Indexfonds

Fondsanteile, die dem ausgewählten Index folgen

Es gibt viele Ideen, wie Anleger mit Fonds eine gute und sichere Rendite erzielen können. Eine Strategie ist eine am Index orientierte Verteilung des Fondsvermögens. Wir empfehlen daher vorsichtigen Anlegern die Auswahl von Indexfonds.

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Indexfonds und andere Fondsanlagen

Das Angebot an Möglichkeiten zur Kapitalanlage ist sehr vielfältig und die Ideen der Finanzmanager sind äußerst kreativ. Seit vielen Jahren schon gibt es Aktien- oder Immobilienfonds, in denen Vermögensanteile einer großen Anzahl von Anlegern zusammengefasst werden. Auf diese Weise nutzen Fondsgesellschaften in ihrer Anlagestrategie den Vorteil eines großen Fondsvermögens und sind in der Lage, kleine Verluste schnell auszugleichen.

Die Fondslandschaft hat sich in den letzten zehn bis zwanzig Jahren stark verändert, da sehr viele verschiedene Fonds hinzugekommen sind. Längst lässt sich mit kleineren Vermögensanteilen nicht mehr nur ein Aktien- oder Immobilienkapital aufbauen. Der Finanzmarkt bietet inzwischen

und viele andere Möglichkeiten. Jeder spezielle Fonds investiert entweder in einer gewissen Vermögensform oder unter Anwendung einer besonderen Strategie.

Ein Indexfonds investiert das Fondskapital meist in Aktien und orientiert sich dann in der Anlagepolitik an einem der berühmten Aktienindizes wie dem Deutschen Aktienindex DAX, dem europäischen EuroStoxx 50 oder dem amerikanischen Dow Jones. Anleger profitieren von einer Investition in diese besonderen Fonds schon dadurch, dass sie nicht einer unter Umständen risikofreudigen Anlagepolitik der Fondsmanager ausgeliefert sind, denn das Ziel ist nicht eine unbedingte Gewinn-Maximierung. Die Aufgabe besteht vielmehr darin, den Wert des Fonds immer nah am jeweils ausgewählten Index zu halten.

Eine gute Idee liegt Indexfonds zugrunde

Die Idee, die zur Entwicklung von Indexfonds führte, ist eigentlich gar nicht so abwegig, aber sie ist nicht dazu geeignet, in möglichst kurzer Zeit Rekord-Renditen zu erwirtschaften. Dafür aber sind sie vor allem vorteilhaft für Privatanleger, die weder die Zeit noch die Möglichkeit haben, sich ständig um das ideale Portfolio zu bemühen oder die ihr Kapital nicht gerne risikofreudigen Fondsmanagern überlassen. Anleger, die ihr Kapital in diese Fonds investieren, kennen das Ziel, denn es ist einzig und allein darauf ausgelegt, sich an einem ausgewählten Index zu orientieren. Dabei gibt es diese besonderen Fonds noch gar nicht so lange. Sie wurden erst im Jahr 1998 durch das 3. Finanzmarktförderungsgesetz ermöglicht. Bis dahin war die Nachbildung eines Indexes noch nicht erlaubt.

Um die Erfolge der verschiedenen Fondsgesellschaften auf diesem Gebiet vergleichen zu können, gibt es eine bestimmte Marke, die aussagt, wie gut ihnen diese Orientierung gelingt, der Tracking Error. Genau genommen gibt der Tracking Error an, wie weit der Fonds in seiner Anlagestrategie von der Zusammensetzung des ausgewählten Indexes abweicht. Ihr Ziel verfolgen Fondsmanager der Indexfonds entweder, indem sie in dieselben Wertpapiere investieren, die auch der zugrundeliegende Index im selben Verhältnis abbildet, oder dadurch, dass sie Derivate, sogenannte Swaps, zur Nachbildung des Indexes nutzen.

Chancen und Risiken der Indexfonds

Die große Chance, die eine Anlage in Indexfonds bietet, ist die Sicherheit, dass der Fonds den zugrundeliegenden Index nicht weit übertrifft, aber auch nicht deutlich unterschreiten wird. Kein Fondsmanager, der mit diesen Fonds arbeitet, muss sich durch riskante Anlagemanöver und außergewöhnlich hohe Renditen profilieren.

Der ausgewählte Index gibt vor, in welchen Werten das Fondskapital angelegt wird, sodass diesem nur zu folgen ist. In der Regel richtet sich der Index nach den wichtigsten Aktien, die am jeweiligen Markt gehandelt werden. Man nennt Fonds, die sich nach einem Index richten, daher auch Passivfonds. Da nicht durch aktive Finanzaktivitäten eine außergewöhnliche Performance erzielt werden muss, sind die Gebühren, die für den Kauf von Passiv-Fondsanteilen anfallen, nicht so hoch wie beim Ankauf aktiv gemanagter Fondsanteile.

Die Anlage in Indexfonds ist üblicherweise langfristig ausgelegt. Fondsanteile müssen daher nicht häufig umgeschichtet werden. Das Risiko ist auch bei einer langfristigen Anlage aufgrund der breiten Streuung eher gering. Die Transparenz dieser Fonds ist ein weiterer Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist. Anleger können anhand der Index-Bewegungen immer leicht nachvollziehen, wie ihre Fondsanteile angelegt sind. Da die Fondsanteile ebenso an der Börse gehandelt werden wie die Wertpapiere selbst, lassen sie sich zudem leicht verkaufen.

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