Medienfonds

Medienfonds mit Game-Anteil

Das hohe Risiko der spezialisierten Medienfonds ist mit der schweren Einschätzbarkeit eines Projektes zu begründen. Doch neue Fonds für Games können eine gute Rendite erzielen. Wir verraten Ihnen, wie Sie dieses Ziel erreichen können!

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Medienfonds

Medienfonds zählen zu den geschlossenen Fonds und werden in die Kategorien Producer-Fonds beziehungsweise Leasing- oder Buyer-Fonds eingeteilt. Der Anlagezeitraum beträgt etwa 5 bis 10 Jahre. Der Anleger investiert bei dieser Form der Geldanlage in die Finanzierung eines Projektes und erzielt Gewinne aus den Einspielergebnissen.

Bei den Producer-Fonds wird der Hauptteil des eingesetzten Kapitals beispielsweise in die Produktion von Filmen investiert. Hingegen steht bei den Leasing- beziehungsweise Buyer-Fonds der Handel von Lizenzen im Vordergrund. Bei Medienfonds handelt es sich häufig um die Rechtsform GmbH & Co. KG; Anteilseigner dieser Fonds sind somit Kommanditisten und erzielen Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb. Sie haften in der Höhe ihrer Einlagen.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends waren diese Fonds sehr beliebt. In Insiderkreisen wurden sie häufig als Steuersparfonds bezeichnet, da im ersten Jahr ein Totalverlust nicht unüblich war. Aufgrund der weitreichenden Gesetzesänderungen im Jahr 2005 wurden jedoch der Verlustvertrag und somit auch die Steuerersparnis weitgehend ausgeschlossen.

Nach einem neuen Medienerlass können Fonds nur eine wirksame Steuervergünstigung erzielen, wenn sie den Eigenschaften eines „Filmherstellers“ entsprechen. Welche Kriterien für diesen Status notwendig sind, wurde in mehreren Urteilen des Bundesgerichtshofes festgelegt. Grundsätzlich fordert das bundesdeutsche Gesetz, dass die Mehrzahl der Anleger über einen Filmsachverstand verfügt und aktiv auf die Entwicklung der Unternehmensbeteiligung einwirkt.

Medienfonds – neue Wege

Mit Wandlung der steuerrechtlichen Grundlagen im Jahr 2005 hat sich die Ausrichtung vieler Medienfonds verändert. Einst als Steuersparfonds gehandelt, stand die kurzfristige Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund. Mit dem verlorenen Status hat sich jedoch die Struktur vieler Fonds geändert. Die meisten Medienfonds investieren heute in eine breite Palette von Produkten. Durch eine breite Diversifizierung sollen die Sicherheiten erhöht und die Chancen auf Renditen gesteigert werden.

Häufig wird angenommen, dass Medienfonds ausschließlich in die Produktion und Vermarktung von Filmen für Kino und Fernsehen investieren. Dies ist jedoch nicht der Fall. Das Spektrum der Fonds deckt unter anderem die Musikproduktion sowie die Entwicklung der modernen Medien, Computer- und Videospiele ab. Gerade diese gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Einst waren Kinder und Jugendliche die Zielgruppe, heute werden auch andere Bevölkerungskreise angesprochen. Die Gründe hierfür liegen in der Entwicklung von Vermarktungsstrategien wie beispielsweise Onlinespiele.

Anleger sollten jedoch unbedingt darauf achten, dass der gewählte Fonds ein breites Produktportfolio abdeckt. Nur durch eine enorme Bandbreite lassen sich langfristig hohe Renditen realisieren. Teilweise werden auch Fonds mit dem Schwerpunkt Games angeboten. Vor einer Entscheidung für einen solchen Fonds sollte sich der Anleger jedoch umfassend über die Erfahrung des Anbieters sowie über die ausgewählten Produkte als auch Vermarktungsstrategien informieren. Andernfalls kann es schnell zu einer Fehlinvestition kommen.

Filmfonds als spezialisierte Medienfonds

Nicht alle Medienfonds folgen dem Prinzip der Diversifizierung. Teilweise investieren Fonds nur in einzelne Projekte. In der Regel handelt es sich dabei um einen bestimmten Film. Bei solchen Geldanlagen ist das Risiko des Verlustes sehr groß. Anleger sollten sich daher vorab informieren, ob und wie weit der Fondanbieter die Produktion beziehungsweise Vermarktung des Films beeinflussen kann.

Nicht selten kommt es vor, dass ein Film nicht fertiggestellt wird. In vielen Fällen ist aber ein frühzeitiger Ausstieg für den Anleger nicht möglich. Aus diesem Grund sollte sich dieser unbedingt informieren, in welcher Form Risiken abgesichert sind.

Teilweise bieten Fondsmanager Sicherheitsgarantien in Form einer Erlösabsicherung an. In einem solchen Fall erfolgt die Schuldübernahme durch eine Bank in Höhe eines vorab vereinbarten Prozentsatzes. In der Regel gilt dieser jedoch nur für die Höhe der Produktionskosten, Fondsnebenkosten sind somit nicht abgesichert. Zur Erläuterung erfolgt ein Zahlenbeispiel:

  • Fondsvolumen: 200 Millionen Euro
  • Fondsnebenkosten: 40 Millionen Euro
  • Produktionskosten: 160 Millionen Euro
  • Erlösabsicherung: 70 Prozent

Eine solche Form der Absicherung vermindert das Risiko des Anlegers, kann aber auch steuerliche Nachteile bringen, da dieser Sicherungsmechanismus das unternehmerische Risiko reduziert und somit unter Umständen den Verlustvortrag ausschließt.

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