Klimabilanz

Umweltschädigende Einflüsse lassen sich dokumentieren

Eine Klimabilanz ist ein richtungsweisender Parameter für den Ausstoß von Emissionen wie Kohlendioxid oder Treibhausgase.

Mit einer Klimabilanz konkrete Emissions-Studien interpretieren

Eine Klimabilanz kann auf unterschiedliche Weise erfolgen und für Staaten durchgeführt werden, die unter anderem auch Angaben für Belastungen aus dem Straßenverkehr, Gebieten rund um Kraftwerke und anderen Verursachern benötigen. Im Gegensatz zur Verbrennung von Biomasse, bei der lediglich die gebundene Masse freigesetzt wird und ein geschlossener Kohlenstoff-Kreislauf entsteht, werden beim konventionellen Anbau von Pflanzen unter anderem Stickstoffdünger und erhebliche Mengen an fossilen und schädigenden Treibstoffen benötigt, die zur Verschlechterung der Klimabilanz beitragen.

Bei der Düngung durch Stickstoff werden Lachgase freigesetzt, die ursächlich an der Zerstörung der Ozonschicht beteiligt sind. Verschlechtert wird die Bilanz des Klimas auch durch das Roden von Regenwaldflächen. Vielfach werden diese Flächen für den Anbau sogenannter Energiepflanzen benötigt, die eine Umweltbelastung reduzieren soll. Die Nachhaltigkeitsverordnung soll regeln, dass gesetzlich definierte Kriterien eingehalten werden, um einen optimierten Anbau zu verfolgen, der nicht nachhaltig zur schädigenden Umweltbelastung beiträgt.

Klimabilanz: Entwicklung von Emissionen steuern

Die Auswertung einer Klimabilanz kann dazu beitragen, den Anbau für Energiepflanzen für die Bioethanol- und Rapsdieselerzeugung zu optimieren, um somit effiziente Klimagaseinsparungen zu erzielen. Bis zu 70 Prozent lassen sich an schädigenden Emissionen einsparen, wobei die individuelle landwirtschaftliche Anbaumethode wie auch die eingesetzte Pflanzensorte einen besonderen Stellenwert einnimmt. Eine Klimabilanz drückt auch die Einsparungen von Mindest-Treibhausgasen aus, die sich an gesetzlich vorgeschriebenen Werten der Nachhaltigkeitsverordnung orientieren. Nachweislich lassen sich im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen bis zu 40 Prozent schädigender Treibhausgase einsparen. 

Spezielle Bilanzen belegen sogar, dass eine Treibhausgasminderung beim Biodiesel im Vergleich zu konventionellen fossilen Kraftstoffen möglich ist, sofern Herstellungsverfahren und die Rohstoffbereitstellung berücksichtigt werden. Deutlich verbessert werden könnten die Klimadaten auch durch nachhaltigere Anbaumethoden wie auch durch eine effizientere Nutzung von organischen Abfall- und Reststoffen. Die Erzeugung von Biokraftstoffen, die mit einem minimalen Herstellungsaufwand verbunden sind, wie Biogas oder Pflanzenöl könnte ebenfalls zu besseren Klimadaten führen.

Mit einer Klimabilanz zum verbesserten Umweltschutz

Nicht nur die Reduzierung von Kohlendioxid und Treibhausgasen führt zu einer verbesserten Klimabilanz, sondern auch die Beschaffenheit der Anbauflächen. Während das fortschreitende Erschließen von Torfmooren und Regenwäldern für den Anbau von sogenannten Energiepflanzen einen negativen Einfluss auf das Klima nimmt, wirkt sich die Nutzung von degradiertem Boden auf die Bilanz des Klimas positiv aus. Um die Klimabilanz weltweit nachhaltig zu verbessern, muss die Nutzung von Ölressourcen, zu denen unter anderem Ölsande und auch Ölschiefer gehören, eingeschränkt werden, weil die CO2-Bilanz deutlich schlechter als bei konventionellen Ölen ausfällt.

Bis zum Jahr 2020 will die Bundesrepublik wie auch die anderen EU-Mitgliedsstaaten den Ausbau für regenerative Energien weiter ausbauen und den konventionellen Kraftstoffen wie Diesel und Benzin verstärkt Biosprit beimischen. Bilanzen, die das Klima bewerten, sehen jedoch in dem Umfunktionieren von Brachen in Agraranbauflächen für Biosprit eine nachhaltige Beeinträchtigung des Klimas, weil diese Böden weniger Kohlenstoffverbindungen halten und langfristig auch eine Biodiversität befürchtet wird.

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