Hinterbliebenenversorgung

Übersicht zur Hinterbliebenenversorgung

Das gesetzliche Rentensystem kennt verschiedene Bausteine der Hinterbliebenenversorgung. Allerdings ist die Versorgung so gering, dass eine zusätzliche private Absicherung zu empfehlen ist.

Grundsätzlich wird unter dem Begriff der Hinterbliebenenabsicherung die Versorgung im Todesfall durch die gesetzliche, betriebliche oder private Rentenversicherung oder der Beamtenversorgung bezeichnet. Zu unterscheiden ist, ob die Todesfallleistungen als Einmalzahlung oder als laufende Rentenzahlung gewährt wird.

Für gesetzliche Rentenzahlungen müssen stets bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, während in der privaten Versorgung die Vertragsfreiheit gilt.

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Die Notwendigkeit der Hinterbliebenenversorgung

Mit dem Wegfall eines Partners müssen Familien nicht nur einen großen emotionalen Verlust, sondern oftmals auch einen tief greifenden finanziellen Einschnitt erleiden. Deshalb sieht das deutsche System in verschiedenen Situationen eine Hinterbliebenenversorgung vor. Diese Art der Versorgung soll vor allem der Erhaltung des Lebensstandards dienen und kann sowohl dem Hinterbliebenen Ehe- beziehungsweise Lebenspartner als auch den Hinterbliebenen Kindern zum Beispiel von der gesetzlichen Rentenversicherung oder von der Beamtenversorgung gewährt werden.

Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Hinterbliebenenvorsorge durch diese Versorgungseinrichtungen zumeist sehr gering ausfällt und in Regel an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist. Aus diesem Grund sollte die gesetzliche Hinterbliebenenversorgung ergänzt werden. Hierfür bietet sich neben der betrieblichen Altersversorgung auch eine private Hinterbliebenenvorsorge an. Durch diese besteht nämlich die Möglichkeit, die Hinterbliebenen bereits für einen günstigen Preis ausreichend abzusichern. Dadurch kann auch im Fall des Todes Hauptverdieners der Lebensstandard gehalten werden.

Die Hinterbliebenenversorgung in der gesetzlichen Rentenversicherung

Die Hinterbliebenenversorgung in der gesetzlichen Rentenversicherung dient nur der Grundabsicherung und wird bis auf wenige Ausnahmen nur dann gewährt, wenn der Verstorbene die Wartezeit erfüllt hat. Dadurch können die Hinterbliebenen in der Regel nur eine Rente empfangen, wenn der Verstorbene innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 3 Jahre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt hat.

Sollte dieses Kriterium erfüllt sein, besteht für den Hinterbliebenen Ehe- beziehungsweise Lebenspartner, falls die Ehe beziehungsweise die eingetragene Partnerschaft mindestens ein Jahr Bestand hat die Möglichkeit, die große beziehungsweise kleine Witwenrente zu erhalten. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass beide Formen der Hinterbliebenenversorgung ebenso wie Waisen- und Halbwaisenrente in der Regel nur temporär gewährt werden. Dadurch kann nach der Rentenbezugsdauer eine zusätzliche Versorgungslücke entstehen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für eine umfangreiche Absicherung der gesamten Familie, sich zusätzlich für eine private Hinterbliebenenvorsorge zu entscheiden.

Möglichkeiten der privaten Hinterbliebenenversorgung

Die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung reichen in der Regel nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Versicherung. Mit einer privaten Hinterbliebenenversorgung besteht nämlich für einen Versicherten die Möglichkeit, seine Angehörigen umfangreich abzusichern und die entstandene Versorgungslücke zu schließen. Der Grund hierfür liegt in der Entscheidungsfreiheit bei den privaten Versicherungsverträgen. Hier besteht nämlich eine Wahlfreiheit hinsichtlich:

  • der Höhe der Versicherungssumme,
  • der Dauer des Versicherungszeitraumes,
  • der Art der Auszahlung der Versicherung (Einmalzahlung oder Rente),
  • der Bezugsberechtigung.

Aufgrund dieser Entscheidungsfreiheit kann bei einer privaten Hinterbliebenenversorgung die Absicherung nach Bedarf geschehen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Hinterbliebenen, dabei muss es sich auch nicht zwangsläufig um Kinder und den Ehe- beziehungsweise Lebenspartner handeln, auch zukünftig umfangreich abgesichert sind und beispielsweise über das notwendige Geld für eine Beerdigung oder die Ablösung bestehender Kredite verfügen.

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