Lohnsteuerkarte Freibetrag

Tipps und Ratgeber für 2010 und 2011

Wer auf seiner Lohnsteuerkarte einen Freibetrag eintragen lässt, kann seinen Nettolohn erhöhen. Denn wer 2010 oder 2011 hohe Ausgaben für den Weg zur Arbeitsstelle hat, kann diese über einen Freibetrag auf der Steuerkarte geltend machen. Nachfolgend erhalten Sie Informationen und Tipps zur Lohnsteuerermäßigung.

Welche Unterlagen erforderlich sind

Wenn absehbar ist, dass man 2010 oder 2011 überdurchschnittliche Ausgaben für den Weg zur Arbeit oder für Handwerker hat, sollte man auf der Lohnsteuerkarte einen Freibetrag eintragen lassen. Positiver Effekt: Der Nettolohn erhöht sich sofort. Die Steuererklärung muss nicht erst abgewartet werden. Folgende Unterlagen werden dafür benötigt:

  • Antrag auf Lohnsteuerermäßigung,
  • Lohnsteuerkarte 2010 bzw. 2010,
  • Sofern vorhanden: Kostenbelege.

Bevor man einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellt, so man prüfen, ob die Voraussetzungen für einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte auch vorliegen. Dazu ein Beispiel: Wer 2010 einen Freibetrag für Werbungskosten eintragen lassen möchte, muss einen Betrag von mehr als 1.520 EUR an Werbungskosten erzielen. Dies wird jedoch erst ab einem Fahrweg zum Arbeitsplatz von 23 Kilometern und mehr erreicht.

Bezüglich der Handwerkerkosten gibt es keinen Mindestbetrag. Man muss dem Finanzamt glaubhaft verdeutlichen, wie hoch die voraussichtlichen Kosten sind. Dazu sind Kostenvoranschläge hilfreich. Der maximale Freibetrag für Handwerkerleistungen liegt bei 4.800 EUR. Die Handwerkerrechnung muss dann in Lohn- und Materialkosten aufgeteilt sein.

Weitere Tipps zum Freibetrag

Wer bereits auf der Lohnsteuerkarte des letzten Jahres einen Freibetrag hatte, kann diesen auch für das Folgejahr übernehmen. Dazu muss auf dem Antrag lediglich "wie im Vorjahr" vermerkt sein.

Verluste aus Vermietung können ebenfalls als Freibetrag eingetragen werden. Um den Antrag stellen zu können, ist die Lohnsteuerkarte 2010 bzw. 2011 erforderlich. Diese muss man sich vom Arbeitgeber zurückgeben lassen. Gleichzeitig muss ein "Antrag auf Lohnsteuerermäßigung" gestellt werden. Einen entsprechenden Vordruck halten die Finanzämter - auch online - bereit.

Wer bereits einen derartigen Antrag gestellt hat, kann das Formular "vereinfachter Antrag" nutzen. In diesem Fall wird der bisherige Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Zusätzlich zum ausgefüllten Antragsformular muss noch eine Kopie der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Vorjahres beigefügt werden.

Mit den vollständigen Unterlagen muss man persönlich beim zuständigen Finanzamt vorstellig werden. Der jeweilige Antrag kann bis zum 30. November eines Jahres gestellt werden. Der Freibetrag wird immer auf die verbliebenen Monate des Jahres verteilt. Die Lohnsteuerkarte muss danach wieder beim Arbeitgeber abgegeben werden.

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