Hypothekendarlehen

Günstige Anbieter für ein Hypothekendarlehen finden

Zumeist kann der Traum vom eigenen Haus nur durch ein Hypothekendarlehen finanziert werden. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen!

Grundlagen zum Hypothekendarlehen

Ein Hypothekendarlehen ist ein wichtiger Bestandteil der Immobilienfinanzierung. Im Gegensatz zu anderen Arten der Finanzierung erhält der Gläubiger bei dieser Form der Kreditvergabe eine Besicherung in Form eines eingetragenen Grundpfandrechts. Bei diesem Grundpfandrecht kann es sich um eine Hypothek oder eine Grundschuld handeln.

Im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Schuldners kann der Gläubiger aufgrund des eingetragenen Grundpfandrechts eine Zwangsversteigerung erwirken und so seine Forderung durchsetzen. Falls mehrere Gläubiger ihre Forderung durch ein Grundpfandrecht abgesichert haben sollten, gilt bei einer Versteigerung die eingetragene Rangfolge. Sollte also ein Darlehnsnehmer mehrere Hypothekendarlehen aufgenommen haben und der Erlös aus der Versteigerung für die Tilgung nicht ausreichen, erfolgt somit keine prozentuale Aufteilung. Dieser Sachverhalt lässt sich mit folgenden Grundpfandrechten so beschreiben:

  • Bank A: 75.000 Euro
  • Bank B: 150.000 Euro
  • Bank C: 50.000 Euro
  • Verkaufserlös aus Zwangsversteigerung 130.000 Euro

Im Beispielfall würde die Bank A 75.000 und die Bank B 55.000 Euro erhalten, die Bank C würde nichts bekommen.

Absicherung von Hypothekendarlehen

Wie bereits erwähnt, wird im Bereich der Grundpfandrechte zwischen der Hypothek und der Grundschuld unterschieden. Oftmals ist Privatpersonen der Unterschied zwischen diesen zwei Arten der Grundpfandrechte nicht bewusst, juristisch gibt es jedoch wesentliche Unterschiede. So sieht die Hypothek beispielsweise zwingend eine spezifische Forderung sowie eine Minderung des Grundpfandrechts des Gläubigers in Abhängigkeit vom bereits getilgten Darlehnsbetrag vor. Im Gegensatz dazu mindert sich bei der Grundschuld die Höhe des Anspruchs des Gläubigers nicht automatisch, theoretisch hat der Darlehensgeber immer einen vollen Anspruch.

Grundsätzlich gehen viele Darlehensnehmer davon aus, dass ein Hypothekendarlehen zwangsläufig durch eine Hypothek besichert ist. In der Regel handelt es sich aber um eine sogenannte Buchgrundschuld, also eine Grundschuld, die im Grundbuch eingetragen wird und nicht automatisch erlischt. Dies bringt dem Kreditgeber eine weitere Sicherheit, falls zum Beispiel noch andere nicht durch eine Grundschuld gesicherte Forderungen bestehen. Dem Darlehnsnehmer vereinfacht diese Form des Grundpfandrechts jedoch eine erneute Aufnahme eines Hypothekendarlehens ohne veränderte Rangfolge und zusätzliche Notar- sowie Grundbuchsamtkosten.

Hypothekendarlehen vergleichen

Die Zinsen bei den Hypothekendarlehen sind aufgrund der eingetragenen Sicherheit im Vergleich zu anderen Krediten sehr gering. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass sich die Höhe der anfänglichen effektiven Jahreszinsen bei den verschiedenen Hypothekenbanken nominal nur wenig unterscheiden. Aufgrund der zumeist geringen anfänglichen Tilgung und dem daraus resultierenden Zinseszinseffekt kann ein kleiner Unterschied jedoch erhebliche Auswirkungen auf die monatliche Belastung haben.

Deshalb sollte jeder Verbraucher vor Abschluss einer Immobilienfinanzierung die Konditionen der Anbieter genau vergleichen. Neben dem Zinssatz sollte bei diesem Vergleich auch die Möglichkeiten der frühzeitigen Tilgung beziehungsweise Sondertilgung, aber auch die Dauer der Zinsbindung berücksichtigt werden. Bei einem bereits bestehenden Hypothekendarlehen kann es im Fall einer positiven Zinsentwicklung auch sinnvoll sein, die Möglichkeiten einer Umschuldung zu überprüfen. Dabei sollte aber unbedingt vor jeder Refinanzierungsmaßnahme während der Dauer der Zinsbindung die Höhe einer möglichen Vorfälligkeitsentschädigung, die eine Entschädigung für die vorzeigte Beendung des Vertrages darstellt, überprüft werden.

Weitere Informationen

Weitere Artikel