Nachtspeicherheizung
Mit alternativer Heizwärme Geld einsparen
Nachtspeicherheizung - Förderungen erleichtern Austausch
Eine Nachtspeicherheizung ist im Grunde ein elektrischer Ofen, der die Wärme speichert. Dabei wird der Wärmespeicher in den Schwachlastzeiten mit preiswerter angebotenem Strom versorgt und aufgeheizt. Auf diese Weise kann die Heizwärme über einen gewissen Zeitraum gehalten werden. Die Umluft bei der Nachtspeicherheizung wird über integrierte Lüfter durch das Gerät geleitet und erwärmt. Heizungen dieser Art, auch als elektrische Speicherheizung oder Niedertarif-Speicherheizung bezeichnet, sind somit nichts anderes als elektrische Öfen, die Wärme speichern.
Vor Jahrzehnten wurden Heizungen dieser Art als sinnvolle Alternative zu Kohle- und Öl-Öfen genutzt und spezielle Förderprogramme und subventionierte Tarife sollten den Einsatz der Heizungen im privaten Wohnbereich stützen. Nach wie vor gibt es hierzulande mehr als eine Million Wohnungen, in denen auf diese Weise Heizwärme erzeugt wird, die jedoch Millionen Tonnen CO2 produzieren und der Umwelt schaden. Nach und nach will der Gesetzgeber von der auf diese Weise produzierte Wärme abrücken und anderen Energiequellen den Vorzug einräumen.
Nachtspeicherheizung – wo liegen die Risiken?
An erster Stelle vermuten Experten, dass langfristig gesundheitliche Gefahren bestehen, wenn eine Nachtspeicherheizung betrieben wird. So wurden in vielen Heizungen dieser Art asbesthaltige Materialien festgestellt. Ist ein solches Gerät defekt, können gesundheitliche Gefahren von einer Nachtspeicherheizung ausgehen. Energieberater haben jedoch die Möglichkeit festzustellen, von welchen Heizungen eine krebserzeugende Wirkung ausgehen kann.
Als nicht unproblematisch gilt eine Nachtspeicherheizung auch für Allergiker. Die Öfen blasen die erhitze Luft in den Raum und wirbeln dabei Staub auf. Hinzu kommt, dass diese Geräte auch dafür verantwortlich sind, dass die Luftfeuchtigkeit drastisch reduziert wird und ein ungesundes und trockenes Raumklima entsteht. Die größten Risiken entstehen durch die Klimaunfreundlichkeit. Wer sich stattdessen für andere Methoden zur Erzeugung von Heizwärme entscheidet wie beispielsweise für moderne Brennwertthermen auf Gas- oder Ölbasis, erzeugt weitaus weniger klimaschädliches CO2. Darüber hinaus kann der Nutzer eine solche Heizung nur sehr begrenzt regeln und insbesondere im Frühjahr und im Herbst lässt sich nur schwierig einschätzen, wie man eine effiziente Bedarfsdeckung erreichen kann.
Nachtspeicherheizung – Austausch langfristig günstig
Wer an den permanent steigenden Energiekosten sparen will, muss zunächst investieren. Modernisierungsmaßnahmen gehören zunächst für den Immobilienbesitzer zu den teuren Posten, doch stellt unter anderem die staatliche KfW-Förderbank attraktive Förderungen für einen Austausch der Nachtspeicherheizung in Aussicht. Das CO 2-Gebäudesanierungsprogramm der Bank offeriert günstige Kredite oder Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen dieser Art. Für die Installation von Holzpelletheizungen bietet das BAFA-Marktanreizprogramm für Heizanlagen einen Zuschuss, der die Investitionen erleichtert.
Finanzielle Zuschüsse werden auch allen, die ihre veraltete Nachtspeicherheizung austauschen wollen geboten, wenn Solarkollektoranlagen, Anlagen zum Nutzen von Tiefengeothermie, Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse für die thermische Nutzung oder eine gekoppelte Erzeugung von Wärme und Kälte für die Erzeugung von Wärme genutzt werden soll. Im Rahmen der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien aus dem Jahr 2007 winken dem Sanierungswilligen finanzielle Zuschüsse, mit denen sich Sanierungsmaßnahmen leichter finanzieren lassen und dazu beitragen, die Umwelt wie auch den Geldbeutel zu entlasten.
Weitere Informationen
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