Kurzarbeit

Kurzarbeit zur Konkursvermeidung

Durch Kurzarbeit lassen sich finanzielle Engpässe im Unternehmen verhindern. Denn bei schlechter Auftragslage können die Mitarbeiter mit weniger Stunden weiter beschäftigt werden.

Bei Kurzarbeit zu beachten

Wenn es aufgrund der wirtschaftlichen Situation dazu kommt, dass ein Unternehmen auf Kurzarbeit umstellen muss, müssen einige Fristen und Pflichten beachtet werden. In erster Linie geht es darum, dass dem Arbeitsamt das rechtzeitig mitgeteilt wird. Das Unternehmen kann auch die Mitarbeiter und Beschäftigungen, die davon betroffen sind, über die geplanten Vorgänge informieren. Allerdings besteht hierfür keine Pflicht.

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Der Antrag auf das Kurzarbeitergeld muss vom Unternehmen schriftlich beim Arbeitsamt eingebracht werden, um das Kurzarbeitergeld gewährt zu bekommen. Werden Fristen versäumt, kann dieses Geld nicht gewährt werden. Als Fristen gilt jeweils der letzte Tag des Monats, für welchen das Kurzarbeitergeld ausbezahlt werden soll. Dauert die Kurzarbeit länger als einen Monat an, ist das Unternehmen verpflichtet, die Folgeanzeige bis spätestens 15. des Monats beim Arbeitsamt einzubringen. Für die Einführung der Kurzarbeitszeit muss das Einverständnis des Beschäftigten vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, kann das Unternehmen dies mit einer Änderungskündigung durchsetzen.

Kurzarbeit als ideale Lösung

Unternehmen, die sich in einer wirtschaftlich miserablen oder finanziell ausgelasteten Lage befinden, können diese Zeit mit Kurzarbeit überbrücken. Dabei sollte es sich lediglich um vorübergehend schlechte Auftragslagen handeln. Ist damit zu rechnen, dass sich die Wirtschaft über einen längeren Zeitraum hinweg nicht erholt oder verbessert, kann auch mit der Möglichkeit der Kurzarbeitszeit keine Abhilfe gegen finanzielle Schäden erzielt werden. Bei der Kurzarbeit gelten für die betroffenen Beschäftigten für einen gewissen Zeitraum, der sechs Monate nicht überschreiten darf, veränderte Arbeitsbedingungen. Die Arbeitszeiten werden verkürzt, ebenso wird das Entgelt dementsprechend verringert.

Dadurch kann das Unternehmen während wirtschaftlich schlechter Zeiten Kosten wie Personalkosten usw. einsparen, ohne auf Mitarbeiter ganz verzichten zu müssen. Dies hat auch für die Beschäftigten den Vorteil, dass anstelle einer Kündigung eben die verkürzten Arbeitszeiten gelten. Außerdem erhält der Arbeitnehmer während dieser Zeit einen Zuschuss vom Arbeitsamt. Dies hängt jedoch vom Familienstand ab und kann nicht vom Unternehmen beeinflusst werden.

Kündigung bei Kurzarbeit

Natürlich versucht ein Unternehmen, durch die Einführung der Kurzarbeitszeit Kündigungen und Entlassungen von Mitarbeitern und Beschäftigten zu verhindern. Allerdings kann es dennoch dazu kommen, dass ein Mitarbeiter gekündigt werden muss. Es handelt sich als keinesfalls um eine unkündbare Stellung, wenn man sich in Kurzarbeit befindet. Die Kündigung darf allerdings nur dann erfolgen, wenn diese nicht mit Tatsachen begründet werden, welche die Einführung der Kurzarbeitszeit notwendig machten.

Wird die Arbeitszeit verkürzt, so kann ein Mitarbeiter unter Einhaltung der tariflich vereinbarten Kündigungsfristen bzw. der gesetzlichen Kündigungsfristen gekündigt werden. Sobald das Unternehmen die Kündigung ausspricht, erlöschen auch die Ansprüche auf das Kurzarbeitergeld für den Beschäftigten. Ebenso steht es dem Mitarbeiter, der sich in Kurzarbeit befindet, zu, die Kündigung auszusprechen. Während der Kündigungsfrist muss das Unternehmen für diesen Mitarbeiter den vollen Lohn bezahlen. Die Kündigungsfristen betragen zwischen zwei Wochen während der Probezeit bis zu vier Wochen.

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