Kapitalmarkt

Der Kapitalmarkt

Die Konditionen auf dem Kapitalmarkt werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Einflussgrößen vor.

Begriff des Kapitalmarktes

Der Kapitalmarkt ist ebenso wie der Geld- und Kreditmarkt ein Teilbereich vom Finanzmarkt und bezeichnet die Gesamtheit aller Institutionen beziehungsweise Transaktionen, die in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage der Finanzierung von Investitionen dienen.

Dabei ist es für diesen Markt typisch, dass das Kapital vom Anbieter dem Kapitalnehmer als Nachfrager, hierbei kann es sich um Privatpersonen, Unternehmen aber auch staatliche Institutionen handeln, mittel- und langfristig zur Verfügung gestellt wird.

Der Kapitalgeber verfolgt mit der zur Verfügungsstellung des Kapitals das Ziel, sein bereitgestelltes Kapital zu vermehren. In Abhängigkeit von der Anlageform aber auch der Organisation vom Kapitalmarkt kann die Höhe der Rendite feststehen oder variieren. Unabhängig davon gilt jedoch zu beachten, dass die Rendite vor allem von dem Risiko abhängig ist. Bei risikobehafteten Kapitalanlagen besteht in der Regel die Möglichkeit, eine höhere Rendite zu erzielen, aber auch das Kapital gänzlich zu verlieren. Bei sicheren Anlageformen mit einer niedrigeren Rendite ist dies nicht der Fall.

Der organisierte und unorganisierte Kapitalmarkt

In Deutschland wird zwischen einem organisierten und einem unorganisierten Kapitalmarkt unterschieden. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Formen stellt der staatliche Einfluss dar.

Bei der organisierten Form wird in der Regel ein Intermediär, dabei kann es sich beispielsweise um eine Bank, eine Kapitalbeteiligung- oder Kapitalanlagegesellschaft handeln, eingeschaltet. Dabei gilt zu beachten, dass dieser der staatlichen Aufsicht unterliegt und für die Ausübung seiner Tätigkeit bestimmten Anforderungen entsprechen muss. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Einlagen des Kapitalgebers beispielsweise durch vorgeschriebene Richtlinien zur Risikoverteilung vergleichsweise sicher sind.

Im Gegensatz dazu sind bei dem nicht organisierten Kapitalmarkt nur wenige Vorschriften zu beachten. Somit obliegt es der Entscheidung des Kapitalgebers und des Kapitalnehmers, zu welchen Bedingungen das Kapital zur Verfügung gestellt wird. Dabei ist oftmals typisch, dass der Kapitalgeber durch die Kapitalbereitstellung nicht zwingend sein Kapital vermehren, sondern zum Beispiel durch die Bereitstellung eines Lieferantenkredits seinen Absatz stärken möchte.

Sicherheit und Rendite am Kapitalmarkt

Die Sicherheit der Einlagen sowie die Höhe der Rendite am Kapitalmarkt sind stark davon abhängig, in welcher Form das Kapital vom Kapitalgeber zur Verfügung gestellt wird. Hierbei kann grundsätzlich zwischen 2 Formen unterschieden werden. Dies sind:

  • Bereitstellung des Kapitals als Eigenkapital,
  • Bereitstellung des Kapitals als Fremdkapital.

Bei der Bereitstellung des Kapitals als Eigenkapital erhält der Kapitalgeber einen Anteil an einem Unternehmen, zum Beispiel in Form einer Aktie. Dabei profitiert er als Anteilseigner davon, dass seine Rendite vom Unternehmenserfolg abhängig ist, trägt aber auch das Risiko eines hohen Verlustes.

Im Gegensatz dazu ist bei einem bereitgestellten Fremdkapital die Rendite festgeschrieben. Allerdings ist sie je nach Anlageform auch nur bedingt sicher, da auch in diesem Bereich vom Kapitalmarkt zum Teil das Risiko der Insolvenz besteht. Dieses Risiko kann jedoch durch die Wahl einer vergleichsweise sicheren aber oftmals renditeschwächeren Kapitalanlage erheblich reduziert werden. Als Beispiel hierfür ist die verbriefte Forderung im Form der Staatsanleihe zu nennen.

Weitere Artikel