Hinterbliebenenrente

Was Hinterbliebene im Todesfall des Partners erhalten

Für den Todesfall gibt es die Hinterbliebenenrente. Die gesetzliche Rentenversicherung sieht Leistungen beim Tod des Ehepartners, des Lebenspartners oder eines Elternteils vor. Nachfolgend haben wir die Informationen zur Witwen- und Witwerversorgung zusammengestellt.

Übrigens: Um einen Anspruch auf Rente zu haben, muss man mindestens ein Jahr lang verheiratet oder als Lebenspartner eingetragen sein. Laut Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg gilt dies auch dann, wenn die Paare vor der Heirat viele Jahre zusammengelebt haben (Az. L13 R 3256/13).

Hinterbliebenenrente im Überblick

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet den Hinterbliebenen die Sicherung der Existenz im Todesfall des Hauptversorgers. Folgende Rentenarten gibt es:

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Die Hinterbliebenenrente hat die Funktion, den Unterhalt des Verstorbenen zu ersetzen. Dabei wird eine Einkommensanrechnung vorgenommen. Wer über ein bestehendes Einkommen verfügt, ist als Hinterbliebener nicht auf die volle Höhe der Hinterbliebenenrente angewiesen. Die Regelungen zur Rente wegen Todes finden sich im Sozialgesetzbuch VI.

Neben der gesetzlichen Rentenversicherung bieten auch andere Versorgungssysteme eine Versorgung beim Todesfall des Versicherten an. Dazu zählen die Beamtenversorgung, die Alterssicherung der Landwirte und das Versorgungswerk. Grundsätzlich ist der Bezug einer Rente an bestimmte Bedingungen geknüpft. Dazu zählen, dass nur der Versicherte einen Anspruch auf Leistungen hat, wenn die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt wurde. In Ausnahmefällen ist eine vorzeitige Erfüllung der Wartezeit möglich.

Hinterbliebenenrente - Fakten zu den Rentenarten

Die gesetzliche Rente bietet verschiedene Rentenarten an. Die kleine Witwen-/Witwerrente beläuft sich auf 25 Prozent der Rente, die der Verstorbene erhält bzw. erhalten hätte, sofern das Renteneintrittsalter noch nicht erreicht wurde. Anspruchsvoraussetzung ist, dass der Hinterbliebene jünger als 45 Jahre alt ist und keine Kinder hat. Die große Witwen-/Witwerrente erhalten Hinterbliebene, die älter als 45 Jahre alt sind oder Kinder erziehen. In diesem Fall liegt die Hinterbliebenenrente bei 55 Prozent. Für jedes Kind werden Zuschläge gewährt.

Die Halbwaisenrente in Höhe von 10 Prozent der Rente des Verstorbenen wird ausgezahlt, wenn Kinder ein Elternteil verloren haben. Wenn beide Elternteile verstorben sind, wird die Vollwaisenrente in Höhe von 20 Prozent gezahlt. Die Waisenrente wird in der Regel bis zum 18. Lebensjahr gezahlt, bei längeren Ausbildungszeiten kann sich die Auszahlung bis zum 27. Lebensjahr verlängern.

Keine Hinterbliebenenrente im eigentlichen Sinne ist die Erziehungsrente. Diese Rentenart wird an Geschiedene mit minderjährigen Kindern beim Tod des Ex-Ehepartners gezahlt. Diese Rente wird jedoch aus der eigenen Versicherung des hinterbliebenen Partners gezahlt.

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