Volatilität bei Optionsscheinen

Informationen zur Schwankungsbreite

Als Schwankungsbreite eines Optionsscheins wird die Volatilität bezeichnet. Sie ist eine wesentliche Risikokennziffer. Erfahren Sie mehr zu den impliziten Volatilitäten bei Finanzderivaten.

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Was ist die implizite Volatilität?

Als Volatilität bei Optionsscheinen wird die Schwankungsbreite des Kurses des Basiswertes während der Restlaufzeit der Option bezeichnet. Ein hoher Wert kennzeichnet also hohe Schwankungen. Allerdings wird nicht die Richtung angegeben, also ob die Kurse steigen oder fallen, sondern nur die Bandbreite der Kursschwankungen.

Üblicherweise wird die historische Schwankungsbreite verwendet, bei der für die betrachteten Zeiträume die Wertänderungen ermittelt werden. Bei derivativen Finanzinstrumenten mit Optionsrechten ist dagegen die implizite Volatilität von Interesse. Diese Kennzahl drückt die aktuell erwartete Schwankungsbreite des Basiswertes für die Laufzeit des Optionsscheins aus. Zur Ermittlung der impliziten Abweichungen müssen die Einflussfaktoren auf den Preis einer Option bekannt sein. In der Praxis müssen besondere Verfahren zur Berechnung herangezogen werden.

Die implizite Volatilität drückt also nichts anderes als die Markterwartungen aus. Zu beachten ist, dass es sich um ein theoretisches Modell handelt, bei dem bestimmte Wahrscheinlichkeiten zugrundegelegt werden. Die implizite Volatilität drückt also nichts anderes als die Markterwartungen aus. Zu beachten ist, dass es sich um ein theoretisches Modell handelt, bei dem bestimmte Wahrscheinlichkeiten zugrundegelegt werden.

Eine Volatilität von 20 stellt also die Wahrscheinlichkeit dar, dass sich der Basiswert innerhalb einer Bandbreite von Plus oder Minus 20 Prozent bewegt. Bei Optionsscheinen wird mit der impliziten Schwankungsbreite daher die künftige erwartete Schwankung für die Restlaufzeit des Papiers ausgedrückt.

Mit dem Wort implizit wird dargestellt, dass die Schwankungen im Optionspreis bereits enthalten sind. Allerdings können diese Werte lediglich geschätzt und nicht exakt im Vorfeld berechnet werden.

Kennzahl zur Risikomessung

Die implizite Volatilität kann auch als Risikoeinschätzung der Marktteilnehmer interpretiert werden. Für Anleger bieten sich bei hohen Kursschwankungen hohe Kurschancen. Für den Verkäufer besteht jedoch ein höheres Risiko, weil er sich gegen die höheren Kursbewegungen absichern muss. Die Risikoprämie für den Stillhalter fällt also höher aus.

Auf der anderen Seite ist der Käufer dazu bereit, eine höhere Optionsprämie zu bezahlen, weil die Chance auf ein erfolgreiches Investment größer sind. Bei einem Basiswert mit geringer Schwankungsbreite wird der Käufer nicht bereit sein, eine hohe Prämie zu bezahlen.

Bei einem Anstieg der Volatilität steigen die Preise von Kauf- und Verkaufsoptionen unisono. Ein Volatilitätsrückgang bewirkt einen Preisrückgang bei Optionsscheinen. Vor dem Kauf eines Derivats empfiehlt sich auch ein Blick auf die implizite Volatilität. In Krisenmärkten sind die Schwankungen außerordentlich hoch, so dass die Papiere entsprechend teuer sind. Ob sich in diesem Fall ein Investment lohnt, ist fraglich oder zumindest mit großen Risiken behaftet.

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