Private Krankenversicherung im Alter

Wie teuer wird die PKV?

Hohe Beitragssteigerungen bei privaten Krankenversicherungen - dieses Vorurteil wird immer dann vorgetragen, wenn es um die private Krankenversicherung im Alter geht. Allerdings bildet die PKV Altersrückstellungen. Nachfolgend erhalten Sie Informationen zum System des Kapitaldeckungsverfahrens.

Vorsorge für das Alter in der PKV

In der privaten Krankenversicherung wird bereits in jungen Jahren berücksichtigt, dass die Kosten im Alter ansteigen. Daher bilden die Unternehmen nach versicherungsmathematischen Grundlagen ermittelte Altersrückstellungen. Somit können die Kosten im Alter aufgefangen werden. Folgende Säulen sorgen für die Rückstellungsbildung:

  • Altersrückstellungen,
  • Zinserträge aus den Altersrückstellungen,
  • 10 Prozent-Zuschlag auf die ambulanten, stationären und Zahn-Tarife, welcher als Altersrückstellung dient.

Damit ist gewährleistet, dass die Beiträge allein aufgrund des Älterwerdens nicht angehoben werden müssen. Jeder jüngere Versicherte zahlt daher einen höheren Beitrag als die tatsächlich verursachten Kosten für Gesundheitsleistungen. Auf diese Weise hat die private Krankenversicherung bereits 150 Milliarden Euro an Rückstellungen für das Alter angespart. Dies macht die PKV nahezu unabhängig von der demografischen Entwicklung.

Vorteilhaft ist, dass die Altersrückstellungen verzinslich angelegt werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Mindestzins von 3,5 Prozent pro Jahr. Daher steigen die finanziellen Mittel zur Beitragsreduzierung im Alter weiter an. Überproportionale Beitragserhöhungen für ältere Versicherte können so vermieden werden.

Warum die PKV teurer wird

Die Kosten im Gesundheitswesen erhöhen sich laufend. Neue Therapien und Medikamente, steigende Löhne für das medizinische Personal und höhere Pflegesätze in den Krankenhäusern ziehen Beitragssteigerungen nach sich. Die Inflation im Gesundheitssektor liegt dabei über dem Anstieg der allgemeinen Lebenshaltungskosten.

Kein Wunder, dass die Beitragseinnahmen und die Leistungsausgaben bei den privaten Krankenversicherungen jährlich überprüft werden müssen. Aufgrund von teureren Gesundheitsleistungen müssen zwangsläufig die Beiträge für den Versicherungsschutz angepasst werden. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bildet die PKV Rückstellungen für das Alter.

Zudem bieten die privaten Versicherer jedem Kunden einen vertraglich garantierten Leistungsanspruch. Kürzungen oder die Einführung von Selbstbehalten nach Vertragsabschluss gibt es in der PKV nicht. Kein Wunder, dass sich die medizinischen Kostensteigerungen auch auf die Beitragshöhe auswirken müssen. Im Gegensatz zur GKV erhalten die privaten Kassen auch keine Steuerzuschüsse zur Stabilisierung.

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Senkung der Beiträge im Alter

Im Alter sind die Einkünfte in der Regel geringer als während der Erwerbsphase. Die private Krankenversicherung bietet jedoch verschiedene Möglichkeiten, den Beitrag im Alter zu senken. Damit kann die monatliche Belastung teilweise deutlich reduziert werden.

Der Versicherungsschutz kann vom Versicherten jederzeit angepasst werden. Durch den Wechsel in einen anderen Tarif oder Vereinbarung einer höheren Selbstbeteiligung ist eine Beitragsreduzierung möglich. Als Alternative bietet sich z.B. eine Umstellung vom Einbett- auf das sogenannte Mehrbettzimmer an. In jedem Fall sollte man sich vor einem Wechsel des Tarifs umfassend über die Leistungsveränderungen informieren.

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