Heizungspumpe

Die Umwälzpumpe in der Heizungsanlage

Ohne eine ausreichend dimensionierte Heizungspumpe kann sich die im Heizungsbrenner erzeugte Wärme nicht im Haus verteilen. Wir zeigen auf, welche Nebenkosten durch die Umwälzpumpe entstehen.

Aufgabe und Funktion der Heizungspumpe

Eine Zentralheizungsanlage in einem Gebäude besteht aus verschiedenen Elementen. Dazu zählen insbesondere

  • Heizungsbrenner,
  • Heizungskessel,
  • Druckausgleichs-Behälter,
  • Heizungspumpe.

Während im Heizungsbrenner mithilfe eines meist fossilen Brennstoffs das Wasser erwärmt wird, sammelt es sich im Heizungskessel und wird von dort mithilfe der Heizungspumpe in den gesamten Heizkreislauf eingebracht. Sofern auch die Versorgung des Gebäudes mit Warmwasser durch die Heizungsanlage erfolgt, sind die Abnahmestellen ebenfalls an den Kreislauf angeschlossen. Die Pumpe erfüllt im Heizkreislauf damit die besondere Funktion, das warme Wasser aus der Heizungsanlage im Gebäude zu verteilen.

Es handelt sich um eine Umwälzpumpe, da das Wasser in dem geschlossenen Heizkreislauf zirkuliert und daher bis auf geringe Kondensationsverluste erhalten bleibt. Im Heizvorlauf transportiert sie das erwärmte Wasser zu den Heizkörpern und führt im Rücklauf das abgekühlte Wasser zum Heizungsbrenner zurück. In dem geschlossenen Kreislauf wird die Pumpe lediglich benötigt, um die Reibung im Leitungssystem zu überwinden, da eine Hubleistung nicht notwendig ist.

Die verschiedenen Techniken der Heizungspumpe

Während ursprünglich Heizungsanlagen allein nach dem Schwerkraftprinzip funktionierten, trägt die elektrisch betriebene Umwälzpumpe in einem Heizkreislauf zu einer bedarfsgerechten Versorgung mit warmem Wasser bei. Damit funktionieren Heizungssysteme mit Heizungspumpe deutlich effizienter. Die Steuerung der Pumpe innerhalb eines Heizkreislaufs kann auf unterschiedliche Weise geregelt sein. Zum einen besteht die Möglichkeit der manuellen Regelung der Leistung durch Einstellungsmöglichkeiten direkt an der Pumpe. Modernere Heizungsanlagen sind mit einer mit Differenzdruck geregelten Pumpe ausgestattet. In diesem Fall passt die Pumpe ihre Leistung durch Regulierung der Drehzahl automatisch dem Bedarf der Heizungsanlage an.

Einen konstanten Differenzdruck erreicht die Heizungspumpe, indem sie selbsttätig die Druckdifferenz zwischen dem Druckbereich und dem Saugbereich ermittelt. Die Maßeinheit des Differenzdrucks, die von der Pumpe angezeigt wird, lautet Meter Wassersäule, abgekürzt mWS. Die Wassersäule bezeichnet dabei den Strömungswiderstand in der Heizungsanlage bei einer vorgegebenen Durchflussmenge und die Maßeinheit beschreibt den zur Überwindung dieses Strömungswiderstandes notwendigen Druck.

Energieverbrauch der Heizungspumpe senken

Seit der ersten Energiekrise zu Beginn der 1970er Jahre arbeiten Entwickler stetig an neuen Techniken für die Heizungspumpe, um den Energieaufwand sowohl für den Betrieb der Pumpe als auch für die gesamte Heizungsanlage zu reduzieren. Der Stromverbrauch einer veralteten Pumpe in einer Heizungsanlage sollte nicht unterschätzt werden. Er kann sogar höher sein als der eines Durchlauferhitzers, da diese Pumpen ununterbrochen arbeiten, und zwar auch dann, wenn keine Heizungswärme benötigt wird. Umwälzpumpen der neueren Technik arbeiten daher mit einer volumenstromabhängigen Differenzdruckregelung und ermöglichen somit eine Regulierung der Wassermenge im Heizkreislauf.

Die Hocheffizienzpumpe ist die jüngste Entwicklung in der Technik der Heizungspumpe. Sie kommt mit einem geringen Stromverbrauch aus und trägt gleichzeitig zu einer Reduzierung des Energiebedarfs der Heizungsanlage bei. Während veraltete Pumpen ununterbrochen arbeiten, schalten sich moderne Pumpen nur bei Bedarf ein. Die Stromersparnis ist enorm und kann zu Einsparungen bei den Stromkosten von bis zu 130 Euro im Jahr führen.

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