18.11.2016

Neue HöchstbeitrĂ€ge fĂŒr Kranken- und Pflegeversicherung ab 1.1.2017

So teuer wird es fĂŒr Besserverdiener im kommenden Jahr

Zum Jahreswechsel gelten neue Bemessungsgrenzen und BeitragssÀtze in der Sozialversicherung. Besserverdiener werden damit in der gesetzlichen Kranken- (GKV) und Pflegeversicherung stÀrker zur Kasse gebeten. Gleichzeitig wird der Pflegebeitrag als Folge der Pflegereform angehoben.

Die MaximalbeitrĂ€ge fĂŒr die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung steigen zum 1. Januar 2017 auf ein Rekordhoch. Bedingt durch neue Bemessungsgrenzen (BBG) und SozialversicherungsbeitrĂ€ge mĂŒssen Besserverdiener mehr in die Sozialkassen einzahlen. Die bundeseinheitliche BBG wird auf 4.350 Euro angehoben. Bis zu diesem Bruttoverdienst mĂŒssen BeschĂ€ftigte BeitrĂ€ge an GKV und Pflegeversicherung zahlen. FĂŒr den darĂŒber liegenden Lohn fallen hingegen keine weiteren BeitrĂ€ge mehr an.

So teuer wird die GKV

Der Höchstbeitrag fĂŒr die gesetzliche Kasse ermittelt sich aus der aktuellen BBG und den BeitragssĂ€tzen fĂŒr Pflege und GKV. Auf Basis dieser Daten ergeben sich ab 2017 folgende MaximalbeitrĂ€ge:

  • Krankenversicherung: 682,95 Euro (bei einem Zusatzbeitragssatz von 1,1 Prozent)
  • Pflegeversicherung: 110,93 Euro (fĂŒr Kinderlose: 121,80 Euro)
  • Höchstbeitrag: 793,88 Euro

Der tatsĂ€chlich zu zahlende Beitrag kann je nach gewĂ€hlter Kasse darĂŒber oder darunter liegen. Bundeseinheitlich gilt fĂŒr alle Krankenkassen ein Beitragssatz von 14,6 Prozent. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der von den Arbeitnehmern allein zu tragen ist, wird 2017 bei 1,1 Prozent liegen. Einzelne Kassen erheben jedoch eine geringere ZusatzprĂ€mie, so dass Sparwillige durch einen Kassenwechsel ihre Belastung verringern können.

Jahresarbeitsentgeltgrenze fĂŒr PKV-Wechsel interessant

Eine zweite bedeutsame SozialversicherungsgrĂ¶ĂŸe in der Krankenversicherung ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze oder auch Versicherungspflichtgrenze. Sie markiert die Gehaltsgrenze, ab der ein gesetzlich Krankenversicherter Arbeitnehmer in die private Krankenkasse wechseln kann. BeschĂ€ftigte, deren Gehalt unterhalb dieser Schwelle liegt, mĂŒssen sich in der GKV als Pflichtmitglied versichern.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung