Mutterschutz

Mutterschutz: Diese Rechte haben werdende Mütter

Für werdende Mütter gelten spezielle Mutterschutzfristen vor und nach der Geburt. Der Mutterschutz ist für alle Arbeitnehmerinnen in Deutschland gültig.

Was versteht man unter Mutterschutz?

Die neun Schwangerschaftsmonate mit anschließender Geburt sind für alle werdenden Mütter und Väter eine ganz besondere Zeit im Leben. Der Körper und auch die Empfindungen verändern sich.

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Mit fortschreitender Schwangerschaft sind werdende Mütter auch immer mehr in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt und müssen sich besonders bei einer erwarteten Risikoschwangerschaft schonen.

Der Gesetzgeber hat für die Absicherung der Schwangerschaft und für die anschließende Erziehungszeit den sogenannten Mutterschutz ins Leben gerufen. Der eigentliche Mutterschutz erstreckt sich dabei auf die Zeit von sechs Wochen vor bis acht Wochen nach der Geburt. Alle Mutterschutzmaßnahmen werden vom Mutterschutzgesetz definiert.

Der Mutterschutz ist in Deutschland für alle Arbeitnehmerinnen gültig. Auch Frauen, die eine Ausbildung machen, als Heimarbeiterinnen oder geringfügig Beschäftigte tätig sind, profitieren von der umfassenden Absicherung vor und nach der Geburt ihres Kindes. Es gilt verschiedene Beratungsstellen für werdende Mütter, die Schwangere in Bezug auf ihre Rechte beraten.

Mutterschutz: Das Mutterschutzgesetz

Das deutsche Mutterschutzgesetz trat 1952 in Kraft. Der Titel „Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter“ verdeutlicht noch einmal den Geltungsbereich des Mutterschutzgesetzes für abhängig Beschäftigte. Das Gesetz setzt sich hauptsächlich aus Normen für den Schutz von werdenden Müttern zusammen, die von der Internationalen Arbeitsorganisation definiert wurden. Diese Sonderorganisation zählt zu den Vereinten Nationen.

Der Mutterschutz umfasst verschiedene Bestimmungen, in deren Mittelpunkt das Beschäftigungsverbot für werdende Mütter steht. Dieser konkrete Mutterschutz nach Mutterschutzgesetz § 3 – 8 erstreckt sich auf die Zeit von sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis acht Wochen nach der Geburt. Gesetzlich vorgeschrieben ist der Mutterschutz aber verbindlich nur für die Zeit nach der Geburt. Werdende Mütter können sechs Wochen vor der Geburt weiterarbeiten, wenn sie sich freiwillig dazu bereit erklären. Ein erweiterter Mutterschutz gilt für Früh- und Mehrlingsgeburten. Insgesamt belaufen sich die Mutterschutzfristen bei normaler Geburt auf einen Zeitraum von mindestens 14 Wochen.

Mutterschutz: Finanzielle Aspekte

Der Mutterschutz, also die Zeit sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt, ist mit dem Mutterschaftsgeld verknüpft. Während dieser Zeit wird von der Krankenkasse das Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 13,- Euro pro Tag gezahlt. Vonseiten des Arbeitgebers erhalten Mütter im Mutterschutz weiterhin ihr übliches Nettogehalt abzüglich des Mutterschaftsgeldes. Somit verändert sich das Nettoeinkommen während des Mutterschutzes nicht.

Vom Tag der Geburt haben Eltern zudem Anspruch auf Kindergeld. Das Kindergeld liegt bei 184,- Euro pro Monat für ein Kind. Hierbei ist zu beachten, dass das Kindergeld in Form des Kinderfreibetrages mit dem Einkommen verrechnet wird.

Nach Beendigung der Mutterschutzzeit haben Mütter oder Väter bis zum dritten Lebensjahr des Kindes einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie nicht oder nicht voll erwerbstätig sind. Auch Teilzeitarbeit ist möglich. Der Begriff Mutterschutzurlaub für die Zeit des Mutterschutzes vor und nach der Geburt wird zwar oft verwendet, ist aber irreführend.

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