Kredit in Schweizer Franken

Kredit in Schweizer Franken bedingt empfehlenswert

Inzwischen bieten verschiedene Banken einen Kredit in Schweizer Franken für die Immobilienfinanzierung an. Aus diesem Grund haben wir für Sie die wichtigsten Informationen hierzu zusammengestellt.

Grundlagen zum Kredit in Schweizer Franken

Der Erwerb oder der Bau einer Immobilie ist in der Regel mit einem hohen Kapitaleinsatz verbunden. Oftmals ist der zukünftige Immobilienbesitzer deshalb dazu gezwungen, einen Kredit aufzunehmen. Hierfür bietet sich neben der normalen Baufinanzierung auch ein sogenannter Fremdwährungskredit wie zum Beispiel ein Kredit in Schweizer Franken als eine alternative Form der Immobilienfinanzierung an.

Der mögliche Vorteil dieser Finanzierungsform liegt in der Tatsache, dass bei langfristigen Finanzierungen mit einer hohen Darlehenssumme bereits geringe Unterschiede bei den Kreditkonditionen große Auswirkungen auf die monatliche Rate haben können. Aufgrund eines unterschiedlichen Zinsniveaus wäre es denkbar, durch die Aufnahme eines Fremdwährungskredits zum Beispiel in Form von einem Kredit in Schweizer Franken die monatliche Rate erheblich zu senken oder die Laufzeit zu verkürzen.

Sollte sich ein Immobilienbesitzer für einen solchen Kredit entscheiden, wird die gewünschte Finanzierungssumme in Schweizer Franken umgerechnet. Anschließend wird das Darlehen, wie in folgender Beispielrechnung erläutert, zu den Schweizer Konditionen finanziert und durch den Darlehensnehmer in Schweizer Franken getilgt.

Eine Beispielrechnung: Kredit in Schweizer Franken

Bei diesem Beispiel wird angenommen, dass ein Immobilienbesitzer am 29.07.1999 Darlehen in Höhe von 100.000 Euro benötigte und einen Kredit in Schweizer Franken aufnahm. Unter der Berücksichtigung des Umrechnungskurses zwischen dem Euro und den Schweizer Franken, dieser entsprach am 29.07.1999 einem Wert von 1: 1,598, ergab sich eine Darlehenssumme in Höhe von ca. 159.800 Schweizer Franken.

Im Beispiel wird angenommen, dass der Immobilienbesitzer innerhalb von 12 Jahren rund 25 Prozent von seinem Kredit in Schweizer Franken getilgt und die Restschuld somit auf einen Wert in Höhe von ca. 120.000 Schweizer Franken reduziert hat. Trotzdem ist seine Restschuld in Euro effektiv gestiegen, da die Verschlechterung des Wechselkurses, am 29.07.2011 entsprach der Kurs zwischen dem Euro und den Schweizer Franken nur noch einem Wert von 1: 1,142, dazu führte, dass sich die Restschuld in Euro trotz Tilgung immer noch auf einen Betrag von rund 105.000 Euro belief.

Somit war die Entscheidung für einen Kredit in Schweizer Franken eindeutig eine schlechte Wahl.

Empfehlungen zum Kredit in Schweizer Franken

Wie sich aus der vorangegangenen Beispielrechnung entnehmen lässt, kann die Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehen dazu führen, dass sich die Kreditkonditionen aufgrund einer Abwertung des Euros verschlechtern. Gleichzeitig wäre es natürlich auch denkbar, dass sich bei einer günstigen Kursentwicklung die Restschuld erheblich reduziert.

Aus diesem Grund kann gerade bei einem Kurstief die Entscheidung für einen Kredit in Schweizer Franken eine günstige Alternative sein, da jede Kurssteigerung dazu führen könnte, dass sich die monatliche Belastung verringert. Dadurch könnten unter Umständen auch Möglichkeiten der Sondertilgung in Anspruch genommen werden.

Aufgrund der hohen Unsicherheit bezüglich der Entwicklung des Umtauschkurses sowie der oftmals kürzeren Zinsbindung ist die Aufnahme einer Immobilienfinanzierung in Form von einem Kredit in Schweizer Franken allerdings nur bedingt zu empfehlen. Es sollte unbedingt beachtet werden, dass bei dieser Finanzierungsform nicht nur Einsparchancen, sondern auch große Risiken vorliegen und deshalb eine Entscheidung für oder gegen einen solchen Kredit nicht übereilt getroffen werden sollte.

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