Break-Even bei Optionsscheinen
Gewinnschwelle bei Covered Warrants
Wann lohnt sich ein Optionsschein?
Bei Optionsscheinen besteht ein hohes Risiko von Kursverlusten. Dem steht die Chance auf hohe Gewinne gegenüber. Investoren sollten daher genau abschätzen, welchen Kurs der zugrundeliegende Basiswert erreichen muss, damit zumindest das eingesetzte Kapital nicht verloren geht. Beim Break-Even Punkt handelt es sich um den Kurs des Basiswertes, bei dem die Ausübung des Optionsrechtes für den Inhaber des Optionsscheines weder einen Gewinn noch einen Verlust bedeutet.
Bei der Ermittlung der Gewinnschwelle muss stets die Optionsprämie einberechnet werden. Dabei handelt es sich um die Kosten, die für den Käufer eines Optionsscheins immer anfallen, unabhängig davon, ob vom Ausübungsrecht Gebrauch gemacht wird oder nicht.
Break-Even: Plus - Minus = Null
Die Berechnung des Break-Even ist grundsätzlich relativ einfach. Bei einem Call berechnet sich dieser Wert aus der Relation vom Kaufpreis des Optionsscheins zum Bezugsverhältnis addiert mit dem Basispreis. Beim Put wird diese Relation einfach vom Kaufpreis abgezogen.
Ein Beispiel soll die Berechnung verdeutlichen: Ein Call mit einem Preis von 15 Euro mit einem Bezugsverhältnis von 1 und einem Aktienpreis von 100 Euro, liegt bei 115 Euro bei der Gewinnschwelle. Liegt der Kurs der Aktie am Verfallstag über dem Break-Even, beschert der Optionsschein seinem Inhaber einen Gewinn, befindet er sich darunter, endet die Investition im Minus.
Bei einem Put zum Preis von 15 Euro, der zum Verkauf einer Aktie zu 100 Euro berechtigt, liegt bei 85 Euro am Gewinnpunkt. In diesem Fall erreicht das Investment die Gewinnzone, wenn der Aktienkurs am Verfallstag des Optionsscheines unter 85 Euro liegt. Jeder darüber liegende Kurs führt zu einem Verlust.
Anmerkung zur Gewinnschwelle
Nur für Anleger, die einen Optionsschein bis zum Verfallstag halten, interessieren sich für den Break-Even-Punkt. In der Regel ist der Handel mit Derivaten sehr schnelllebig, so das oftmals bereits wenige Tag nach Kauf eines Call oder Put der Verkauf erfolgt. Das Optionsrecht wird in der Praxis nur in den seltensten Fällen ausgeübt.
Nur für die geringe Anzahl derer, für die die Ausübung tatsächlich in Betracht kommt, hat die Ermittlung der Gewinnschwelle somit eine Bedeutung.