Luftverkehrssteuer
Flugsteuer für ökologische Anreize
Luftverkehrssteuer - Die Steuersätze
Die Bundesregierung setzt mit der Luftverkehrssteuer einen Beschluss des Sparpaktes um. Die neue Abgabe soll rund eine Milliarde Euro in den Bundeshaushalt spülen. Seit 2011 werden In- und Auslandsflüge besteuert, sofern der Start von einem deutschen Flughafen erfolgte.
Die Bundesregierung will mit der Luftverkehrssteuer die auf EU-Ebene nicht durchsetzbare Flugbenzinsteuer ersetzen. Die Steuersätze für gewerbliche Passagierflüge wurden in drei Stufen festgelegt:
- 7,50 Euro (bisher 8 Euro) für Flüge bis maximal 2.500 Km, d.h. Inlandsflüge, Flüge in Europa und nach Marokko, Türkei, Tunesien und Russland,
- 23,43 Euro (bisher 25 Euro) für Flüge zwischen 2.501 und 6.000 Km, d.h. Flüge in den Nahen und Mittleren Osten und afrikanische Staaten,
- 42,18 Euro (bisher 45 Euro) für Flüge ab 6.001 Km, d.h. in die USA, Australien und den Fernen Osten.
Die Flugsteuer gilt für Flüge, die ab dem 1. Januar 2011 von deutschen Flughäfen vorgenommen werden. Mit dem Kabinettsbeschluss erfolgt jedoch bereits die Berücksichtigung. Die Flugunternehmen werden die Steuer auf die Flugpreise umlegen und damit an die Passagiere weitergeben. Mit der Steuer sollen die Airlines dazu gezwungen werden, umweltfreundlicher zu handeln. Grundsätzlich werden weiter entfernte Ziele stärker besteuert. Keine Besteuerung wird für den Luftfrachtverkehr vorgenommen.
Luftverkehrssteuer verteuert den Flugverkehr
Die Fluggesellschaften beabsichtigen die Weitergabe der Luftverkehrssteuer an die Passagiere. Teilweise wird für die neue Abgabe sogar ein Aufschlag verlangt. Lufthansa und Air Berlin beabsichtigen die Steuer an die Kunden im gleichen Umfang weiterzugeben. Dies gilt für alle Flüge mit Datum ab 01.01.2011. Lufthansa will jedoch weiterhin an seinem 99 Euro-Angebot inklusive aller Steuern und Gebühren festhalten.
Die Billigflieger Ryanair, TUIfly und Germanwings verlangen von ihren Kunden bereits jetzt den Mehrpreis. Nur Ryanair übernimmt bei Sonderangeboten die Luftverkehrssteuer. Dafür wird der Flugplan ab 2011 massiv ausgedünnt. Rund 30 Prozent der Flüge vom wichtigsten Flughafen der Airline in Frankfurt/Hahn sollen gestrichen werden. Einzig Easyjet will die Abgabe nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergeben.
Reiseveranstalter wie TUI schlagen auf die Luftverkehrssteuer sogar noch etwas auf. Kunden müssen 10, 28 und 50 EUR je nach Flugstrecke mehr bezahlen. Begründung: Die Kosten für die Umstellung und Verwaltung würden einen Aufpreis erforderlich machen. Thomas Cook reicht die Flugsteuer eins zu eins durch, auch Rewe mit ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg verlangt die Abgabe, weist diese jedoch nicht explizit aus.
1. Zeit sparen
Schneller und einfacher Kontakt zu interessierten Steuerberatern.
2. Qualität nutzen
Qualitätsgeprüfte Steuer-
berater aus unserem Netzwerk.
3. Kostenlos
Jede Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.
- Körperschaftsteuer(vorheriger Artikel)
- Quellensteuer(nächster Artikel)
Die Luftverkehrssteuer wird 2012 für alle Flüge von deutschen Flughäfen gesenkt. Anfang 2011 führte die Bundesregierung die Flugsteuer als Teil des Sparpakets zur Sanierung des Bundeshaushalts ein. Künftig werden maximal 42,18 Euro für Fernreisen erhoben.