpraktikers werden ebenfalls erstattet. Sogar Brillengläser und Kontaktlinsen muss man nicht vollständig selbst zahlen.
Die gravierendsten Unterschiede gibt es im stationären und Zahnbereich. PKV-Versicherte werden im Krankenhaus vom Chefarzt behandelt und können im Einzelzimmer liegen, während gesetzlich Versicherte im Mehrbettzimmer mit dem Belegarzt Vorlieb nehmen müssen.
Beim Zahnarzt erhalten privat Versicherte einen hohen Erstattungssatz für Inlays, Kronen und kieferorthopädische Maßnahmen. Auch die Kosten für hochwertige Materialien werden vom Versicherer übernommen. Die halbjährliche professionelle Zahnpflege zählt ebenfalls zum Leistungspaket der PKV.
Vorteil 4: Günstige PKV-Tarife
Vor allem Freiberufler und Selbständige können in der privaten Krankenversicherung viel Geld sparen. Durch die Möglichkeit, bestimmte Einsteiger- oder Existenzgründertarife abzuschließen, kann man die monatliche Belastung deutlich reduzieren.
Wer eine größere Eigenverantwortung übernehmen möchte, vereinbart mit dem PKV-Unternehmen eine hohe Selbstbeteiligung. Auf diese Weise lässt sich die monatliche Beitragsbelastung deutlich reduzieren. Die Versicherer bieten für Selbständige Eigenbeteiligungen von 1.000 bis 5.000 Euro an.
Vorteil 5: Altersrückstellungen
Gesundheit ist ein teures Gut. Zudem nehmen die Gesundheitskosten mit dem Alter zu. Die private Krankenversicherung berücksichtigt die höhere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen im Alter bereits bei der Beitragskalkulation.
Für jeden PKV-Versicherten werden Altersrückstellungen gebildet. Diese werden ab dem 65. Lebensjahr dazu eingesetzt, damit die Beiträge im Alter nicht mehr steigen müssen. Die Altersrückstellungen werden vom Versicherer verzinslich angelegt.
Per Gesetz müssen die privaten Krankenversicherer zehn Prozent vom Beitrag als Altersrückstellung zurücklegen. Auf diese Weise sorgen privat Versicherte bereits in jungen Jahren für das Alter vor.
Weitere Informationen
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