Mischfonds
Mit Risikostreuung sicher Kapital anlegen
Wer eine ausgeglichene Anlageform sucht, kann je nach Ausrichtung des jeweiligen Mischfonds für ein gewisses Maß an Stabilität im eigenen Depot sorgen. Entsprechend der Aussichten an den Börsen können die prozentualen Anteile neu gewichtet werden, um die Risiken zu reduzieren.
Welche Kriterien kennzeichnen Mischfonds?
Mischfonds, auch gemischte Fonds genannt, sind berechtigt, unterschiedliche Anlagemöglichkeiten innerhalb eines Depots zu verwalten. Während Rentenfonds nur in verzinsliche Wertpapiere anlegen und Aktienfonds lediglich in Aktien, kann der Fondsmanager des gemischten Fonds in beide Anlageklassen investieren. In weniger positiven Aktienjahren können kontinuierliche Renditen durch den Anteil verzinster Wertpapiere erwirtschaftet werden. Parallel dazu tragen Anlagen in guten Aktienjahren dazu bei, von Kursgewinnen zu profitieren.
Wer sich auf die Suche nach einem geeigneten Mischfonds macht, sollte auf das Mischungsverhältnis achten, das im Verkaufsprospekt ausgewiesen sein muss. Gemischte Fonds, die überwiegend auf Aktien setzen, sind mit einem größeren Anlagerisiko ausgestattet als defensive Mischfonds, die weniger als 20 Prozent an Aktienanlagen halten. Somit bietet diese Anlagevariante durch eine ideale Kombination die Möglichkeit, einerseits von Kurszuwächsen zu profitieren, andererseits durch Rentenanteile die Risiken auszugleichen.
Nicht nur ein Mix aus Aktien und Rentenpapieren ist möglich, sondern auch die Anlage in Genuss- und Optionsscheinen. Wieder andere Fondsgesellschaften investieren jeweils zu einem Drittel in Renten, Aktien und offenen Immobilienfond. Hierzulande gibt es Mischfondsarten, die auf eine langfristige Vermögensbildung ausgerichtet sind und der privaten Altersvorsorge dienen sollen. Diese Altersvorsorge-Sondervermögen, kurz AS -Fonds genannt, legen das komplette Vermögen der Anleger nach fest definierten Anlagegrundsätzen in Aktien, Renten und Immobilien an.
Anlagestrategie des Mischfonds ist entscheidend
Die Professionalität des Fondsmanagers ist von großer Bedeutung und entscheidet über den Wertzuwachs einer Anlage. Er entscheidet, mit welchen Anlagen ein Depot geführt wird. Viele Mischfonds setzen Grenzen für das individuelle Mischverhältnis. So sind einige berechtigt, bis zu 80 Prozent vom Fondsvolumen in Aktien zu investieren, während andere bis maximal 40 Prozent in Aktien anlegen, um die Risiken zu reduzieren. Das Mischungsverhältnis muss auf die persönlichen Bedürfnisse, die Risikobereitschaft und den gewählten Anlagezeitraum zugeschnitten sein.
Kein Anleger kann sich jedoch darauf verlassen, über den Anlagezeitraum mit einem sicheren Zins zu kalkulieren. Mit Mischfonds kann sich der Investor gute Ertragspotenziale sichern, bei einer gleichzeitigen Reduzierung von Verlustrisiken. AS-Fonds, die alternativ als Altersvorsorge eingesetzt werden, bieten den Vorteil, dass am Ende der Ansparphase die Chance besteht, dass der Kapitalanleger sein Geld weiterhin bei der Fondsgesellschaft anlegen kann.
Idealerweise entscheidet sich der Kapitalanleger für eine Fondsgesellschaft, die sich nicht auf spezielle Wertpapiertypen festlegt. Wird ein langfristiger Anlagehorizont gewählt, kann in den ersten Jahren der Wertzuwachs von renditestarken Aktien genutzt werden, um zu einem späteren Zeitpunkt in schwankungsärmere Produkte, wie beispielsweise Rentenfonds, zu wechseln. Wer nur über einen kurzen Zeitraum investieren will und darüber hinaus Verlustrisiken scheut, sollte auf ein optimales Mischungsverhältnis zwischen Aktien und Renten achten.
Wer kann in Mischfonds anlegen?
Wer sich für die Anlage in Mischfonds entscheidet, muss ein Wertpapierdepot eröffnen. Grundsätzlich ist dies bei jeder herkömmlichen Bank möglich, wie auch bei Onlinebrokern und Onlinebanken. Doch allen Überlegungen sollte die Beantwortung der Frage vorangehen, für welche Zwecke und zu welchem Zeitraum das Kapital benötigt wird.
Wer sich für Mischfonds entscheidet, die überwiegend mit Aktienanlagen handeln, sollte idealerweise über ein finanzielles Polster verfügen. Wer für relativ kleine Anschaffungen Kapital bilden will, sollte diese Anlagevariante nicht nutzen, da sich für eine kurzfristige Anlage Aktienanlagen grundsätzlich nicht eignen. Hierfür eignen sich eher Anlagen in Tages- oder Termingelder.
Die individuellen Kenntnisse des künftigen Kapitalanlegers sind ebenso von Bedeutung, wenn es um die Wahl zwischen einer Online-Bank oder einer konventionellen Filialbank geht. Wer einen erhöhten Beratungsbedarf hat, sollte bei seiner Hausbank ein Depot eröffnen. Hier werden Anlagestrategien, Renditechancen wie auch Risiken von einem Berater vor Ort erläutert. Wer jedoch über Wissen bezüglich Aktien, Anlageprodukten und Geschehen an der Börse verfügt, kann die Vorteile des Online-Banking nutzen. Von jedem beliebigen Rechner aus kann der Investor seinen Aktienbestand beobachten, ihn verringern oder auch erweitern. Onlinebroker bieten auf ihren Websites Informationen und oftmals auch eine Beratung per Telefon.
Weitere Informationen
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