Kilometergeld

Kilometergeld als Fahrtkostenentschädigung

Mit dem Kilometergeld steht eine gute Möglichkeit zur Verfügung, um für Dienstfahrten mit dem eigenen Auto entschädigt zu werden.

Anspruchsberechtigung für Kilometergeld

Das Kilometergeld ist nicht mit der Pendlerpauschale zu verwechseln. Wer genau anspruchsberechtigt ist, wird in der Kilometergeldregelung festgehalten. Mit dem Kilometergeld werden dem Arbeitnehmer jene Kosten erstattet, die durch zurückgelegte Kilometer während der Arbeitszeit entstehen, sofern dieser mit dem privaten Fahrzeug unterwegs ist. Die Ansprüche können vom Arbeitnehmer beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Es wird für alle Fahrten während der Arbeitszeit ausbezahlt, auch wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß Wege zurücklegt. Damit die Abgeltung des Kilometergeldes korrekt abgewickelt wird, muss der Arbeitnehmer darauf achten, private und berufliche Fahrten genau zu trennen und auch schriftlich festzuhalten. Ebenso sind so genannte gemischte Fahrten zu vermeiden, also eine Fahrt für private und berufliche Zwecke, da dadurch Fehler bei der Berechnung des Kilometergeldes auftreten können, die, wenn auch ungewollt, zu Beschuldigungen hinsichtlich Steuerhinterziehung oder gar auch Betrug führen können.

Kilometergeld bei geringfügigen Beschäftigungen

Eine geringfügige Beschäftigung liegt dann vor, wenn eine gewisse wöchentliche Arbeitszeit sowie eine bestimmte Lohn- bzw. Entgeltgrenze nicht überschritten wird. Werden im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse Fahrtstrecken mit dem Privatauto für berufliche Zwecke während der Arbeitszeit zurückgelegt, hat man als Arbeitnehmer grundsätzlich Anspruch auf ein Kilometergeld, mit dem die Kosten für die Benutzung des Fahrzeuges abgegolten werden.

Die Höhe des Kilometergeldes ist gesetzlich geregelt, kann aber auch mit dem Dienstgeber vereinbart werden. Bezüglich des Bezuges von Kilometergeld werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer individuelle Vereinbarungen getroffen. Auch bei Minijobs oder geringfügigen Beschäftigungen kann diese Aufwandsentschädigung für Fahrtkosten erstattet werden, wobei diese nicht zum monatlichen Entgelt hinzugerechnet wird. Somit zählen die Fahrtkosten nicht zum monatlichen Arbeitsentgelt und man kann damit auch nicht die Geringfügigkeitsgrenze überschreiten. Bei der Abrechnung werden die Fahrtkosten und das monatliche Brutto-Entgelt sowie die Steuern und Versicherungsbeiträge separat ausgewiesen.

Von wem kann man Kilometergeld beziehen?

Zuständig dafür, bei wem der Anspruch auf Kilometergeld besteht, ist der Arbeitgeber. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, um diese Leistung zu erhalten. Für Arbeitnehmer, die während der der Arbeitszeit mit dem Privatfahrzeug Autofahrten übernehmen, werden mit dem Dienstgeber Vereinbarungen bezüglich des Kilometergeldes getroffen.

Damit man Anspruch darauf hat, muss es sich um beruflich notwendige Reisen handeln, wie zum Beispiel einen Besuch bei Kunden, Seminaren oder Fahrten zu weiter entfernten Filialen. Vom Staat hat man zwei Möglichkeiten, um Kilometergeld zu erhalten. Für Fahrten vom Wohnort zur Arbeitsstätte kann man eine Pendlerpauschale beantragen, die unter gewissen Voraussetzungen gewährt wird. Die Höhe dieser Leistung ist gesetzlich festgelegt. Erhält man eine Ladung vom Gericht, dort als Zeuge auszusagen, ersetzt der Staat die Kosten für die Anreise. Dies kann mit dem eigenen PKW oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Die Höhe des Kilometergeldes für diese Reisekosten ist grundsätzlich etwas geringer, deckt aber dennoch Kosten wie Benzinkosten oder Verschleiß des Wagens, die durch den Aufwand entstehen.

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