NaturStrom AG

Ökostrom-Anbieter in Deutschland

Wer die Energieversorgung in Deutschland wirklich verändern will, darf nicht nur Ökostrom beziehen. Er muss auch darauf achten, dass in neue Anlagen investiert wird, die mit Erneuerbarer Energie arbeiten. Das macht die NaturStrom AG. 1,25 Cent pro Kilowattstunde fließen in neue Anlagen, die mit Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse Strom erzeugen. Teil 2 unserer Serie „Ökostrom-Anbieter“: die NaturStrom AG.

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1,25 Cent – wer  will, kann diesen Betrag auch verdoppeln. Dieses Geld ist gut angelegt: NaturStrom hat  146 neue Anlagen gebaut, die aus Erneuerbarer Energie Strom erzeugen. Auf diese Weise wurden über 300 Millionen Kilowattstunden Kohle- und Atomstrom ersetzt – und die Atmosphäre um rund 230.000 Tonnen CO2 entlastet. Zum Beispiel in Vreden im Münsterland: NaturStrom hat dort eine Biogasanlage gefördert, die 2002 ihren Betrieb aufnahm. Sie versorgt 330 Haushalte mit sauberem Strom. Oder der Windpark Hüll in Niedersachsen: NaturStrom produziert dort rund 7,5 Millionen Kilowattstunden Strom – das reicht für den Bedarf von rund 2.500 Haushalten. Interessant ist auch ein Kleinwasserkraftanlage in Polling-Oberflossing: Sie stammt aus dem Jahr 1770 und wurde reaktiviert. Heute versorgt sie 10 Haushalte mit Ökostrom.

Gütesiegel für NaturStrom

Für diese Geschäftpolitik erhält NaturStrom seit 1999 ein Gütesiegel in der Kategorie „Gold“, und zwar vom Verein „Grüner Strom Label“. Die Anforderungen sind hoch: Mindestens 1,25 Cent pro Kilowattstunde sind in den Neubau von Erzeugungsanlagen zu investieren, die aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse Strom erzeugen. „Wir wollen mit unserem Angebot eine Veränderung bewirken und nicht nur den Status Quo verwalten“, sagt Geschäftsführer Oliver Hummel, „denn das ist das Wichtigste am Ökostrom!“ Die zweite Bedingung des Gütesiegels lautet:  Der Strom muss zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen stammen. Der Strommix von NaturStrom setzte sich daher 2008 so zusammen: 51 Prozent Wasserkraft, 48,7 Prozent Wind und 0,3 Prozent Sonne. Zum Vergleich der bundesdeutsche Strommix: 41,4 Prozent Kohle, 25,4 Prozent Atomkraft, 17,4 Prozent Gas/Öl und 15,8 Prozent Erneuerbare Energie.

Historie der NaturStrom AG

Die NaturStrom AG wurde im April 1998 gegründet, wobei sich ein paar Umweltverbände wie BUND oder NABU besonders engagiert haben. 10 Jahre später bezogen 20.000 Kunden ihren Strom bei NaturStrom, und das Unternehmen nahm die bis dahin größte Photovoltaikanlage in Dingelstädt (Thüringen) in Betrieb. 2009 war ein Jahr starken Wachstums: Im Sommer hatte NaturStrom 40.000 Kunden, im Winter waren es bereits 50.000. Entsprechend verdoppelte sich die Zahl der Mitarbeiter – und NaturStrom bezog größere Büroräume in Düsseldorf.

Biogas als neues Angebot

Ein neues Angebot von NaturStrom ist Biogas, das es in drei Varianten gibt: Die Beimischung zum normalen Erdgas beträgt 10, 20 oder 100 Prozent. Entsprechend steigt der Preis pro Kilowattstunde, weil Biogas teurer als Erdgas ist. Grundlage für das Biogas sind Rest- und Abfallstoffe der Land- und Forstwirtschaft sowie nachwachsende Rohstoffe. Sie werden zu Biogas vergoren. NaturStrom verzichtet aber bewusst auf genmanipulierte Pflanzen und Gülle aus Massentierhaltung. Biogas ist klimaneutral, weil seine Verbrennung nur so viel CO2 freisetzt, wie vorher in der Biomasse gebunden wurde. Außerdem wird so die regionale Wertschöpfung gestärkt, weil Landwirte einen neuen Erwerbszweig erhalten.

2009 hat auch die „Stiftung Warentest“ NaturStrom unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: NaturStrom wurde „Testsieger in puncto Beratung“.

Ein Beitrag von Ingo Leipner

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