Praxisausfallversicherung

Praxisausfallversicherung: gut versichert für den Ernstfall

Mit einer Praxisausfallversicherung decken Ärzte und Rechtsanwälte finanzielle Risiken durch Krankheit oder Unfall ab. Die Vorteile der Police und alternative Versicherungen.

Was ist eine Praxisausfallversicherung?

Selbstständige wie Ärzte und Rechtsanwälte tragen mit einer Praxiseröffnung ein hohes finanzielles Risiko: Bei einem Praxisausfall müssen die Kosten für Angestellte oder die Miete für Geschäftsräume weiterhin gezahlt werden. Auf diesen Betriebsausfall ist die Praxisausfallversicherung zugeschnitten und bietet eine umfassende Abdeckung finanzieller Risiken für freie Berufsgruppen.

Die Praxisausfallversicherung gehört im weitesten Sinn zur Gruppe der Betriebsunterbrechungsversicherungen. Diese Policen für Freiberufler und Gewerbetreibende bieten eine Abdeckung der Erlöseinbußen für den Fall eines betrieblichen Ausfalls. Zu den Betriebsunterbrechungsversicherungen gehört auch die Praxis-Betriebsunterbrechungsversicherung für Berufsgruppen wie Ärzte oder Rechtsanwälte. Diese speziell für freie Berufe angebotene Police wird oft mit einer Praxisinventarversicherung zusammengelegt und deckt die laufenden Kosten bei einem Betriebsausfall zuverlässig ab.

Die Praxisausfallversicherung wird von spezialisierten Versicherern für Freiberufler unterschiedlicher Branchen angeboten. Die Versicherungsunternehmen arbeiten hier häufig mit Rahmenverträgen und bieten spezielle Lösungskonzepte für freie Berufe an. Empfehlenswert ist eine solche Police besonders für Freiberufler, denen keine ausreichenden finanziellen Reserven zur Verfügung stehen, um einen längerfristigen Betriebsausfall durch Krankheit oder Unfall abzufedern. Auch Sachschäden durch Naturkatastrophen oder Vandalismus können eine Schließung der Praxis auf Zeit notwendig machen.

Praxisausfallversicherung: die Grundlagen

„Diese Praxis ist vorübergehend geschlossen“ – und wer trägt die Kosten für diesen Betriebsausfall? Genau an dieser Stelle kommt die Praxisausfallversicherung für freie Berufe wie Ärzte und Rechtsanwälte ins Spiel. Auch wenn die Praxis nicht wie geplant geöffnet sein und damit auch Erträge erwirtschaften kann, werden laufende Kosten wie Mietzahlungen, Gehälter der Angestellten, Nebenkosten oder Aufwendungen für eine Vertretung fällig. Mit einer Praxisausfallversicherung werden also die fixen Kosten abgedeckt.

Die Police für den Praxisausfall ist speziell auf den Krankheitsfall des Praxisinhabers ausgelegt. Hierbei werden die fixen Kosten für eine Praxis nicht durch andere Policen abgedeckt. Die als Betriebsausgabe absetzbare Versicherung für freie Berufe deckt einen existenzgefährdenden Praxisausfall ab und erfasst damit auch das finanzielle Risiko, wenn aus Krankheitsgründen zur Fortführung des laufenden Betriebs eine Vertretung eingestellt werden muss. Mit speziellen Tarifmodellen bieten die Versicherer hier auf die jeweiligen Berufsgruppen zugeschnittene Modelle an.

Die Zielgruppe für eine Praxisausfallversicherung sind Freiberufler mit eigener Praxis, wie beispielsweise niedergelassene Ärzte und Rechtsanwälte. Auch für verwandte Berufe wie Architekten, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer werden ähnliche Tarifmodelle für den Fall eines Praxisausfalls durch Krankheit oder Unfall angeboten.

Praxisausfallversicherung und verwandte Policen

Die Relevanz einer Praxisausfallversicherung lässt sich am besten im Vergleich mit anderen Versicherungspolicen für den Betriebsausfall oder Krankheitsfall verdeutlichen. So sichert die Krankentagegeldversicherung nur die eigene Arbeitskraft im Krankheitsfall ab – fixe Kosten für den Betrieb einer Praxis werden damit nicht erfasst. Ähnlich wie bei der Krankentagegeldversicherung gibt es auch bei Versicherungsmodellen für den Praxisausfall festgelegte Leistungen ab dem 21. Tag der ambulanten oder stationären Behandlung. Auch im Fall einer völligen Berufsunfähigkeit und bei Tod greifen die Leistungen der Ausfallversicherung für freie Berufe.

Die Praxis-Betriebsunterbrechungsversicherung übernimmt als Schadenversicherung verschiedene Risiken wie Einbruch, Elementarschäden oder Feuer. Auch mit dieser Police wird der Praxisausfall bei einem Ausfall der Arbeitskraft des Inhabers nicht abgedeckt.

Die Praxisausfallversicherung bietet also in erster Linie zur Abdeckung der Fixkosten einen Versicherungsschutz in vertraglich vereinbarter Höhe. Besonders Freiberufler sind für die Ausübung ihrer Tätigkeit dabei maßgeblich auf die eigene Arbeitskraft angewiesen: Kann der Arzt aus Krankheitsgründen nicht praktizieren, muss die Praxis vorübergehend geschlossen werden. Auch eine Vertretung zur Fortführung der Praxis erfordert einen finanziellen Mehraufwand.

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