Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung

Informationen zum PKV- und GKV-Zuschuss 2013

Angestellte erhalten für die Krankenversicherung einen Arbeitgeberanteil. Der Zuschuss wird für die gesetzliche und private Krankenversicherung gezahlt. Für das Jahr 2013 wird der Zuschuss im Vergleich zum Vorjahr angehoben, weil die Bemessungsgrenze angehoben wird.

Arbeitgeberanteil für private Krankenversicherung

Arbeitnehmer erhalten vom Arbeitgeber einen Pflichtzuschuss für die Kranken- und Pflegeversicherung. Der Arbeitgeberanteil für die PKV wird jedoch nur dann gewährt, wenn die Krankenversicherung nach Art und Umfang den gesetzlichen Leistungen entspricht.

Folgende Werte gelten für 2013:

  • Beitrag zur PKV 400 EUR - AG-Anteil: 200 EUR,
  • Beitrag zur PKV 600 EUR - AG-Anteil: 279,23 EUR,
  • Beitrag zur PKV 800 EUR - AG-Anteil: 279,23 EUR,
  • Maximaler PKV-Zuschuss - 287,44 EUR.

Der Arbeitgeberzuschuss wird auch für die Kosten der privat versicherten Familienangehörigen gewährt. Maximal steht jedoch der gesetzliche vorgeschriebene Höchstbetrag zur Verfügung. Dieser richtet sich nach dem Höchstsatz der gesetzlichen Krankenkassen. Für die private Pflegeversicherung wird ebenfalls ein Anteil von maximal 50 Prozent gewährt. In 2013 gilt ein maximaler Anteil von 40,36 Euro. Auch hier bildet die Berechnung für die gesetzliche Pflegeversicherung die Grundlage.

Maßgeblich für den Arbeitgeberanteil ist der tatsächlich zu zahlende Beitrag. In der Regel erfolgt gegen Jahresende eine Anpassung der Zuschüsse. Für 2013 gelten höhere Werte als im Vorjahr, weil die maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze angehoben wurde. Privat versicherte Arbeitnehmer erhalten vom Versicherer eine Arbeitgeberbescheinigung. Daraus geht die Beitragsbelastung hervor, so dass der Arbeitgeber den Zuschuss ermitteln kann. Es spielt keine Rolle, wie viele Personen versichert werden. Lediglich die Höhe des Krankenversicherungsbeitrags ist für die Höhe des Arbeitgeberanteils maßgebend.

Der Arbeitgeber muss die Hälfte des gesetzlichen Höchstbeitrags erstatten. Unabhängig davon können Betriebe freiwillige Zuschüsse über diesen Höchstbeitrag hinaus zahlen.

Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird der Arbeitgeberanteil von der Bundesregierung festgelegt. Er wird aus dem allgemeinen Beitragssatz und der Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Für 2011 gelten folgende Werte:

  • (Beitragssatz - Zusatzbeitrag)/2 * BBG oder
  • (15,5% -0,9%)/2 * 3.937,50  = 287,44 EUR.

Arbeitnehmer müssen in der GKV einen höheren Anteil an den Gesundheitskosten tragen. Der Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent muss allein von ihnen getragen werden. Damit wurde ab Juli 2005 die paritätische Finanzierung in der Krankenversicherung aufgegeben. Ausgenommen von dieser Regelung sind Geringverdiener und Auszubildende sowie Bezieher von Arbeitslosengeld II.

In der Pflegeversicherung teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer den allgemeinen Beitragssatz von 2,05 Prozent. Somit errechnet sich der Arbeitgeberzuschuss nach folgender Formel:

  • Beitragssatz/2 * BBG oder
  • 2,05%/2 * 3.937,50 = 40,36 EUR.

Kinderlose gesetzlich Versicherte ab dem 23. Lebensjahr zahlen zusätzlich 0,25 Prozent aus der eigenen Tasche.

Hinweise zum Arbeitgeberanteil

Der Arbeitgeberanteil zur PKV wird so lange gezahlt, wie der Arbeitnehmer Lohn oder Gehalt bezieht. Bei Arbeitsunfähigkeit wird der Zuschuss bis zur arbeitsvertraglich geregelten Lohnfortzahlung gewährt. Sofern ein Krankentagegeld bezogen wird, entfällt der Anspruch auf Erstattung der Krankheitskosten durch die Firma. Der Privatversicherte muss in diesem Fall den vollen Beitrag aus der eigenen Tasche zahlen. Bei Bezug von Elterngeld erfolgt ebenfalls keine Bezuschussung der PKV-Beiträge.

Für eine private Krankenzusatzversicherung von Kassenversicherten, die damit die Lücken der GKV schließen möchten, besteht keine Zuschussberechtigung seitens des Arbeitgebers. Dies gilt im Übrigen auch für private Pflegezusatzversicherungen. Allerdings können die Kosten dafür im begrenzten Umfang steuerlich geltend gemacht werden.

Eine Beitragsrückerstattung mindert den Arbeitgeberzuschuss nicht. Privatversicherte können die Rückzahlung der PKV allein vereinnahmen und erhalten so auch Beitragsbestandteile des Arbeitgebers zurück. Allerdings mindert sich dadurch der steuerlich abzugsfähige Beitrag.

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