Inflation

Wirtschaftskrise infolge anhaltender Geldentwertung

Grundsätzlich spielt bei der Entstehung einer Inflation die in unserer Volkswirtschaft vorhandene Geldmenge eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ist aber auch eine knappe Gütermenge ein wichtiger Faktor für den Geldwert, da Güterknappheit zum Preisanstieg führt.

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Ursachen und Entstehung der Inflation

Der lateinische Begriff Inflation hat die Bedeutung von „Anschwellung“. Auf eine Volkswirtschaft übertragen bedeutet das, dass sich das Preisniveau deutlich erhöht. Die Ursachen für diesen auf alle Güter ausgedehnten Preisanstieg können recht verschieden sein. So kommt es immer dann zu einer allgemeinen Preiserhöhung, wenn die Geldmenge innerhalb einer Volkswirtschaft zu stark erhöht wird. Regierungen neigen dazu, die staatliche Geldmenge zu erhöhen, wenn dies als wirtschaftspolitisches Instrument angezeigt erscheint.

Zu geldmarktpolitischen Aktivitäten von Staaten oder Zentralbanken kommt es bei Bekämpfung wirtschaftlicher Probleme, wie zum Beispiel

  • Deflation,
  • Inflation,
  • Arbeitslosigkeit,
  • Preis-Instabilität,
  • Wert-Verfall.

Auf das allgemeine Preisniveau wirkt sich aber auch eine Güterknappheit aus. Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, sind Verbraucher bereit, höhere Preise für Güter zu bezahlen. Anbieter nutzen diese Gelegenheit zunächst, sind aber in der Folge selbst von Preiserhöhungen beim Rohstoff- oder Wareneinkauf betroffen. Letztendlich steigt auch das Lohnniveau, da ansonsten ein Konsum nicht mehr möglich wäre. Andererseits kann ein Ungleichgewicht aber auch durch schnell steigende Lohnkosten entstehen, die steigende Produktionskosten und damit wiederum einen Preisanstieg nach sich ziehen. Weitere Einflussfaktoren auf die Preisstabilität sind Rohstoffpreise für Importgüter, drastisch steigende Energiepreise, Steuererhöhungen und extreme Zinsanhebungen.

Eine relativ einfache Ursache kann die Anhebung der Geldmenge zur Erhöhung der staatlichen Ausgaben sein, die auf diesem Weg in den Wirtschaftskreislauf einfließt.

Auswirkungen der Inflation auf die Volkswirtschaft

Der Preisanstieg beginnt zunächst kaum spürbar, schleichend und seine Folge wird in diesem Stadium daher auch als schleichende Inflation bezeichnet. Wird dem nicht entgegengewirkt, so entwickelt diese sich zu einer trabenden, galoppierenden und schließlich zur Hyperinflation. In ihrer schleichenden Ausprägung wirkt sich die Geldentwertung nicht unbedingt negativ auf eine Volkswirtschaft aus. Sie ist aufgrund ihrer Nachfrage fördernden Wirkung sogar positiv für eine Marktwirtschaft. Sobald die Inflationsrate aber höher ist als fünf Prozent, beginnt das Geld seinen Wert schneller zu verlieren als Güter oder Vermögensanlagen. Diese Entwicklung führt zur Flucht in Vermögenswerte wie Gold und Immobilien oder Kapitalanlagen im Ausland. In der Gesellschaft kann sich eine Ersatzwährung etablieren, etwa in Form einer stabilen, ausländischen Währung oder von Sachwerten.

Da inländische Kapitalanlagen abnehmen, können keine langfristig zuverlässigen Kredite mehr vergeben werden, aber auch der Handel nationaler Beteiligungen an der Börse bricht ein. In der Folge steigen Zinsen für Kapitalanlagen und Fremdkapital und es kommt zu Unternehmenszusammenbrüchen. Im internationalen Handel hat diese Entwicklung eine Abwertung der Währung und somit sinkende Renditen bei Exportgeschäften zur Folge. Gleichzeitig steigt der Import preisgünstigerer, ausländischer Waren und es entwickelt sich unter Umständen ein Import-Überschuss.

Am Ende führt die Inflation zur Senkung der Reallöhne und zum völligen Wertverlust von Geldvermögen und festverzinslichen Wertpapieren.

Staatliche Maßnahmen, die der Inflation entgegenwirken

Da die Inflation zur völligen Zerstörung der Kaufkraft führt und sich durch die Entwicklung der Lohn-Preis-Spirale ständig selbst verstärken kann, sind zur Eindämmung staatliche Maßnahmen notwendig. Staatliche Preis- und Lohnbindungen könnten ein Instrument darstellen, mit dem die Spirale gestoppt werden kann. Jedoch hat die Geschichte schon unter dem römischen Kaiser Diokletian gezeigt, dass die Preisentwicklung sich in einem solchen Fall andere Wege sucht, zum Beispiel in der Entwicklung eines Schwarzmarktes. Auch eine Reduzierung der Geldmenge allein aufgrund der Zinsentwicklung ist als Mittel gegen die Geldentwertung nicht wirksam. Sie führt zwar zu sinkenden Preisen, kann aber langfristige Zinsvereinbarungen nicht beeinflussen, sodass die Rückzahlung von Krediten für Investitionsgüter zu einem deutlichen Ungleichgewicht führen würde. Insgesamt kann sich diese Form der Einflussnahme auf das Wirtschaftsgeschehen deflationär und rezessiv auswirken.

Letztendlich ist nur eine Kombination verschiedener Maßnahmen zu einer wirksamen Bekämpfung der Inflation geeignet. Mit einer Reduzierung der Geldmenge muss zum Beispiel ein Einfluss auf die Zinsentwicklung einhergehen. Gleichzeitig können Steuererhöhungen und eine Reduzierung der Staatsausgaben Maßnahmen auf der Nachfrageseite darstellen. Um einen starken Preisanstieg und die daraus resultierende Geldentwertung von vornherein zu verhindern, steuern moderne Staaten dadurch entgegen, dass die vorhandene Geldmenge am Produktionspotential innerhalb der Volkswirtschaft gemessen wird.

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