Kurantrag

Informationen zum Kurantrag

Für eine erfolgreiche Beantragung einer Kur ist ein Kurantrag unerlässlich. Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei diesem Antrag unbedingt achten sollten.

Grundlagen zum Kurantrag

Eine Kur ist eine medizinische Maßnahme, die der vollständigen Rehabilitation beziehungsweise der Prävention oder der Verminderung von Symptomen bei einer Erkrankung dienen soll. Damit diese medizinischen Maßnahmen den gewünschten Erfolg erzielen, ist es notwendig, dass die Kur bedarfsgerecht begonnen und auf die aktuelle medizinische Behandlung abgestimmt wird.

Um hierbei eine optimale Abstimmung zu erreichen, obliegt es der Entscheidung des behandelnden Arztes eine Kur vorzuschlagen. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass der Hausarzt selbst keine Kur genehmigen kann und deshalb vom Patienten zwingend ein Kurantrag gestellt werden muss. Dieser wird wiederum durch eine neutrale ärztliche Einrichtung überprüft. Dabei erfolgt eine erste Prüfung nach Aktenlage. Bei Bedarf hat die ärztliche Einrichtung auch die Möglichkeit, eine persönliche Begutachtung des Patienten anzuordnen und auf dieser Grundlage eine Entscheidung zu treffen. Sollte dabei der Kurantrag abgelehnt werden, steht es dem Versicherten frei, einen Widerspruch einzulegen, sodass es zu einer erneuten Prüfung kommt.

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Kurantrag und Kostenübernahme

Eine Kur ist eine sehr kostenintensive medizinische Behandlung, die jedoch das Ziel verfolgt, den Gesundheitszustand des Patienten langfristig zu verbessern beziehungsweise zu stabilisieren. Da jedoch die Gründe für die Notwendigkeit einer Kur sehr unterschiedlich sein können, neben einer chronischen Krankheit sei hier beispielsweise auch auf einen Arbeitsunfall verwiesen, sind verschiedene Versorgungseinrichtungen als Kostenträger denkbar. Hierzu zählen beispielsweise:

Je nach persönlicher Situation des Antragstellers ist der Kurantrag bei einem dieser Träger einzureichen. Da es vielen Patienten jedoch schwerfällt, die Zuständigkeit richtig abzuschätzen, hat der Gesetzgeber die gesetzlichen Krankenversicherungen dazu verpflichtet, die Versicherten bei allen Fragen zum Kurantrag umfassend zu beraten. Von besonderer Bedeutung ist hierbei auch die Information bezüglich der geltenden Zuzahlungsbestimmungen, bei denen ebenso neben den Pauschalsätzen auch die Belastungsgrenzen zu beachten sind.

Der erneute Kurantrag nach einer Kur

Da eine Kur sich langfristig positiv auf das allgemeine Befinden des Patienten auswirken kann, möchten viele Patienten, die bereits eine Kur in Anspruch genommen haben, eine solche erneut beantragen. Dies ist auch grundsätzlich möglich, es gilt jedoch zu beachten, dass zwischen zwei Kuren eine Wartezeit eingehalten werden muss. Diese beträgt bei allen stationären Kuren 4 Jahre und reduziert sich bei ambulanten Behandlungen auf 3 Jahre. Jeder Kurantrag, bei dem diese Wartezeit nicht eingehalten wurde, wird grundsätzlich abgelehnt.

Ausnahmen hiervon sind nur möglich, wenn für eine Wiederholungskur eine besondere medizinische Dringlichkeit vorliegt und diese vom behandelnden Arzt nachgewiesen werden kann. Der Nachweis einer solchen Dringlichkeit gestaltet sich häufig jedoch schwierig, sodass zum Teil nur eine privat finanzierte Kur eine Alternative darstellt. Diese wird vor allem im benachbarten Ausland, wie beispielsweise in der Tschechischen Republik oder in Ungarn, zu vergleichsweise günstigen Konditionen angeboten.

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