Rating private Krankenversicherung

Überblick zum PKV-Rating

Seit 2011 hat das Neugeschäft in der privaten Krankenversicherung (PKV) deutlich angezogen. Wer sich für einen Wechsel entscheidet, bezieht die aktuellen PKV-Rating-Ergebnisse mit ein. Zahlreiche Analysehäuser bewerten die Privatversicherer an Hand von Bilanz, Beitragsstabilität, Leistungen und Service.

PKV: Rating-Anbieter bewerten Versicherer

In die Bewertung einer privaten Krankenversicherung fließen verschiedene Faktoren mit ein. Jedes Rating-Unternehmen verwendet eigene Kriterien und unterschiedliche Gewichtungen bei der Erstellung von Ranglisten. Grundsätzlich werden folgende Parameter berücksichtigt:

  • Preis-/Leistungsverhältnis,
  • Beitragsentwicklung,
  • Bilanz,
  • Service,
  • Wachstum.

Das Ergebnis jedes PKV-Ratings ist ein Testergebnis, das entweder in Schulnoten oder in Buchstabenkombinationen ausgedrückt wird. Endkunden sollen damit die Möglichkeit erhalten, entscheidungsrelevante Informationen für die Auswahl einer privaten Krankenversicherung zu erhalten. Zu den bekanntesten Analyseunternehmen für PKV-Tarife zählen Finanztest, Assekurata, Capital, Focus-Money, Öko-Test, Guter Rat und map-Report. In der Regel veröffentlichen diese Unternehmen einmal pro Jahr eine Rangliste für die Krankenvollversicherung.

Testergebnisse beim PKV-Rating

Die Unübersichtlichkeit auf dem Markt für private Krankenversicherungen ist groß. Mehr als 3.000 Tarifkombinationen bei rund 40 Versicherern werden angeboten. Daher ist es ratsam, bei der Entscheidung für ein Unternehmen die Ratingergebnisse zu berücksichtigen. Das höchste Vertrauen bei den Verbrauchern genießen die Testergebnisse der Zeitschrift Finanztest, die zur Stiftung Warentest gehört. Die Bewertung umfasst das aktuelle Preis-/Leistungsverhältnis, das zu 70 Prozent in die Bewertung einfließt sowie die Beitragsstabilität mit 30 Prozent.

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Seit mehr als zehn Jahren testet der map-Report die Bilanzen, den Service und die Beiträge der PKV-Anbieter. Allerdings legen hier die Versicherer selbst fest, ob sie sich der strengen Prüfung unterziehen wollen. Zu den langjährigen Spitzenreitern des PKV-Ratings zählt die Debeka. Im Jahr 2011 konnten auch die DKV und die R+V mit der Bestnote "hervorragend" abschneiden. Bei weiteren achten Gesellschaften vergaben die Analysten ein "sehr gut". Darunter befinden sich u.a. die Alte Oldenburger, Signal, und Allianz.

Das Hofheimer Analysehaus Morgen & Morgen hat die Beitragsstabilität in den letzten zehn Jahren ermittelt. Ein Fünf-Sterne-Rating konnten dabei bei den Frauen die Bayerische Beamten-Krankenkasse, die DEVK, die DKV und die HanseMerkur erzielen. Bei den Männern lagen die DEVK, HanseMerkur und DKV vorne. Im Vergleich zum Durchschnitt wiesen die Top-Anbieter deutlich geringere Beitragserhöhungen auf. Bei den besten Tarifen lag der Anpassungssatz pro Jahr bei lediglich 2,2 bis 2,5 Prozent.

Aussagekraft der PKV-Ratings

Wer sich auf die Suche nach einem geeigneten Tarif in der privaten Krankenversicherung macht, wird zwangsläufig mit verschiedenen Ratingergebnissen konfrontiert. Verbraucher sollten sich bei der Entscheidung für einen Versicherer jedoch nicht auf das Urteil eines einzigen Analysehauses verlassen. Kein Rating erfasst sämtliche Kriterien, die für eine Entscheidung relevant sind. So werden z.B. bei der Zeitschrift Finanztest die Finanzkraft und die Bilanz der PKV-Unternehmen nicht untersucht.

Hilfreich ist es, wenn die Testergebnisse mehrerer Ratingagenturen herangezogen werden. Dabei sollten künftige PKV-Kunden darauf achten, dass neben "harten" Faktoren wie Bilanz und Beitragsentwicklung auch "weiche" Faktoren wie "Service" und "Kulanzleistungen" in die Bewertung einfließen.

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