Testsieger der privaten Krankenversicherung

Aktuelle PKV-Testsieger von Stiftung Warentest

Die Entscheidungsfindung für eine private Krankenversicherung wird maßgeblich durch Tests beeinflusst. Sie geben Verbrauchern eine Hilfestellung bei der Wahl eines geeigneten Anbieters. Zahlreiche Rating-Agenturen veröffentlichen Testberichte und küren ihre Testsieger. Erfahren Sie, welche Anbieter bei der Stiftung Warentest vorne liegen und worauf Sie beim Vergleich der Testergebnisse achten sollten.

Bei den Testverfahren kommen unterschiedliche Analysen zur Anwendung. Bei manchen Agenturen liegt der Schwerpunkt auf dem Preis-/Leistungsverhältnis (Stiftung Warentest), bei anderen wird die Unternehmensqualität und Beitragsstabilität in den Vordergrund gerückt (Assekurata). In den meisten Fällen werden die Leistungen der PKV-Tarife unter die Lupe genommen. Ziel der Ratings ist es, einen Testsieger zu ermitteln. Der Versicherer darf das Testsiegel so lange verwenden, bis die Agentur eine neue Rangliste erstellt. Die PKV-Tests werden in unterschiedlichen Zeiträumen durchgeführt.

Für die meisten Interessenten ist die Leistungsbeurteilung der Tarife besonders wichtig. Schließlich gilt das einmal gewählte Versicherungspaket für die gesamte Vertragslaufzeit. Da ein nachträglicher Anbieterwechsel mit Nachteilen verbunden ist, bedeutet dies in der Regel eine lebenslange Bindung an einen Krankenversicherer. Wer sich zu Vertragsbeginn für den falschen Tarif entscheidet, spürt die Konsequenzen mitunter ein Leben lang.

Ratingergebnisse für den PKV-Markt im Überblick

Versicherer ASSEKURATA map-Report Morgen & Morgen Softfair
Allianz Sehr gut (Jan. 2014) Sehr gut Ausgezeichnet Gut
Alte Oldenburger Exzellent (Jan. 2015) Sehr gut Ausgezeichnet Hervorragend
ARAG - - Schwach Gut
AXA - - Sehr Schwach Mangelhaft
Barmenia - Hervorragend Schwach Gut
Central - - Schwach Ausreichend
Concordia Sehr gut (Sept. 2013) Sehr gut Sehr gut Sehr gut
Continentale - - Durchschnittlich Gut
Debeka Exzellent (Feb. 2014) Hervorragend Sehr gut Gut
Deutscher Ring Sehr gut (Sept. 2014) Hervorragend Durchschnittlich Sehr Gut
DKV - Sehr gut Durchschnittlich Gut
Hallesche Sehr gut (Jan. 2014) Sehr gut Durchschnittlich Sehr Gut
HanseMerkur - Sehr gut Durchschnittlich Gut
HUK-Coburg Sehr gut (Dez. 2013) Sehr gut Schwach Ausreichend
Inter Sehr gut (Jan. 2014) Sehr gut Durchschnittlich Sehr Gut
LVM Exzellent (Okt. 2013) Sehr gut Sehr Gut Sehr Gut
Nürnberger Sehr gut (Jan. 2014) Sehr gut Durchschnittlich Ausreichend
R+V - Hervorragend Durchschnittlich Sehr Gut
SDK Sehr gut (Dez. 2013) Sehr gut Durchschnittlich Sehr Gut
SIGNAL Sehr gut (Sept. 2014) Hervorragend Sehr gut Hervorragend

Diese Ratings und Testverfahren gibt es

Zu den bekanntesten Tests zählt das Ranking der Stiftung Warentest - Finanztest. Die Analyse wird in unregelmäßigen Abständen durchgeführt. Grundlage für die Bewertung sind Musterkunden, für die bestimmte Mindestanforderungen festgelegt werden. Für jeden Tarif wird ein Qualitätsurteil in Form von Schulnoten vergeben. In das Ergebnis fließt das aktuelle Preis-/Leistungsverhältnis zu 70% ein. Mit einer Gewichtung von 30% wird die Beitragsentwicklung für Neukunden in den letzten acht Jahren berücksichtigt. Je nach Berufsgruppe wird ein Testsieger ermittelt.

Der PKV-Test von Focus-Money wird mit Unterstützung der Rating-Agentur Franke & Bornberg durchgeführt. Die Gesamtbewertung setzt sich aus den Teilbereichen Beitragshöhe (40% Gewichtung), Bonität des Anbieters (20%) und Leistungsqualität des Tarifs (40%) zusammen. Die Zeitschrift Öko-Test ermittelt den Testsieger durch eine umfassende Leistungsanalyse. Dazu legen die Analysten bestimmte Mindestkriterien fest, so dass nur leistungsstarke Tarife in das Ranking einfließen. Insgesamt werden 34 Kriterien zu ambulanten, stationären, Auslands- und Zahnleistungen abgefragt.

Beim Assekurata-Test handelt es sich um ein kundenorientiertes Unternehmensrating. Die Gesellschaften werden in den Teilbereichen Sicherheit (5% Gewichtung), Kundenorientierung (25%), Erfolg (25%), Wachstum (10%) und Beitragsstabilität (35%) einer Prüfung unterzogen. Die Versicherer können entscheiden, ob die Note veröffentlicht werden soll. Das Analysehaus Morgen & Morgen testet die Unternehmenskennzahlen der privaten Krankenkassen in den Teilbereichen Ertrag, Finanzsicherheit und Wachstum. Dabei werden bestimmte Mindestanforderungen festgelegt, die in den Teilbereichen mindestens erzielt werden müssen. Gleichzeitig wird ein Beitragsstabilitäts-Test durchgeführt.

Zu den Pionieren bei den Testverfahren für private Krankenversicherer zählt der map-Report. Die Anbieter müssen eine Prüfung in den Teilbereichen Bilanz, Service und Vertrag durchlaufen. Dabei werden acht Bilanzkennzahlen, vier Kennzahlen zum Service und zwölf Kennzahlen zum Vertrag erfasst. Das sogenannte m-Rating soll einen Überblick aus "harten" Unternehmenskennzahlen und "weichen" Faktoren wie Beschwerden und Gesundheitsmanagement geben.

PKV Testsieger 2014

KV-Rating Unternehmensqualität 2014

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung überprüft verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Nur bei stabilen Erträgen, geringen Kosten und Markterfolg sind stabile Beiträge gewährleistet. Im Rahmen des aktuellen Ratings wurden 34 Versicherer an Hand der Teilbereiche Stabilität / Größe, Sicherheit, Ertragskraft / Gewinn und Markterfolg bewertet.

Folgende Anbieter wurden zu den besten gekürt:

  • Alte Oldenburger - Gesamtnote: 1,1
  • Signal Krankenversicherung - Gesamtnote: 1,2
  • Debeka - Gesamtnote: 1,5
  • Deutscher Ring - Gesamtnote: 1,5

Morgen & Morgen Rating der KV-Unternehmen 2014

Das M&M Rating der KV-Unternehmen bezieht die Jahre 2009 bis 2013 in die Bewertung mit ein. Dabei werden verschiedene Kennzahlen aus den Geschäftsberichten der Versicherer herangezogen, z.B. die Nettoverzinsung oder das versicherungsgeschäftliche Ergebnis. Die einzelnen Kennzahlen werden in einem Fünf-Sterne-Schema zusammengefasst. Die Bestnote von fünf Sternen konnten 2014 folgende PKV-Anbieter erzielen:

  • Allianz
  • Alte Oldenburger
  • DEVK
  • Mecklenburgische
  • Provinzial

Das Fazit für den PKV-Markt von Morgen & Morgen lautet, dass sich die Anbieter trotz Kapitalmarktkrisen und schwierigem Marktumfeld stabil halten. Die Analyse zeigt, dass die Versicherer finanziell solide aufgestellt sind und über umfangreiche Sicherheitsmittel gegen künftige Beitragsanpassungen verfügen.

Wirtschaftswoche 06/2014: „Diese privaten Krankenversicherungen sind ihr Geld wert“

Der aktuelle Test wurde vom Analysehaus Softfair erstellt. Für das Ranking wurden rund 800 Tarife für 30- und 50-Jährige unter die Lupe genommen. Die Leistungen flossen zu 70 Prozent in die Bewertung ein, die aktuelle Prämienhöhe wurde mit 30 Prozent berücksichtigt. Je höher die Leistung für den Beitrag ist, desto mehr Sterne wurden vergeben.

Die besten Tarife für 30-Jährige:

  • HanseMerkur: KVS1, PSV, T43, PVN, Monatsbeitrag: 303,64 Euro, Note: 5 Sterne
  • Debeka: N, NC, KT43, PVN, Monatsbeitrag: 480,16 Euro, Note: 5 Sterne
  • ARAG: K0, 37, PVN, Monatsbeitrag: 461,40 Euro, Note: 5 Sterne

Zu beachten ist allerdings, dass der Testsieger-Tarif der HanseMerkur lediglich 3.490 Leistungspunkte erzielen konnte, während sowohl Debeka (4.315 Punkte) als auch ARAG (3.610 Punkte) weitaus mehr Leistungen bieten. Nur durch den günstigen Beitrag konnte sich die HanseMerkur durchsetzen. Die leistungsstärksten Tarife in diesem Ranking bieten die Inter (QMP 300 U, TAN6 U, PVN) und die R+V (AGILpremium, TA6U, PVN.

Die besten Tarife für 50-Jährige:

  • HanseMerkur: KVS1, PSV, T43, PVN, Monatsbeitrag: 538,06 Euro, Note: 5 Sterne
  • ARAG: K600, 37, PVN, Monatsbeitrag: 612,08 Euro, Note: 5 Sterne
  • Hallesche: NK1, URZ, KT 43, PVN: Monatsbeitrag: 636,38, Note: 5 Sterne
  • Continentale: ECONOMY-U, KS-U/150, SP2, V43-U, PVN: Monatsbeitrag: 524,88 Euro, Note: 5 Sterne

Finanztest 05/2014 - „Gesetzlich oder privat?“

Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist nicht für jede Berufsgruppe sinnvoll. Während Beamte von den Vorteilen der PKV profitieren, sollten sich Angestellte und Selbständige den Wechsel gut überlegen, so das Fazit von Stiftung Warentest. In jedem besteht zwischen der freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV und einer privaten Vollversicherung kaum noch ein Beitragsunterschied. Denn die Einführung der Unisex-Tarife hat zu einer deutlichen Verteuerung der Policen geführt. Vorteil der geschlechtsunabhängig kalkulierten Tarife: Der Leistungsumfang ist deutlich umfangreicher als bei den gesetzlichen Kassen.

Die aktuellen Testsieger:

Beamte:

  • Concordia: Tarif BV20, BV30, Note: Sehr gut (0,5)
  • HUK-Coburg: Tarif B 501, Note: Sehr gut (1,2)
  • Debeka: Tarif B20K, B30, WL 20K, WL 30, Note: Gut (1,8)

Angestellte:

  • HUK-Coburg: Tarif Komfort 2, KT6, Note: Sehr gut (1,4)
  • Provinzial Hannover: Tarif VKA+u, KHPnu, KHUnu, KT-A 6, Note: Sehr gut (1,5)
  • Nürnberger: Tarif TOP6, S2, ZZ20, TA6, Note: Gut (1,8)

Selbständige:

  • Provinzial Hannover: Tarif VKSu, KHPnu, KHUnu, KTG-S 4, Note: Sehr gut (1,5)
  • Bayer. Beamten-Krankenkasse: Tarif GC 900S, VitalPlus, Zahn 2, TAF 29, Note: Gut (1,7)
  • HUK-Coburg: Tarif Komfort2, KT3, Note: Gut (1,8)

map-Report: m-Rating 2014

Von den rund 40 PKV-Anbietern wurden 19 mit einem Marktanteil von ca. 70 Prozent im Bereich der Kranken-Vollversicherung analysiert. Im Kern werden beim m-Rating Kennzahlen zur Bilanz, Beitragsentwicklung und dem Service untersucht. In Summe können 100 Punkte als Maximalwert erzielt werden. Wie in den Vorjahren konnte sich 2014 die Debeka mit der Höchstnote „mmm“ durchsetzen. Der Versicherer punktet vor allem mit geringen Abschluss- und Vertriebskosten.

Die Bestnote konnten auch Deutscher Ring, Signal, R+V, Barmenia sowie die Provinzial erzielen. Um die Höchstnote zu erhalten sind mindestens 70 der 100 möglichen Punkte erforderlich. Axa, Central und die Gothaer lieferten unvollständige Daten und konnten daher nicht bewertet werden. Die Übersicht zum m-Rating:

  • Debeka: 83,6 Punkte, Rating: mmm
  • Deutscher Ring: 81,1 Punkte, Rating: mmm
  • Signal: 76,6 Punkte, Rating: mmm
  • R+V: 74,4 Punkte, Rating: mmm
  • Barmenia: 73,0 Punkte, Rating: mmm
  • Provinziell: 72,6 Punkte, Rating: mmm

DISQ-Studie: Beste PKV 2014

Die 20 größten privaten Krankenversicherungen wurden im März 2014 vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) analysiert. Dabei lag der Fokus auf dem Preis-Leistungs-Verhältnis, den Tarifleistungen sowie dem Service. Die Leistungsanalyse wurde in Zusammenarbeit mit dem PKV-Spezialisten Franke & Bornberg erstellt. Als „Beste private Krankenversicherer 2014“ wurden ausgezeichnet:

1. Barmenia
2. Münchener Verein
3. SDK

PKV Tarifrechner

Aktuelle PKV-Testsiegerübersicht des Jahres 2013

Finanztest 03/2013 - "Tarifwechsel ohne Reue"

In der aktuellen Analyse von Finanztest wird der Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung unter die Lupe genommen. Vor allem für langjährig Versicherte ist der Umstieg bei derselben Gesellschaft wirtschaftlich sinnvoller als ein Anbieterwechsel. An Hand von Beispielen aus der Praxis wird das Einsparpotenzial dargestellt. So verringert sich die Prämie einen 62-jährigen Mannes, der seit 25 bei der DKV Kunde ist, um 153 Euro im Monat. Ein 55-jähriger Mann mit 25-jähriger Vertragslaufzeit spart bei der Halleschen durch den Tarifumstieg monatlich 212 Euro. Allerdings sollte die Tarifoptimierung sorgsam geprüft werden. Finanztest gibt folgende Empfehlungen:

  • Schriftliche Aufforderung an den Versicherer mit der Bitte um Zusendung eines aktuelles Tarifs mit identischen Leistungen.
  • Ebenfalls sollte eine Erhöhung des Selbstbeteiligung im bestehenden Vertrag geprüft werden.
  • Fristsetzung für die Angebote stellen und auf einer schriftlichen Beantwortung bestehen.
  • Beratung über unabhängige Versicherungsberater oder die Verbraucherzentralen.

Wechselwillige sollten vor einem Umstieg prüfen (lassen), ob die Leistungen des neuen Tarifs tatsächlich die gewünschten Bereiche abdecken. Ein anderes Problem besteht seit der Einführung der Unisex-Tarife: Durch die Umstellung auf die geschlechtsneutrale Kalkulation haben sich vor allem für Männer die Prämien massiv verteuert. Ein Umstieg in die neue Tarifwelt ist in der Regel nicht sinnvoll. Für Altverträge gilt zwar nach wie vor das Recht auf Wechsel in die bisherigen Bisex-Verträge. Doch wird befürchtet, dass hier die Prämienanpassungen künftig höher ausfallen, weil die Tarife geschlossen sind und keine jungen Neukunden hinzukommen. Trotzdem sollte man nicht voreilig in den Unisex-Tarif wechseln, denn eine Rückkehr in die Alttarife ist ausgeschlossen.

Als Folge der geringen Verzinsung an den Kapitalmärkten müssen die PKV-Unternehmen den Rechnungszins von 3,5% auf 2,75% oder gar 2,5% absenken. Mit diesem Zinssatz wird der Sparanteil der Beiträge verzinst. Die Zinsabsenkung führt zu einem Beitragsanstieg von 6 bis 8 Prozent. Für Altverträge gelten (noch) die alten Rechnungsgrundlagen.

Euro 10/2013: "Hier liegen Sie richtig"

Nach der Einführung der Unisex-Tarife hat sich die Tarifwelt in der privaten Krankenversicherung komplett geändert. Im Trend liegen nun leistungsstarke Tarife. Versicherte erhalten z.B. mehr für Hilfsmittel, Inlays oder bei Psychotherapie. Dafür müssen Neukunden im Schnitt 20% mehr hinlegen. Euro hat mit dem Analysehaus KVpro die Top-Tarife getestet. Da es keine Unterscheidung mehr zwischen Frauen- und Männer-Tarifen gibt, erfolgte lediglich die Unterscheidung nach der Höhe der Selbstbeteiligung.

In die Gesamtnote flossen die Tarifbestandteile ambulante, stationäre und Zahnleistungen sowie die Beitragshöhe und Bilanzdaten des Versicherers ein. Insgesamt wurden 800 Tarife von 40 Anbietern betrachtet. Die Ergebnisse im Überblick:

Tarife ohne Selbstbeteiligung:

  • Hallesche: Tarif NK Bonus, Note: Sehr gut
  • R+V: Tarif AGIL premium, Note: Sehr gut
  • Hallesche: Tarif NK Bonus, URZ, JOKER flex, Note: Sehr gut

Tarife mit bis zu 1.000 EUR Selbstbehalt pro Jahr:

  • Barmenia: Tarif einsA expert+1, Note: Sehr gut
  • Debeka: Tarif N, NC, Note: Sehr gut
  • HanseMerkur: Tarif KVT1, PSV, Note: Sehr gut

Tarife mit mehr als 1.000 EUR Selbstbehalt pro Jahr:

  • Hallesche: Tarif NK 3, Note: Sehr gut
  • Inter: Tarif QualiMed Premium, Note: Sehr gut
  • Debeka: Tarif N-SB, NC, Note: Sehr gut
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Focus-Money 40/2013: Neue Tarifwelt

Höhere Beiträge und bessere Leistungen: So lässt sich die Tarifwelt der privaten Krankenversicherung nach Einführung der Unisex-Tarife zusammenfassen. Wer bietet das beste ausgewogene Preis-Leistungs-Verhältnis? Focus-Money ermittelte in Zusammenarbeit mit den PKV-Experten von Franke & Bornberg die besten Angebote in der Kategorie "ausgewogener PKV-Schutz".

Konkret wurden bestimmte Mindestkriterien für ambulante, stationäre und Zahnleistungen festgelegt. Insgesamt wurde für die Bewertung der Leistungsstärke 91 Detailkriterien analysiert und bewertet (40% der Gesamtnote). Gleichzeitig wurde das aktuelle Beitragsniveau unter Berücksichtigung des Selbstbehalts benotet (40% der Gesamtnote). Als dritter Faktor floss die Finanzstärke des Versicherers in die Gesamtnote ein (20% der Gesamtnote).

Folgende Anbieter gingen als Testsieger hervor:

  • Allianz: Tarif AktiMedPlus 90P, Gesamtnote: 1,40
  • Debeka: Tarif N, NG, Gesamtnote: 1,40
  • HUK-Coburg: Tarif Select Pro 0, Gesamtnote: 1,60
  • R+V: Tarif AGIL comfort U, Gesamtnote: 1,60
  • Süddeutsche: Tarif A75, ZS75, S101, Gesamtnote: 1,60

m-Rating 2013 vom map-Report

17 private Krankenversicherer mit einem Marktanteil von 60% werden vom Wirtschaftsinformationsdienst map-Report analysiert. Der Test wird in den Bereichen Bilanz, Service und vertrag durchgeführt. Insgesamt erfassen die Analysten bei ihrem m-rating 24 verschiedene Kennzahlen. Die Testsieger 2013 beim map-Report lauten:

  • Debeka: 79,55 Punkte, Rating: "mmm"
  • Deutscher Ring: 77,95 Punkte, Rating "mmm"
  • R+V: 74,30 Punkte, Rating "mmm"
  • Signal: 71,60 Punkte, Rating "mmm"
  • DKV: 70,00 Punkte, Rating "mmm"

Die Ratingnote "mmm" bedeutet eine langfristige hervorragende Bewertung.

Ältere PKV-Testberichte

DISQ-Servicestudie private Krankenversicherung 4/2012

Das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) hat im Auftrag des Senders n-tv eine Analyse die 20 größten privaten Krankenversicherer untersucht. In der aktuellen Studie wurden die Leistungen und der Service bewertet. Das Leistungsangebot der Tarife wurde in Zusammenarbeit mit Franke & Bornberg in den Punkten Qualität und Beitragshöhe benotet. In der Serviceanalyse landete die Barmenia vor dem Münchener Verein und der Süddeutschen Krankenversicherung. Die Leistungsanalyse beendete die AXA vor der Halleschen und der HanseMerkur. Das Gesamtergebnis setzt sich aus den Teilbereichen zu jeweils 50% zusammen. Als Testsieger 2012 ermittelte das DISQ:

  • AXA
  • Münchener Verein
  • Hallesche
  • Süddeutsche
  • Barmenia

Finanztest 12/2006: 344 PKV-Tarife im Test

Eine umfangreiche Bewertung durch Finanztest fand Ende 2006 statt. Insgesamt analysierten die Experten der Stiftung Warentest 344 Tarife von 36 Gesellschaften - jeweils getrennt nach Geschlecht und Berufsgruppe (Angestellte, Beamte, Selbständige). Das Qualitätsurteil setzt sich zu 70% aus dem aktuellen Preis-/Leistungsverhältnis und zu 30% aus der Beitragsentwicklung zusammen. Für die Leistungen werden bestimmte Mindestanforderungen festgelegt und Punkte vergeben. Die Beitragsstabilität wurde durch den Vergleich der Neugeschäftsbeiträge von 35-jährigen Frauen und Männern der letzten acht Jahre getestet. Die Bestnoten erhielten folgende Anbieter:

  • Tarife für angestellte Männer:  HUK-Coburg: Note "Sehr gut", Barmenia: Note "Gut", Alte Oldenburger: Note "Gut"
  • Tarife für angestellte Frauen: Alte Oldenburger: Note "Gut", HUK-Coburg: Note "Gut", Victoria: Note "Gut"
  • Tarife für selbständige Männer: Hallesche: Note "Sehr gut", HUK-Coburg: Note "Gut", Deutscher Ring: Note "Gut"
  • Tarife für selbständige Frauen: HUK-Coburg: Note "Gut", Victoria: Note "Gut", Alte Oldenburger: Note "Gut"
  • PKV-Tarife für männliche Beamte: Concordia: Note "Sehr gut", HUK-Coburg: Note "Gut", LVM: Note "Gut"
  • Tarife für weibliche Beamte: Concordia: Note "Sehr gut", HUK-Coburg: Note "Sehr gut", Deutscher Ring: Note "Gut"

Focus-Money: PKV-Testsieger 38/2012

Der umfassende PKV-Test von Focus-Money wird mit den unabhängigen Versicherungsexperten von Franke & Bornberg durchgeführt. Je Anbieter wird nur der Tarif mit der besten Gesamtnote in der Rangliste veröffentlicht. Ziel des Ratings ist eine objektive Darstellung der Leistungsqualität der privaten Krankenversicherer. Beim Test 38/2012 wurden die Tarife in der Kategorie Top-Schutz bewertet. In jedem Leistungsbereich wurden Mindestanforderungen vorgegeben. Zudem wurden die Bedingungen je nach Wichtigkeit gewichtet. Insgesamt mussten von den Anbieters Angaben zu 93 Detailfragen gemacht werden. Der Überblick über die Testsieger:

  • Hallesche, Tarif: NK Bonus, Note: 1,30
  • R+V, Tarif: AGIL premium, Note: 1,55
  • Süddeutsche, Tarif: A75, NATURprivat, ZS75, S101, Note: 1,60
  • DKV, Tarif: BestMed 5, Note: 1,65
  • Debeka, Tarif: PN, PNE, Note: 1,70  

Morgen & Morgen Rating 2012

Das "M&M Rating KV-Unternehmen" wird jedes Jahr für 32 private Krankenversicherer durchgeführt. Im Rahmen der Analyse werden zehn Bilanzkennzahlen der vergangenen fünf Jahre untersucht (u.a. Abschluss- und Verwaltungskosten, Nettoverzinsung, Eigenkapital). Dadurch lassen sich die Anbieter in den Bereichen Kosten, Solidität und Wachstum klassifizieren. Das Ergebnis des Ratings zeigt, dass sich die Krise am Kapitalmarkt auf die PKV-Anbieter auswirkt. Die Nettoverzinsung der Versicherer befindet sich im Sinkflug. Das Testergebnis zeigt einen leichten Abwärtstrend im Vergleich zum Vorjahresrating. Die Ergebnisse des Testverfahrens:

  • Spitze: Nur drei Versicherer (Alte Oldenburger, Debeka, DEVK) erhielten die Höchstbewertung von fünf Sternen.
  • Mittelfeld: 17 PKV-Unternehmen befinden sich im guten Mittelfeld mit drei oder vier Sternen (u.a. Allianz, R+V, Signal, Barmenia, DKV, Hallesche, SDK).
  • Verlierer: Nur einen Stern erhielten vier Versicherer (AXA, Central, Mannheimer, Münchener Verein).

Die Analysten bewerten die Branche insgesamt positiv. Zwar hätten sich die Bestnoten verringert, doch sei das Mittelfeld stärker zusammengewachsen. Die PKV sei gut für die Zukunft gerüstet.

Öko-Test 5/2008 und 10/2011

Der letzte umfassende Leistungstest des Magazins Öko-Test wurde bereits im Jahr 2008 durchgeführt. Durch die Vorgabe eines Leistungskatalogs wurden nur  die 156 Tarife der Topschutz-Kategorie bewertet. Kostengünstige Einsteigertarife wurden keiner Analyse unterzogen. Am besten konnten folgende Versicherer abschneiden:

  • ARAG: Tarif 205, 240, 529
  • Allianz: Tarif AktiMed Best 90
  • Mannheimer: Purisma Max
  • Münchener Verein: Tarif 701, 730, 767
  • Deutscher Ring: Tarif A 11, D 100, S 12
  • Süddeutsche: A 103, AZ 75, S 102

In der Untersuchung 10/2011 wurde das Sparpotenzial durch einen Tarifwechsel innerhalb der Versicherung im Vergleich zu einer höheren Selbstbeteiligung unter die Lupe genommen. Herangezogen wurden 83 Tarifkombinationen der größten PKV-Gesellschaften für zwei Musterkunden, die bereits seit 16 Jahren in ihrem Tarif versichert sind. Das Ergebnis: Die 55-jährigen Musterkunden konnten durch eine Tarifoptimierung bis zu 300 Euro im Monat sparen. Allerdings müssen durch die Umstufung mitunter Leistungseinbußen in Kauf genommen werden.