Klimafreundlich Heizen – Pellets

Holzpellets als Alternative zu Öl oder Gas

Pellets HeizenDrei Alternativen zu Öl und Gas: Mit Pellets lässt sich gut heizen, Solarthermie sorgt für warmes Wasser in der Dusche, und Geothermie holt die Wärme aus den Tiefen der Erde. Eine kleine Serie zu klimafreundlichen Techniken, um für eine warme Stube zu sorgen. Teil 1: Pellets.

Pellets sind echte Winzlinge: Sie kommen aus Sägewerken und werden aus Holzspänen und Sägemehl gepresst. Pellets sind ein Abfallprodukt der Holzverarbeitung, ihre Länge beträgt bis zu drei Zentimetern. Spezielle Silofahrzeuge sind unterwegs, um die Pellets auszuliefern: Über einen Schlauch werden die Winzlinge in den Lagerraum „eingeblasen“ oder einfach abgekippt. Wer das nicht möchte, kann die Pellets auch in Säcken kaufen.

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Wirkungsweise von Pellets

Brauchen Sie dann eine Schaufel, um die Pellets in den Ofen zu befördern? Nein, Sie müssen nicht selbst anpacken, weil moderne Pellets-Heizungen fast vollautomatisch laufen: Sauggebläse-, Riesel- oder Schneckensysteme transportieren das Brennmaterial einfach in den Brennertopf. Lageraum und Brenner  können ziemlich weit auseinander liegen – bis zu 20 Meter. 

Die Verbrennung läuft effizient ab, wobei möglichst wenige Schadstoffe entstehen. Ein Temperaturfühler übernimmt eine wichtige Aufgabe: Er kontrolliert den Verbrennungsprozess, die Luftzufuhr lässt sich stufenlos regeln. Die heißen Verbrennungsgase steigen auf und strömen an einem Wärmeüberträger entlang. Dieser Überträger ist mit dem Heizungskreislauf des Hauses verbunden. Das Pellets-Lager selbst kann nicht in Flammen aufgehen – der Grund: Die Heizanlage hat eine „Rückbrandsicherung“.

Alle paar Wochen oder Monate sind Wartungs- und Reinigungsarbeiten zu erledigen, die Asche ist regelmäßig zu entfernen. Wenn Pellets-Zetralheizungen dem neuesten Stand der Technik entsprechen, gelten sie als genauso komfortabel wie übliche Gas- oder Ölheizungen. Eine Wartung ist nur einmal im Jahr notwendig.

Welche Vorteile haben Pellets-Heizungen?

Sie sind weitgehend CO2-neutral. Die Verbrennung setzt nur die Menge an CO2 frei, die vorher von den Bäumen aufgenommen wurde. Je nach Marktsituation ist es günstiger, Pellets an der Stelle von fossilen Energieträgern zu verbrennen.

Überhaupt zählt Holz zur Erneuerbaren Energie, es werden keine endlichen Ressourcen verbraucht. Die Lagerung der Pellets macht kaum Schwierigkeiten, weil es keine Explosionsgefahr gibt. Außerdem können Pellets nicht das Grundwasser verunreinigen. Schließlich lassen sich staatliche Fördermittel beantragen, um eine Pellets-Heizung zu finanzieren.

Welche Nachteile haben Pellets-Heizungen?

Die Versorgungssicherheit ist nicht immer gegeben. Durch eine hohe Nachfrage können Pellets knapp werden, wie es im Winter 2005/6 geschehen ist. Wenn das Holz verbrennt, wird Feinstaub freigesetzt. Die Lagerung der Pellets verursacht einen großen Platzbedarf – und die Anschaffungskosten der Pellets-Heizung sind relativ hoch.

Pellets als Brennstoff – das ist eine gute Idee, weil ein nachwachsender Rohstoff wie Holz genutzt wird. Ein weiterer Schritt zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft.

Ein Beitrag von Ingo Leipner

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