Hauskauf
Hauskauf - So geht es richtig!
Grundlagen zum Hauskauf
Ein Haus kann sowohl eine gute Möglichkeit der Kapitalanlage als auch eine sichere Form der Altersvorsorge darstellen. Im Gegensatz zum Bau einer Immobilie trägt der Käufer eines Hauses nicht das Baurisiko. Zusätzliche Kosten aufgrund notwendiger Nachträge fallen nicht an. Ebenso entfällt die Doppelbelastung durch die gleichzeitig anfallenden Mietkosten beim Bau eines Hauses. Allerdings wird nicht jeder Hauskauf zu dem gewünschten Erfolg führen. Der Hauptgrund hierfür liegt in der Unwissenheit der Käufer.
Nur wenn ein Hauskauf unter Einbezug aller wichtigen Kriterien erfolgt, kann das Projekt Traumhaus erfolgreich verlaufen. Um Käufer vor einer übereifrigen Entscheidung zu schützen, hat der Gesetzgeber Vorkehrungen getroffen. So wird ein Kaufvertrag für ein Haus beispielsweise erst gültig, wenn er durch einen Notar beglaubigt wird. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind im § 311 BGB zu finden. Allerdings ist zu beachten, dass bei einem bereits festgelegten Notartermin eine Art Vertrauensbasis besteht. Sollte sich der Käufer oder Verkäufer dann noch kurzfristig umentscheiden, kommt unter Umständen ein Anspruch auf einen Schadensersatz im Falle eines Nichtvorliegens eines triftigen Grunds in Betracht. Ein Beispiel hierfür wäre die Umentscheidung aufgrund eines höheren Angebots.
Sollte jedoch Einigkeit zwischen Käufer und Verkäufer besehen, ist zu beachten, dass durch den Kaufvertrag zusätzliche Kosten in Form der Notargebühr, der Kosten für die Grundbucheintragung sowie für Grunderwerbssteuer entstehen.
Hauskauf - Die geeignete Immobilie finden
Um bei einem Hauskauf eine geeignete Immobilie zu finden, bieten sich verschiedenen Möglichkeiten an. So kann der potenzielle Käufer beispielsweise selbst gezielt nach Immobilien suchen. Sowohl in Zeitungen aber auch in Internetportalen werden viele Häuser offeriert. Alternativ zu der eigenen Suche kann auch die Inanspruchnahme eines Immobilienmaklers eine gute Alternative darstellen. Dieser verfügt im Gegensatz zu Privatpersonen über die notwenigen Kontakte. Neben verschiedenen Immobilienmakler bieten inzwischen auch vermehrt Banken sowie Sparkassen Häuser an. Oft handelt es sich dabei um Immobilie, bei denen die Hypothek vom ehemaligen Besitzer nicht mehr gezahlt wurden. Eine weitere Variante des Immobilienerwerbs ist die Ersteigerung bei einer Zwangsvollstreckung. Bei diesem Hauskauf können Käufer von einem sehr günstigen Preis profitieren. Der Nachteil dieser Variante liegt jedoch in der Finanzierung. Diese muss bereits vor dem Erwerb geklärt werden. Aus diesem Grund bietet sich die Zwangsvollstreckung vor allem für liquide Käufer an.
Sobald ein Käufer ein interessantes Haus gefunden hat, sollte er den Wert der Immobilie abschätzen. Oft liegt zwar ein Gutachten vor, aber die Beauftragung eines eigenen Sachverständigen ist sinnvoll. Dieser kann den Wert einer Immobilie richtig einschätzen und den notwenigen Renovierungsbedarf ermitteln. Neben baulichen Mängeln sind auch wertmindernde Aspekte beispielsweise beim Wegerecht zu berücksichtigen. Auf Grundlage des ermittelten Preises können dann die Möglichkeiten der Finanzierung betrachtet werden.
Die Möglichkeiten der Finanzierung beim Hauskauf
Nur die wenigsten Käufer besitzen beim Hauskauf die notwendige Liquidität, um ein Haus bar zu bezahlen. Oft besteht auch wegen der zusätzlichen Kosten für die Renovierung sowie den Erwerb ein größerer Kapitalbedarf, eine Finanzierung ist deshalb oft unumgänglich. Hierfür bieten sich verschiedene Wege an, die wichtigsten sind:
- Annuitätendarlehen
- Bankdarlehen
- Ratentilgungsdarlehen
- Bauspardarlehen
- Versicherungsdarlehen
Ein Annuitätendarlehen kann mit einer Hypothekenbank oder jeder Sparkasse beziehungsweise Bank abgeschlossen werden. Der wesentliche Unterschied zum normalen Bankdarlehen liegt in den vergleichsweise geringen Zinsen, die sogar für eine lange Laufzeit festgeschrieben sind. Bei diesem Darlehen ist die monatliche Rate immer gleich groß, beim Ratentilgungsdarlehen hingegen bleibt die Tilgung gleich. Daraus ergeben sich dort anfänglich höhere Raten, die mit der Zeit absinken. Diese Darlehensform ist beispielsweise für Gutverdiener vor dem Renteneintritt sinnvoll.
Eine weitere Form der Hausfinanzierung ist das Bauspardarlehen, welches aus einem Bausparvertrag resultiert. Neben diesen Darlehensformen bietet sich auch das Versicherungsdarlehen zur Finanzierung an. Bei diesem wird auch der Versicherungsnehmer abgesichert. Im Fall des Tods oder der Arbeitsfähigkeit des Versicherungsnehmers tritt die Versicherungsgesellschaft in Kraft.
Unabhängig von der gewählten Finanzierungsform sollte nicht nur dem Zinssatz, sondern auch der Dauer der Zinsbindung sowie den Möglichkeiten der Sondertilgung Beachtung geschenkt werden.
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