Kapitallebensversicherung

Kombination aus Altersvorsorge und Versicherungsschutz

Altersvorsorge und Versicherung der Risiken Todesfall und Berufsunfähigkeit in einem? Mit der Kapitallebensversicherung gelingt die Kombination aus Rentenvorsorge und Versicherungsschutz. Allerdings sollte man bei der Auswahl vorsichtig sein. Nur leistungsstarke Anbieter machen die Kapitalversicherung für den Sparer zu einem sinnvollen Geschäft.

Was ist die Kapitallebensversicherung?

Bei der Kapitallebensversicherung werden mindestens zwei Versicherungen in einem Vertrag angeboten:

Auf diese Weise werden die Vorsorge für die Rente und die Absicherung der Hinterbliebenen und der Arbeitsunfähigkeit kombiniert. Was auf den ersten Blick als undurchsichtig erscheint, macht beim zweiten Blick durchaus Sinn. Denn der Ehegatte und die Kinder erhalten beim Tod des Versorgers ein garantiertes Kapital zuzüglich der Überschüsse ausgezahlt. Der Sparer sichert sein eigenes Versorgungsziel durch den Zusatzbaustein gegen Berufsunfähigkeit. Damit wird das Kapital für die Rente auch im Krankheitsfall erreicht.

Eine Kapitalversicherung wird als langfristiger Vertrag abgeschlossen, d.h. die Laufzeit wird an den voraussichtlichen Rentenbeginn angepasst. Dies ist auch aus steuerlichen Gesichtspunkten interessant: Wenn der Vertrag nach dem 60. Lebensjahr ausgezahlt wird und mindestens 12 Jahre gelaufen ist, muss nur die Hälfte der Erträge versteuert werden. So bietet die Kapitallebensversicherung eine attraktive Rendite bei gleichzeitigem Versicherungsschutz.

Vorteile der Kapitallebensversicherung

Mit der Kapitallebensversicherung erwirbt der Vorsorgesparer einen Anspruch auf eine garantierte Kapitalauszahlung. Auf die eingezahlten Sparbeiträge, also das eingezahlte Kapital abzüglich der Kosten für Risikoschutz und Verwaltung, wird für die gesamte Laufzeit eine Garantieverzinsung von 2,25 Prozent gewährt - und das jedes Jahr.

Zusätzlich legt der Versicherer für jedes Jahr eine Überschussbeteiligung fest, was zu einer Erhöhung des angesparten Geldes führt. Die an den Kunden weiter gegebenen Überschüsse hängen von der Entwicklung der Zinsen und Kurse ab und sind variabel. Einmal zugesprochene Überschussbeteiligungen können jedoch nicht mehr zurückgenommen werden und erhöhen somit das Garantiekapital.

Zum Ende des Vertrages werden zusätzlich die Schlussüberschüsse sowie die Beteiligung an den Bewertungsreserven ausgezahlt. Treue Kunden erhalten dadurch mehr Kapital als diejenigen, die ihren Vertrag vor Ablauf stornieren. Vor allem in der Kombination mit dem angebotenen Versicherungsschutz bietet die Kapitallebensversicherung die Sicherheit einer ausreichenden Versorgung im Alter - für einen selbst und den Ehe- oder Lebenspartner.

Kapitallebensversicherung: Welche Nachteile gibt es?

Jeder Vertrag mit positiven Eigenschaften bringt auch Nachteile mit sich. Die Kapitallebensversicherung eignet sich nur für die langfristige Anlage. Wer sein Geld für fünf bis zehn Jahre anlegen möchte, sollte Anlagen in Festgeld oder Investmentfonds wählen. Durch die hohen Schlussüberschüsse lohnt sich die Versicherung nur den Personenkreis, der den Sparvorgang auch durchhält. Wer vorher kündigt, erleidet (massive) Verluste. Dies macht die Kapitalversicherung zu einer eher inflexiblen Anlage.

Wer sich für die klassische Anlage entscheidet, muss sich mittel- bis langfristig möglicherweise mit Minizinsen begnügen. Denn im Anlage-Portfolio der Versicherer stecken vorwiegend festverzinsliche Staatsanleihen. Da die hochverzinsten Anleihen in den letzten Jahren ausgelaufen sind, mussten die Unternehmen die Anlegergelder in neue Anleihen investieren. Aufgrund der jahrelangen Niedrigzinsphase sind die Überschusssätze deutlich gesunken. Mittlerweile werfen die Policen im Schnitt gerade einmal vier Prozent Verzinsung ab.

Die Kombination aus Risikoversicherung und Sparvorgang kann (zu) teuer sein. Ein renditeträchtiger Versicherer bietet mitunter keine günstige Risikoversicherung an. Oftmals fahren Kunden mit einer privaten Rentenversicherung und einer separaten Risikolebensversicherung besser als mit dem Kombiprodukt.

Kapitallebensversicherung: Überblick zu den Produkten

Wie kann man nun sein Geld in der Kapitallebensversicherung anlegen? So vielfältig wie die Zahl der Versicherer ist, erscheint auch das Angebot der angebotenen Produkte und Tarife. Die Versicherer haben sich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingestellt und bieten individuelle Garantien und leistungsstarke Zusatzbausteine. Grundsätzlich kann der Kunde zwischen folgenden Sparformen wählen:

  • Monatlicher Sparvertrag,
  • Einmalbeitrag.

Die Kapitallebensversicherung lässt sich zudem nach der Form der Überschussbeteiligung unterscheiden. Bei der klassischen Variante erhält der Kunde eine Garantieverzinsung von 2,25 Prozent pro Jahr. Die Überschüsse werden im Deckungsstock des Versicherers angelegt. Dies bedeutet, dass der Großteil der Anlegergelder in Anleihen, Pfandbriefe und Immobilien wandert. Die Renditechancen sind begrenzt, das Risiko von Schwankungen ist äußerst gering.

Eine Alternative stellt die fonsdgebundene Anlage dar. Der Lebensversicherer gewährt keine Garantie, der Kunde kann zwischen verschiedenen Fond wählen. Die Renditeerwartung ist deutlich höher. Allerdings schwankt der Vertragswert mit der  Wertentwicklung der hinterlegten Fonds. Für sicherheitsbewusste Anleger, die auf die lukrative Fondsanlage nicht verzichten wollen, gibt es die sogenannten Hybridprodukte. Solche Produkte sind mit einer Mindestgarantie ausgestattet. Die Überschüsse werden in Fonds angelegt. 

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