Leverage-Effekt

Mit Fremdkapital lassen sich Renditeerwartungen erhöhen

Alle, die in Investitionsgeschäften anlegen, die auf der Rentabilität eigener Mittel basieren, können ihre Chance mit dem Leverage-Effekt erhöhen.

Leverage-Effekt: Renditeerwartungen mit Risiken

Der Leverage-Effekt steht für einen Begriff aus der Finanzwelt, der die gezielte Hebelwirkung von Finanzierungsmitteln umschreibt. Fremdkapital kann bei der Finanzierung von Gewinn versprechenden Anlagen verwendet werden, um die Rentabilität des eigenen Investitionskapitals zu erhöhen.

Kapitalanleger, die ein geeignetes Anlageobjekt nutzen wollen, jedoch nur über eine begrenzte Höhe eigener Finanzierungsmittel verfügen, können ihre Investitionsvoraussetzungen gezielt erhöhen. Zu den Bedingungen gehört die Kreditwürdigkeit, um Fremdkapital aufzunehmen. Mit einem Kredit lässt sich die Anlagesumme, die sich aus dem eigenen Kapital und dem aufgenommenen Kreditbetrag zusammensetzt, erhöhen.

Ziel ist, nicht nur die eigene Ausgangsposition und Bonität zu verbessern, sondern auch mögliche Renditeerwartungen zu steigern. Der Leverage-Effekt ermöglicht es auf diese Weise, sich an Anlageobjekten zu beteiligen, bei denen es aufgrund des eigenen und nicht ausreichenden Eigenkapitals nicht möglich wäre. Darüber hinaus lassen sich für den Anleger Kapitalmarkterträge steigern, sofern die Investitionsrisiken überschaubar bleiben und der Anleger nicht Gefahr läuft, Eigenkapital wie auch Fremdmittel zu verlieren.

Mit Leverage-Effekt Chancen nutzen

Der Leverage-Effekt ist in der Finanzwelt, die auf spekulative Anlagen ausgerichtet ist, ein gern genutztes Finanzierungsinstrument. Er wird genutzt, mit fremden Mitteln die eigenen Renditechancen zu erhöhen. Hierbei lässt sich eine Währung mit einer anderen Währung kaufen, wobei dieses Kapitalgeschäft nicht mit einer direkten Zahlung verbunden ist. Zur Deckung des Anlagerisikos muss der Investor lediglich für eine Mindestdeckung, eine sogenannte Margin sorgen. Das gehandelte Volumen ist dann in Höhe dieser Margin abgedeckt, wobei die verbleibende Kapitalsumme auf Darlehensbasis finanziert werden kann.

Der Leverage-Effekt verhilft dem Anleger dabei, sich an Devisengeschäften zu beteiligen, ohne einen eigenen großen Kapitalstock mitzubringen. Hierbei droht dem Anleger aber ein hohes Risiko, sobald nicht kalkulierbare Kursschwankungen die vom Investor hinterlegte Margin überschreiten. Totalverluste sind bei Geschäften dieser Art nicht selten, da Renditen einzig und allein auf dem Erfolg der Hebelwirkung durch das zusätzlich eingesetzte Fremdkapital basieren.

Leverage-Effekt: Risikobereitschaft entscheidet über Anlageerfolg

Der Leverage-Effekt basiert in erster Linie auf den Kapitalstrukturregeln, die sich aus der Kombination zwischen Eigenkapital und aufgenommenen Fremdmitteln zusammensetzen. Der Leverage, also der Hebel, drückt die Abhängigkeit der erwarteten Erträge aus dem Eigenkapital im Zusammenspiel mit der Fremdfinanzierung aus. Chancen und Risiken liegen bei finanziellen Transaktionen nah beieinander und sind nicht kalkulierbar.

Als positiv kann ein Geschäft, das mithilfe eines Leverage durchgeführt wird, dann bezeichnet werden, wenn die Rendite des gesamten eingesetzten Kapitals höher ausfällt, als die Zinsen, die für das Fremdkapital aufgebracht werden müssen. Der Leverage-Effekt führt somit bei einer steigenden Verschuldung unter günstigen Kapitalmarktbedingungen zu einer Erhöhung der Eigenkapitalrendite. Entwickelt sich die Kapitalanlage, in die mithilfe dieses Hebels investiert wurde, anders, kommt es in den meisten Fällen zu einem Totalverlust. Anleger, die auf Renditeerwartungen spekulieren und für Finanzgeschäfte auf die Aufnahme von Krediten angewiesen sind, müssen ihr individuelles Chancen-Risiken-Profil einschätzen, da Hebelwirkungen über Fremdkapital nicht vorhersehbar sind.

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