Holzheizungen
Holzheizungen: Heizen mit Holz im Trend
Holzheizungen: Der Boom
Viele Verbraucher ärgern sich über die kontinuierlich steigenden Energiekosten in Deutschland. Erdöl und Erdgas werden immer teuer. In den vergangenen Jahren ist daher in der Branche ein eindeutiger Trend zu verzeichnen: Holzheizungen sind gefragter denn je. Allein 2008 wurden über 35.000 Holz-Zentralheizungen installiert. Die hohe Nachfrage nach umweltfreundlichen und sparsamen Holzheizungen hält dabei weiterhin an. Besonders modere Pellet-Heizungen liegen im Trend. Aktuell werden die meisten Haushalte, die mit Holz heizen, noch von herkömmlichem Schichtholz erwärmt – aber Pellets und Hackschnitzel sind immer mehr im Kommen.
Erdöl aus dem Nahen Osten oder Erdgas aus Russland: Holz ist hingegen ein heimischer Energieträger, der gleich nebenan wächst. Moderne Holzheizungen werden zudem staatlich gefördert und lohnen sich damit auch finanziell. Wer neu baut, entscheidet sich gern für das umweltfreundliche und kostengünstige Holz. Viele Eigenheimbesitzer tauschen zudem ihre alten Heizungsanlagen gegen eine moderne Holzheizung, die dem neusten Standard entspricht.
Holzheizungen: Die Typen
Zu den bekanntesten Holzheizungen gehört der Kaminofen. Moderne Kaminöfen werden mit erneuerbaren Energien wie Pellets, Brennholz, Holzbriketts, Papier oder Bioethanol beheizt. Wasserführende Kaminöfen nutzen einen Wärmetauscher, um einen Teil ihrer Wärme in die Zentralheizung einzuspeisen. Die modernen Öfen mit geschlossener Brennkammer werden über ein Ofenrohr mit dem Schornstein verbunden.
Eine Pellet-Heizung der neuen Generation erreicht Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent. In einer Pellet-Heizung werden kleine Holzpellets verfeuert, die aus gepresstem Holzabfall bestehen. Neben Pellet-Einzelöfen werden auch zunehmend Pellet-Zentralheizungen installiert, die mehrere Wohnhäuser oder Mehrfamilienhäuser mit Wärme versorgen. Holzpellets sind relativ preisstabil.
Neben der Pellet-Heizung erfreut sich auch die Hackschnitzelheizung einer steigenden Popularität. Diese Holzheizungen werden mit Hackgut betrieben. Moderne Hackschnitzelkessel erreichen mit einem Wirkungsgrad zwischen 80 und 93 Prozent fast die Effektivität einer Pellet-Heizung. Hackschnitzelheizungen werden vor allem auf dem waldreichen Land eingesetzt. Zur Lagerung von Hackschnitzeln wird vergleichbar viel Platz benötigt.
Holzheizungen und Umwelt
Moderne Holzheizungen gelten als umweltfreundlich. In kleinen Holzheizungen dürfen in Deutschland nur naturbelassene Hölzer oder Pellets verfeuert werden – die Verbrennung lackierter, imprägnierter oder gestrichener Holzabfälle ist verboten. Seit Januar 2010 gilt für Holzheizungen eine verschärfte Immissionsschutzverordnung. Im Jahr 2015 wird der erlaubte Feinstaub-Wert auf 0,02 Gramm pro Kubikmeter noch weiter reduziert. Die Feinstaubemission, Ruß-Entwicklung und Wasserstoffwerte von Holzheizungen sind grundsätzlich vom verwendeten Kessel-System abhängig. Die Emissionen einer Holzheizung liegen aber natürlich höher als bei Gas und Öl als Brennstoff. Der Trend geht insgesamt zur Abkehr von fossilen Brennstoffen wie Erdgas und Erdöl.
Eine wichtige Bedeutung kommt auch dem verantwortungsbewussten Umgang mit der Holzheizung zu. Kaminöfen müssen korrekt betrieben und Holzheizungsanlagen regelmäßig gewartet werden. Eine optimale Wärmeenergie liefert Hartholz wie Eiche oder Obstbaum. Der Umweltgedanke reicht auch bis zum Beschaffungsprozess: Holz für eine Heizung kommt im optimalen Fall aus der Nachbarschaft und muss nicht erst aus dem Ausland antransportiert werden.
Weitere Informationen
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