Kreditgebühren

Kreditgebühren beim Bankkredit

Die Kreditgebühren, die bei der Aufnahme eines Kredits anfallen, gliedern sich in unterschiedliche Bereiche. Neben gesetzlichen Gebühren fallen auch individuelle Bankgebühren an.

Fixe Kreditgebühren und variable Gebühren

Bei den Kreditgebühren kann generell zwischen fixen Kreditgebühren und variablen Gebühren unterschieden werden. Die fixen Gebühren werden bei jedem Kreditnehmer in gleicher Höhe verrechnet und fallen immer an.

Dazu zählen etwa die Vertragserrichtungsgebühr oder auch die Gebühren, die an den Staat weiter geleitet werden. Diese fallen immer in derselben Höhe an.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch variable Gebühren, die nicht immer in derselben Höhe verrechnet werden. Zu diesen Gebühren gehören beispielsweise auch die Kontoführungsgebühren oder die Bearbeitungsgebühren. Diese Gebühren richten sich üblicherweise nach der jeweiligen Höhe des Kredits. Je höher die Auszahlungssumme ausfällt, desto höher fallen auch einige der variablen Gebühren an. Die Kontoführungsgebühren hingegen sind beispielsweise von den jeweiligen Konditionen der Bank abhängig, die den Kredit vergibt. Die anderen variablen Kosten werden durch einen Prozentsatz von der Kreditsumme berechnet. Der jeweilige Prozentsatz kann dabei auch von Bank zu Bank unterschiedlich hoch sein.

Zinsen zählen nicht zu den Kreditgebühren

Häufig werden auch die Zinsen, die für einen Kredit anfallen, fälschlicherweise als Kreditgebühren angesehen. Doch dies ist nicht ganz richtig. Denn bei den Zinsen handelt es sich nicht um die klassischen Gebühren, die für einen Kredit anfallen. Denn die Zinsen fallen bei jedem Kredit an und sind mit den monatlichen Raten gemeinsam zu bezahlen. Die Höhe der Zinsen hängt vom jeweiligen Zinssatz ab, der für den Kredit von der Bank bzw. vom Kreditgeber angesetzt wird.

Die Verzinsung der Kreditsumme dient dazu, das Risiko der Bank abzudecken und darüber hinaus auch einen Gewinn für die Bank zu verbuchen. Die Kreditgebühren hingegen werden als Entschädigung für die der Bank durch die Bearbeitung des Kreditantrages bzw. der Kreditauszahlung entstandenen Kosten angesehen, die an den Kreditnehmer weiter verrechnet werden. So können sich die Gebühren beispielsweise auch erhöhen, wenn z. B. eine Bonitätsprüfung für einen zweiten Bürgen durchgeführt werden muss.

Kreditgebühren mit der Rate bezahlen

In der Regel sind die Kreditgebühren nicht direkt in bar vom Kreditnehmer zu bezahlen, sondern sie werden vom Kreditbetrag abgezogen. Alternativ kann auch die Kreditsumme um den Betrag der jeweiligen Kreditgebühren erhöht werden. In diesem Fall werden die Gebühren in den Kredit mit eingerechnet. Der Kreditnehmer erhält dadurch noch immer die von ihm benötigte Auszahlungssumme bei der Auszahlung des Kredits, muss aber im Gegenzug auch mit einer etwas höheren Gesamtsumme kalkulieren, wobei auch für den Mehrbetrag der Kreditgebühren Zinsen verrechnet werden.

Dennoch wird diese Variante häufig gewählt, da die Gebühren somit auf die Gesamtlaufzeit des Kredits aufgeteilt werden und der Kreditnehmer die Gebühren komfortabel gemeinsam mit den Kreditraten zurück bezahlen kann. Die jeweiligen Raten für den Kredit, die er monatlich zurück bezahlt, erhöhen sich in diesem Fall lediglich um einige Euro pro Monat, sodass keine drastische Erhöhung auf den Kreditnehmer zukommt.

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