Photovoltaik-Förderung

Förderung von Photovoltaikanlagen

Obwohl die Photovoltaik-Förderung mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2010 reduziert wurde, ist die Erzeugung von Solarstrom lohnenswert. Wir stellen die Fördermöglichkeiten dar.

Photovoltaik-Förderung für verschiedene Zwecke

Mit dem Erlass des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien im Jahr 2000 legte die Bundesrepublik verschiedene Maßnahmen fest, die dem Klimaschutz und der Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern dienen sollen. Unter anderem sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz

  • die Förderung der Wasserkraft,
  • die Windenergie-Förderung,
  • die Photovoltaik-Förderung,
  • die Geothermie-Förderung

festgelegt. Speziell die finanzielle Förderung der Errichtung und des Betriebs von Photovoltaik-Anlagen führte seit dem Erlass des Gesetzes zu einer starken Nachfrage nach Solaranlagen zur Stromerzeugung durch Unternehmen und Privathaushalte. Viele Hauseigentümer, deren Häuser nach Süd-Westen ausgerichtet sind, konnten den Wunsch nach einer eigenen Photovoltaik-Anlage aufgrund der staatlichen Förderung realisieren.

Bezüglich der Höhe der Photovoltaik-Förderung wird zwischen Anlagen, die ausschließlich zur Einspeisung des Solarstroms in das öffentliche Stromnetz dienen, und solchen, die nur für die eigene Stromversorgung eingesetzt werden, sogenannte Insel-Anlagen, unterschieden. Darüber hinaus ist die Förderung für Dachanlagen höher, als für Photovoltaik-Anlagen, die auf Freiland errichtet werden.

Photovoltaik-Förderung, Zuschüsse und Darlehen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, aber auch besondere Förderprogramme des Bundes, der Länder und einiger Kommunen, sehen unterschiedliche Wege der Photovoltaik-Förderung vor. Dabei handelt es sich unter anderem um Steuervergünstigungen für Unternehmen im produzierenden Gewerbe, Zuschüsse für privat errichtete Photovoltaik-Anlagen und entsprechende Anlagen auf Firmengebäuden, die durch einige Bundesländer gewährt werden. Zuschüsse einzelner Gemeinden und Gemeindeverbände und günstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Derartige Zuschüsse und Vergünstigungen werden zu den relativ hohen Anschaffungs- und Installationskosten von Photovoltaik-Anlagen gewährt. Aufgrund der Finanzlage des Bundes und der Länder sind Fördergelder jedoch nur in einem begrenzten Umfang verfügbar. Einige Förderprogramme wurden in den letzten Jahren sogar ganz eingestellt. Für Förderprogramme des Bundes ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zuständig.

Eine zuverlässige Photovoltaik-Förderung erfolgt nach wie vor in Form von zinsgünstigen Darlehen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Aufgrund der hohen wirtschaftlichen Sicherheit, die eine Photovoltaik-Anlage darstellt, erfolgt eine langfristige Finanzierung bis zu einem Umfang von hundert Prozent der Anschaffungskosten.

Photovoltaik-Förderung durch Einspeisevergütung

Die wichtigste Photovoltaik-Förderung stellt die Einspeisevergütung dar, die Betreiber der Photovoltaik-Anlagen von den Stromversorgern erhalten. Die Höhe der Einspeisevergütung ist abhängig von der Bauart der Anlage, von ihrer Größe und vom Jahr der Errichtung. Die höchste Förderung erhalten Dach- und Fassadenanlagen, deutlich niedriger ist die Einspeisevergütung für Freiflächenanlagen. Aufgrund der starken Resonanz auf die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegte Photovoltaik-Förderung und der damit verbundenen hohen Kosten für alle Energieverbraucher wurde die Höhe der Einspeisevergütung mit einer Novellierung des Gesetzes im Sommer 2010 deutlich reduziert. Seit dem 1. Januar 2011 beträgt die Einspeisevergütung für Dach- und Fassadenanlagen mit einer Kapazität von bis zu dreißig Kilowatt 28,74 Cent, für Freiflächenanlagen noch 21,11 Cent pro Kilowattstunde.

Der Eigenverbrauch des in der Photovoltaik-Anlage erzeugten Stroms wird ebenfalls staatlich gefördert. Die Vergütung für den Verbrauch des selbst erzeugten Solarstroms beträgt bei einem Solarstromanteil bis dreißig Prozent seit dem 1. Januar 2011 12,36 Cent und für einen höheren Solarstromanteil 16,76 Cent pro Kilowattstunde.

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