Modernisierungskredit
Das nötige Geld zum Energiesparen
Gründe für einen Modernisierungskredit
Steigende Energiekosten treiben die Ausgaben von Eigenheimbesitzern zunehmend in die Höhe. So hat sich beispielsweise der Öl- aber auch Gaspreis innerhalb der letzten 10 Jahre mehr als verdoppelt. Einsparmaßnahmen können diese Preissteigerung nicht kompensieren, nur durch eine Modernisierung können diese Kosten nachhaltig reduziert werden.
Möglichkeiten der Energieeinsparung durch eine Modernisierung gibt es viele, so bietet es sich beispielsweise an, neue wärmeisolierte Fenster einzubauen. Aber auch durch eine Dämmung des Daches oder der Hauswand kann der Energieverbrauch drastisch reduziert werden.
Ebenso kann ein neues Heizsystem eine große Einsparung bewirken. Jedoch ist jede Modernisierung mit hohen Kosten verbunden. Die Anschaffungskosten einer neuen Heizung belaufen sich je nach Art und Größe auf etwa 10.000 Euro. Eine neue Isolierung des Dachs kostet mindestens 20 Euro pro Quadratmeter, ein isolierter Mantel ums Haus kostet sogar einiges mehr, er schlägt mit etwa 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Eine vollständige Modernisierung eines Eigenheims kann sich somit auf mehrere 10.000 Euro summieren.
Nur in wenigen Fällen ist ein Eigenheimbesitzer in der Lage, diese Kosten aus privaten Mitteln zu tätigen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, einen Modernisierungskredit zu beantragen. Der Gesetzgeber unterstützt den Eigenheimbesitzer bei Energiesparmaßnahmen und biete eine Vielzahl von Förderprogrammen. So gewährt beispielsweise die KfW-Bankengruppe bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen einen Modernisierungskredit.
Modernisierungskredit der KfW-Bank
Die KfW-Bankengruppe bietet Eigenheimbesitzern eine Vielzahl von zinsgünstigen Krediten an. So gibt es zum Beispiel Angebote für einen Modernisierungskredit zur Wohnraummodernisierung, für die CO2-Gebäudesanierung sowie die Erzeugung von Solarstrom. Die Konditionen verändern sich auch unter dem Einfluss von Gesetzesänderungen stetig, sodass eine direkte Beratung bei der Hausbank sinnvoll ist. Hier folgen dennoch einige Erläuterungen zur Vorgehensweise.
Die Beantragung eines zinsgünstigen KfW-Kredits erfolgt prinzipiell über die Hausbank. Diese reicht alle erforderlichen Unterlagen an die KfW-Bank weiter. Bezüglich der Zahlungsmodalitäten ist das Angebot der Bank sehr flexibel. So kann der Kreditnehmer beispielsweise zwischen verschiedenen Laufzeiten, in der Praxis betragen sie zwischen 10 und 30 Jahren, wählen. Ebenfalls ist in vielen Fällen eine tilgungsfreie Anlaufzeit möglich. Die Dauer dieser Anlaufzeit kann bis zu 5 Jahren betragen und ist von der Laufzeit abhängig. Neben einem zinsgünstigen Kredit, in vielen Fällen kann er sogar 100 Prozent der Finanzierungssumme betragen, werden für KfW-Effizienzhäuser zum Teil auch sogenannte Tilgungszuschüsse gewährt. Die Höhe des prozentualen Zuschusses ist dabei vom energetischen Niveau des Hauses laut Sachverständigengutachten abhängig.
Ein weiterer Vorteil bei einem Modernisierungskredit der KfW-Bank ist die Möglichkeit zur vorzeitigen Tilgung. Kreditnehmer können so auch eine längere Laufzeit wählen, ohne dass ihnen bei einer vorzeitigen Rückzahlung zusätzliche Kosten durch eine Vorfälligkeitsentschädigung entstehen.
Alternativen zum Modernisierungskredit der KfW-Bank
Bei allen Maßnahmen, welche die energetische Sanierung eines Hauses betreffen, ist der Modernisierungskredit der KfW-Bank in der Regel die beste Wahl. Allerdings umfasst das Kreditangebot der Bankengruppe nur solche Maßnahmen, die den Umweltschutz betreffen. Ein neuer Anstrich der Fassade lässt sich beispielsweise nicht über solche Förderprogramme finanzieren. In diesen Fällen können Eigenheimbesitzer nur auf normale Raten- oder Hypothekenkredite zurückgreifen. Beim Vergleich ist nicht nur auf die Höhe des Zinssatzes, sondern auch auf die Dauer der Zinsbindung und die Möglichkeit der vorzeitigen Tilgung zu achten.
Bei einem Hypothekenkredit erhalten Kreditnehmer in der Regel günstigere Konditionen, die Eintragung einer Hypothek ist jedoch mit Kosten verbunden. Falls bereits eine Hypothek besteht, empfiehlt es sich die Möglichkeit einer Kreditaufstockung zu überprüfen. In Abhängigkeit der Konditionen und Kredithöhe kann aber auch die Wahl eines anderen Anbieters die bessere Alternative darstellen. In vielen Fällen ist es auch möglich, dass die Hausbank einen Teil der bereits getilgten Grundschuld an die zweite Bank abtritt und dafür nur eine kleine Gebühr verlangt. Falls dies nicht der Fall sein sollte, kann bei kleineren Kreditbeträgen bis etwa 10.000 Euro ein erhöhter Zinssatz im Vergleich zu einer erneuten Grundbuchänderung die kostengünstigere Variante sein. Hierfür empfiehlt sich die Aufstellung einer Vergleichsrechnung.
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