Hybridanleihe
Die Hybridanleihe für hohe Rendite
Lange Laufzeiten bei der Hybridanleihe
Bei der Hybridanleihe handelt es sich um eine spezielle Form einer Anleihe. Diese Anlageform wird als nachrangige Anlageform behandelt. Gleichzeitig ist diese Anleihe für das emittierende Unternehmen als eigenkapitalähnlich zu bezeichnen.
Die Besonderheit bei dieser Art von Anleihe besteht darin, dass die Hybridanleihe üblicherweise über keine fixe Laufzeit verfügt. Sie ist also eine Anleihe ohne Laufzeitende oder weist eine überdurchschnittlich lange Laufzeit auf. Somit kann der Anleger selbst darüber entscheiden, wie lange er die Anleihe behalten möchte.
Bei Hybridanleihen mit einer langen, aber terminierten Laufzeit, werden häufig Zeiträume von 100 Jahren und mehr vereinbart. Die tatsächliche Nutzung der Hybridanleihe durch den Anleger gestaltet sich in der Regel jedoch kürzer. Der Anleger genießt dabei ein Kündigungsrecht, das nach 7 bis 10 Jahren nach der Erstemission in Anspruch genommen werden kann. Das bedeutet, dass er die Anleihe nach dieser Zeit kündigen und sich den jeweiligen Rückkaufwert auszahlen lassen kann.
Aussetzung der Zinszahlung bei Hybridanleihe möglich
Der große Vorteil für den Anleger bei der Hybridanleihe besteht im Vergleich zu vielen anderen Anleihen darin, dass er eine regelmäßige Zinszahlung während der Laufzeit nutzen kann. Während der Laufzeit werden bei der Hybridanleihe sogar überdurchschnittlich hohe Zinssätze ausgeschüttet. Mitunter liegen diese gar im zweistelligen Prozentbereich. Damit hat der Anleger mit der Hybridanleihe einen weitaus größeren Anreiz als bei anderen Anleihen.
Allerdings muss der Anleger hierbei auch damit rechnen, dass die Ausschüttung der Zinsen ausgesetzt werden kann. Dabei wird im Vorhinein genau geklärt, in welchen Fällen es zu einer Aussetzung der Zinszahlung kommen kann. Häufig handelt es sich dabei um unternehmerische Faktoren, die eintreten: zum Beispiel wenn bestimmte Unternehmenszahlen nicht erreicht werden können oder aber auch andere Fälle eintreten, die in den Anleihebedingungen geregelt sind. Wenn die Zinsausschüttung ausgesetzt wird, kann es jedoch auch zu einer Nachzahlung kommen, sobald die betreffenden Kennziffern wieder erreicht wurden.
Hohe Zinserwartung mit einer Hybridanleihe
Der große Vorteil für den Anleger schlägt sich bei der Hybridanleihe in der hohen Zinserwartung nieder. Denn der Anleger kann hierbei von entsprechend hoher Verzinsung profitieren, sofern sich das Unternehmen gut entwickelt. Entspricht die Entwicklung nicht seinen Vorstellungen oder möchte er das Kapital nicht gebunden wissen, so kann der Anleger sein vorzeitiges Kündigungsrecht nutzen und die Anleihe kündigen.
Hierfür steht ihm lediglich ein begrenzter Kündigungszeitraum zur Verfügung. Wird dieser nicht genutzt, um das Kündigungsrecht auszuüben, so wird ein neuer Zeitraum vereinbart und der Anleger kann die Hybridanleihe für eine erneute Periode nutzen. Der hohen Zinserwartung steht ein erhöhtes Risiko gegenüber. Denn dem Anleger kann bei der Hybridanleihe sogar der Totalverlust drohen. Aus diesem Grund wird die Hybridanleihe sehr häufig auch mit Aktien gleichgesetzt bzw. als Mischform zwischen den Anlageformen Anleihen und Aktien bezeichnet. Häufig wird die Hybridanleihe daher auch als Teil eines ausgewogenen Anlagemix gesehen.
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