Kaltmiete
Kaltmiete und Bruttomiete unterscheiden sich
Abgrenzung von Warm- und Kaltmiete
Im deutschen Mietrecht wird zwischen der Kalt- und Warmmiete unterschieden. Dabei stellt die Kaltmiete, häufig wird sie auch als Nettomiete beziehungsweise Nettokaltmiete bezeichnet, jenen Teil der Miete dar, den der Eigentümer vom Mieter für die Überlassung der Mieträume erhält.
Im Gegensatz dazu enthält die Warmmiete neben der Kaltmiete auch sämtliche Nebenkosten wie zum Beispiel die Kosten für Heizung und Warmwasseraufbereitung. Zusätzlich dazu können in der Warmmiete unter anderem auch folgende Kosten enthalten sein:
- Kosten für die Treppenhausreinigung,
- Kosten für die Flurbeleuchtung,
- Kosten für den Hausmeister,
- Kosten für die Müllabfuhr,
- Kosten für den Kabel- oder Satellitenanschluss.
Da sich die Summe der Nebenkosten aus verschiedenen Positionen zusammensetzt und nicht ausschließlich mit der Wärme in Zusammenhang steht, wird anstelle des Begriffs Warmmiete häufig auch die Bezeichnung Bruttomiete verwendet, die dem Betrag entspricht, den der Mieter an den Vermieter monatlich überweisen muss.
Einflussfaktoren auf die Kaltmiete
Die Höhe der Kaltmiete, sie wird in der Regel aus dem Produkt der Wohnfläche sowie dem Mietpreis pro Quadratmeter berechnet, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Als Beispiele hierfür ist die Wohnlage, die Ausstattung sowie die Größe der Wohnung aber auch das Baujahr des Hauses zu nennen.
Je nach Region kann der Einfluss der verschiedenen Faktoren auf die Nettokaltmiete variieren. Trotzdem gibt es in Abhängigkeit von den verschiedenen Faktoren grundsätzlich ein paar Tendenzen. So sind zum Beispiel in der Regel die Mietpreise für verkehrstechnisch gut angebundene Wohnungen in zentraler Lage im Innenstadtbereich höher als vergleichbare Wohnungen im übrigen Stadtgebiet beziehungsweise im ländlichen Umland. Je nach Lage aber auch Infrastruktur kann es nämlich erheblich Zu- oder Abschläge bei der Kaltmiete pro Quadratmeter geben.
Neben diesem Faktor ist der Quadratmeterpreis für die Wohnfläche oftmals aber auch von der Wohnungsgröße abhängig. Zumeist fällt er bei kleineren Wohnungen höher aus.
Die Entwicklung der Warm- und Kaltmiete
Die Preisentwicklung bei der Kaltmiete ist vom Wohnungsangebot sowie der Wohnraumnachfrage abhängig. Da diese von Region zu Region variieren können, steigen in einigen Teilen Deutschlands die Nettokaltmieten kontinuierlich, während in anderen Gebieten zum Beispiel mit einem hohen Wohnungsleerstand die Mietkosten pro Quadratmeter schon längere Zeit auf einem konstanten Niveau verweilen oder zum Teil sogar sinken. Dadurch sind insgesamt die Preisanstiege bei der Kaltmiete vergleichsweise gering.
Ein Großteil der Bevölkerung nimmt diese Entwicklung als solche jedoch nicht wahr und klagt darüber, dass die Wohnkosten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Diese allgemeine Feststellung ist grundsätzlich korrekt. Der Hauptgrund hierfür liegt jedoch nicht in den gestiegenen Mietkosten, sondern in der Tatsache, dass die Preiserhöhungen bei Strom, Erdöl und Gas zu einer drastischen Erhöhung der Betriebskosten führten. Dadurch erhöhen sich die Nebenkosten und somit auch unabhängig von der Entwicklung der Mietpreise die Warmmiete.
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