Leibrente
Mietkauf der anderen Art
Die Leibrente im Zusammenhang mit Immobilien
Grundsätzlich erhält der Verkäufer beim Verkauf einer Immobilie den vereinbarten Kaufpreis vom Käufer. Der Hauskauf ist aber auch auf Leibrente möglich. Dabei erhält der Verkäufer vom Käufer monatlich einen fest vereinbarten Betrag, bis der Verkäufer stirbt. Dadurch entfällt allerdings der Anspruch auf ein Erbe für die Hinterbliebenen. Als Verkäufer hat man dadurch den Vorteil, dass man monatlichen einen fixen Betrag zusätzlich zum Einkommen oder eine Art Zusatzpension erhält.
Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass die Zahlungen regelmäßig einlangen. Daher sollte der Verkäufer beim Abschluss des Leibrentenvertrages auf die Bonität des Käufers achten und ausreichend Sicherheiten wissen. Als Sicherheit beim Leibrentenkauf kann zum Beispiel die Eintragung eines Pfandrechtes für wiederkehrende Zahlungen dienen, die im Grundbuch der verkauften Immobilie eingetragen werden. Als Verkäufer kann man mit diesem Pfandrecht bei ausbleibenden Zahlungen des Käufers eine Exekution erwirken und so auf sein Haus zugreifen. Für den Verkäufer eignet sich auch eine Bankgarantie des Käufers als Sicherheit für die regelmäßigen Zahlungen der vereinbarten Leibrente.
Wichtige Vereinbarungen beim Kauf auf Leibrente
Der Kauf einer Immobilie auf Leibrente bietet sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer bestimmte Vorteile, die es gilt, abzuwägen. Im Leibrentenkaufvertrag werden sämtliche Vereinbarungen schriftlich festgehalten. Diese gelten für beide Vertragspartner und stellen eine wichtige Grundlage dieses Geschäfts dar. Im Kaufvertrag auf Leibrente wird in erster Linie die Höhe der Zahlungen festgelegt, die der Käufer in regelmäßigen Abständen an den Verkäufer leisten muss.
Eine weitere wichtige Vereinbarung, die im Leibrentenkaufvertrag keinesfalls fehlen sollte, gilt der Wertsicherung sowie der Verzinsung. Die Wertsicherung sollte an den Verbraucherpreisindex angepasst sein, um etwaige Verteuerungen der allgemeinen Lebensführung abzugelten. Dadurch kann man einer allfälligen Geldentwertung vorbeugen. Bei einem Kauf eines Hauses auf Leibrente sollten im Vertrag natürlich auch andere Details, wie zum Beispiel bezüglich der Immobilie, des Käufers und des Verkäufers angeführt werden. Damit können Unklarheiten beseitigt werden und beide Vertragspartner sind sich von Anfang an bewusst, welche Rechte und Verpflichtungen sie durch das Zustandekommen des Leibrentenkaufvertrages gegenüber dem anderen Vertragspartner haben.
Vorteile für den Käufer bei Leibrente
Der Verkauf einer Immobilie auf Leibrente ist für den Verkäufer wie auch für den Käufer mit interessanten Vorteilen, aber auch Nachteilen verbunden. Die Vorteile für den Käufer ist zu allererst die Tatsache, dass für den Kauf der Immobilie nicht der gesamte Kaufpreis auf einmal aufgebracht werden muss, sondern in verhältnismäßig kleinen Monatsraten zu begleichen ist. Der Käufer hat auch den Vorteil, dass er bereits bei Vertragsabschluss über die Höhe der regelmäßigen Zahlungen, die er in regelmäßigen Abständen bezahlen muss, Bescheid weiß und diese auch in seine Lebensplanung einberechnen kann.
Der Kauf auf Leibrente ist besonders dann empfehlenswert, wenn er den gesamten Kaufpreis nicht auf einmal aufbringen könnte und einen Bankkredit aufnehmen müsst. In diesem Fall ist es günstiger, die Leibrentenzahlungen als den Kredit zu finanzieren. Wie hoch die tatsächlichen Kosten im Endeffekt wirklich sind, hängt von der Lebensdauer des Verkäufers ab.
Weitere Informationen
- Kautionssparbuch(vorheriger Artikel)
- Mietaufhebungsvertrag(nächster Artikel)